Gedanken zum Thema Lesen

sind meistens auch Gedanken zum Thema Schreiben – jedenfalls für mich 🙂

Und weil dies hier ein Schreibblog ist, dachte ich, ich teile mal meine neuesten Gedanken aka Erkenntnisse mit meiner Leserschaft. Ich hoffe, es gefällt Euch.

Kim Leopolds – Love, Kiss, Cliff

Das Buch ist als Blogroman entstanden und hat mich von seiner ganzen Art des Storyaufbaus fasziniert. Dazu muss ich noch erwähnen, dass es, glaube ich, das erste deutschsprachige Buch in diesem Jahr ist, dass ich gelesen habe. Deutsche Sachen zu lesen, ist immer irgendwie anders, wenn man sich erstmal an die Amerikaner mit ihrer Art zu Schreiben gewöhnt hat. Aber das Buch ist sehr locker und leicht und man kann schnell in den Charakter eintauchen.
Ich habe das Buch also gelesen und weil das Wetter schön war, saß ich damit draußen auf der Terasse. Irgendwann kam mir der Gedanke, dass ich mich eincremen sollte, weil die Sonne doch ziemlich gebrannt hat. Der nächste Gedanke war „Die Kapitel sind recht kurz. Wenn das Aktuelle zuende ist, geh ich cremen.“ Das Problem war nur, Kim hat ihr Buch so aufgebaut, dass es eigentlich grundsätzlich mit einem Cliffhanger, einer lustigen Stelle oder einem kleinen Rätsel endet, sodass ich nicht einfach so aufhören konnte (und natürlich einen Sonnenbrand bekommen habe).
Das Ganze hat mich daran erinnert, wie es ist, wenn man Fanfictions schreibt. Ich weiß nicht, ob Ihr mit Fanfictions vertraut seid, aber grundsätzlich sind erfolgreiche Geschichten dieser Art immer so aufgebaut, dass man am Ende eines Teils einen Cliffhanger einbaut, sodass die Leser es kaum erwarten können den nächsten Teil zu lesen. So baut man sich dann seine Fanbase auf.
Als ich nun von FF auf richtige Bücher umgestiegen bin, habe ich mir einige Schreibratgeber besorgt und in denen steht eigentlich grundsätzlich, dass man Bücher nicht aufbauen darf wie die herkömmliche Fanfiction. Es wird von 3- oder 5- (oder in meinem Fall sogar 7-) Akt-Strukturaufbau geredet, von Pinch und Plot turn, von Heldenreisen und was es nicht noch alles gibt. Aber im Endeffekt gefiel mir Kims Buch eigentlich so gut, weil es das alles nicht zu beachten scheint. Sie erzählt ihre Geschichte, macht sie dadurch sehr lebendig und spannend und ich freu mich jetzt schon auf den 2. Band. Ich weiß nicht, ob sie beim Schreiben immer nur an den nächsten Teil gedacht hat oder ob sie einen großen Plan hatte. Herausgekommen ist auf jedenfall ein Buch der besonderen Art und es hat Spaß gemacht zu lesen.
Wenn das mal jemand von meinen Büchern sagt, bin ich komplett zufrieden!

Veronica Roth – Die Bestimmung

Als Bücher dieser Art neu auf dem Buchmarkt waren, gab es einen großen Hype darum. Dieser Hype führt bei mir immer dazu, dass ich mir anfangs interessiert die Buchbeschreibung ansehe und dann, wenn jeder davon schwärmt, beschließe auf den Film zu warten. Mich nervt das übertriebene darüber reden einfach nur (das hat dazu geführt, dass ich „Den Marsianer “ übrigens auch noch nicht gelesen habe).
Als der erste Teil der Bestimmung im Kino kam, war dann der Zug für mich schon wieder komplett abgefahren. Ich habe die Bücher als Young Adult abgestempelt und das ist einfach nichts für mich.
Dann kam der 1. Teil im Fernsehen, ich wollte bügeln und es kam nichts besseres. Ich machte den Film an und war fasziniert. Der Film hat mir sehr gut gefallen. So gut, dass ich mir jetzt die Bücher aus der Bücherei besorgt habe und gerade am Ende von Band 2 bin.
Es sind immer noch Young Adult Bücher und in meinen Augen ist der ganze Hype darum ziemlich übertrieben gewesen, aber sie unterhalten. Ich lese sie sehr gerne und bin gespannt, wie die Reihe beendet werden wird.
Aber beim Lesen ist mir etwas aufgefallen. Ich glaube, die Autorin hat sich noch nicht eine Sekunde mit Schreibratgebern beschäftigt, denn sie tut genau das, was einem dort immer abgeraten wird. Sie sucht sich Klischees und anstatt diese zu vermeiden, benutzt sie sie. Während überall gesagt wird, dass ein Buch nur Erfolg haben wird, wenn es das Unvorhergesehene beinhaltet, haben ihre Bücher Erfolg, weil man quasi auf der ersten Seite weiß, welcher Charakter der Bösewicht ist, welcher am Ende der Held sein wird und das Totgeglaubte selten genau das sind. Ich habe beim Lesen des 1. Teils das Gefühl gehabt, die Autorin hätte eine Strichliste mit Klischees abgearbeitet – und es hat mir trotzdem gut gefallen (oder gerade deswegen???).
Vielleicht sollte man viel öfter mit Klischees arbeiten? Das Vertraute einfach nur in ein anderes Kleid stecken und nicht unbedingt alles neu erfinden?

Fanfiction – Captain America

Ja, ich weiß. Ich kann regelrecht sehen, wie meine geneigte Leserschaft jetzt auf diese Überschrift starrt und sich fragt, was ich damit sagen will. Einige von Euch, die mich schon etwas länger kennen, wissen, dass ich Fanfictions liebe und wenn mich ein Film oder eine Serie interessiert hat, ist mein erster Weg ins Internet und nach gleichdenkenden Irren zu suchen, die Geschichten dazu geschrieben haben.
Ich war schon immer ein Comic Fan und darum kenn ich fast jeden Superhelden, den das Kino oder das Fernsehen zurzeit ausgräbt, noch aus meiner Jugend. Superman und Batman laufen da natürlich jedem den Rang ab, aber ich habe auch die Fantastischen Vier gelesen oder Justice League. Waren im örtlichen Kiosk keine neuen Hefte zu bekommen (weil ich das Neuste erst am Vortag gekauft habe), habe ich in meiner Verzweiflung oftmals auch Comics genommen, die mich sonst nicht so interessiert haben, frei nach dem Motto: Besser als Nichts.
Zu diesen Comics gehörte auch Captain America. Ich weiß, heutzutage nennt man Superman oftmals den großen Pfadfinder, der immer nur alles richtig macht und schrecklich langweilig ist. Das war damals mein Bild von Captain America. Boah, ging der oberkluge Gutmensch mir auf den Geist! Wenn ich so ein Comic gelesen habe, dann war ich wirklich verzweifelt. (ich war oft verzweifelt und ich hatte offenbar zuviel Taschengeld…). Der Einzige, den ich noch schlimmer fand, war Thor. Ich glaube, das ist auch das einzige Comic, das ich nie weiter gelesen habe. Bei Captain America gab es diesen einen Bösewicht, den ich wirklich ziemlich gruselg fand. Ich weiß nicht mal genau, warum. Jeder Superheld hatte schließlich mindestens einen Bösewicht und jeder davon war fies und schlimm und absolut bedrohlich – für einen Comic. Dieser Kerl vom Captain jedoch war mir irgendwie… unheimlich. Wenn ich gesehen habe, dass er auf dem Titelbild ist, habe ich mir das Heft nicht gekauft. Dann schon lieber Bibi Blocksberg oder so *schüttel*
Nun sind die Filme in den Kinos und ich liebe Marvel Verfilmungen. Die Schauspieler sind auch noch ganz ansehnlich und die Witze sind lustig. Ergebnis: Ich habe alle mindestens einmal gesehen. Dann kam der Captain America mit dem Winter Soldier und ich erinnerte mich sofort, dass ich die Comics immer gruselig fand. Aber ich bin inzwischen etwas älter (geringfügig älter *hust*) und darum ging ich ins Kino – und war begeistert. Seien wir ehrlich: Die Bösewichter in den Filmen haben definitiv Charme 🙂
Womit ich jetzt wieder bei den Fanfictions angekommen wäre.
Wenig überraschender Weise gibt es ganz viele davon, in denen den Captain und den Soldier heiße Liebesgeschichten verbindet. DAS ist definitiv noch schrecklicher als die Thor Comics!
Ich liebe gute Gay Romance Geschichten, aber hallo? Irgendwo zieh sogar ich die Grenze.
Nun gut… Gleichzeitig gefiel mir aber der Gedanke, dass es irgendwo eine Fanfiction gibt, in der das Eis am Stil am Ende nicht wieder eingefroren wird. Ich wollte ein Happy End haben, eine Rettung, eine Belohnung für alles durchgemachte.
Ich stieß auf Lovestories mit dem Winter Soldier und Black Widow, was immerhin nicht ganz so schlimm ist wie das Pairing „Stucky“ *schüttel* Dennoch war es auch nicht perfekt. Plötzlich bin ich auf eine Geschichte gestoßen, in der das große „No Go“ der Fanfiction Welt ignoriert wird: Der Autor der Geschichte hat eine Mary Sue erfunden, die schön und klug ist, tapfer und heldenhaft und obendrein noch keine Angst vor dem großen bösen Soldier hat. Kurz und gut: Ich habe eine 30 teilige Fanfiction mit einer Mary Sue gelesen und sie geliebt. Wo eine gute Geschichte ist, müssten doch auch noch andere sein, dachte ich mir, und ich suchte und fand.
Jetzt sitz ich hier zuhause und überdenke gerade mein Leseverhalten der letzten drei Wochen, angefangen von Kim Leopolds unterhaltsamen Roman über die düsteren Bestimmungsbücher bis hin zu den Fanfictions mit einer Mary Sue als Hauptdarstellerin und meine Schreibwelt ist ein klein wenig in ihren Angeln erschüttert. Irgendwie ist all das von dem ich überzeugt war, jetzt nicht mehr das, was richtig zu sein scheint. Man muss sich nicht an bestimmte Regeln halten. Klischees können einem gute Bücher präsentieren und eine Mary Sue, die mir Herz und Verstand geschrieben ist, kann durchaus mit jedem „richtigen“ Hauptdarsteller mithalten.

Vielleicht findet Ihr diesen Beitrag jetzt nicht so überraschend wie ich, aber ich hatte jetzt das Gefühl, dass jedes Buch, dass ich im Monat Mai gelesen habe, mir etwas beibringen wollte und dass finde ich sehr überraschend.

Wie geht es Euch?
Heute schon etwas Neues gelernt?

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Das Ende vom Lied… äh, der Serie über die Serie

Nachdem ich in den vorhergehenden Teilen erzählt habe, wie aus einzelnen Szenenideen durch sorgfältiges zuspätplotten, ganz viel Glück und noch mehr Mogelei meine Geschichtenreihe entstanden ist, präsentiere ich Euch heute mal Bilder 🙂

Alles fing damit an, dass ich zwar nicht bewußt meine Reihe geplant habe, aber das ich mir doch ein, zwei Dinge notiert habe. Anfangs auf kleinen lustigen Schmierzetteln, die ich regelmäßig verlegt habe, was mich wahnsinnig gemacht hat!, dann bin ich dazu übergegangen, alle Ideen und wichtige Dinge in einem kleinen Block festzuhalten. Sobald ich einmal damit angefangen habe, habe ich alles mögliche in den Block eingetragen und schlußendlich lauf ich täglich mit einer noch kleineren Variante davon herum. Es wimmelt bei mir geradezu von Ideensammelblöcken in allen möglichen Größen und Formen, angefangen von billig im 1€-Shop gekauft bis hin zu teuren Moleskins. Dieser Block ist der, in dem ich alles über ANTARES gesammelt habe

Die kleinen farbigen Markierungen am Rand sind mühsamst von mir eingeklebt worden, um Geschichten zu unterteilen. Ihr seht, man kann auch mehrere Sachen in einem Billigblock unterbringen und trotzdem Ordnung haben 🙂

Das mit der Ordnung ist dann allerdings im Zuge der Schreiberei der Monstergeschichte irgendwie flöten gegangen und das nächste Bild zeigt, wie ich mit Hilfe mehrerer Blöcke, Zettel und unglaublichem Chaos versuche die Ideen zusammen zu treiben

Ich glaube, spätestens in dem Moment hätte mir der Gedanke kommen müssen, dass ordentliches Plotten vor dem ersten geschriebenen Wort eine gute Idee gewesen wäre, aber nein, diese Unterlagen stammen aus einer Zeit, als ich gerade dabei war Band 3 zu schreiben. Ich hatte also schon zwei Bücher ohne irgendeine Struktur hinbekommen (dachte ich). Band 3 und 4 wurden ansatzweise geplant, aber auch nur, weil ich langsam mit der Zeitlinie innerhalb der Bücher durcheinander gekommen war. Ich stellte mir ständig Fragen, wie: „Wann ist Held 1 eigentlich abgestürzt, vor oder nach der Friedenskonferenz? (ich brauchte die Info, weil er eigentlich auf besagter Friedenskonferenz hätte sein sollen)“ oder auch schön: Meine Heldin führt ein ausführliches Gespräch mit ihrem Bruder – den ich zwei Bände vorher leider hatte sterben lassen. (Sobald mir das auffiel, funktionierte ich das Gespräch in einen Traum um). Ich begann also zu planen und Band 5 ist der absolute Beweis, dass so etwas eine gute Idee ist.
Den neuen Band 1 habe ich auch geplant und ich hoffe, man merkt das, wenn ich in einigen Wochen mit der Überarbeitung anfange.
Band 2 war nicht strukturiert, ist aber schon einmal editiert und von daher ganz logisch und zusammenhängend. Aber: Ich hatte das Gefühl, etwas fehlt. So schnappte ich mir meine Vorarbeitmodelle (die bei Band 5 hervorragend funktioniert hatten) und versuchte Band 2 in die Schablone zu drücken. Das war ziemlich mühsam, aber offenbar eine geniale Idee, denn ich merkte dadurch, wo es immer noch Schwierigkeiten gab, wo der Verlauf der Geschichte nicht rund war.
Da ich ein Fan von kleinen Klebezetteln (auch Post-its genannt) bin, nahm ich mir einen übrig gebliebenen Zeichenblock und verteilte bunte Klebchen.

Und jetzt wird es für Euch lustig 🙂

Sagt Euch der Name Michael Hauges etwas? Mir sagte er nichts, aber ich bin vor einigen Jahren auf einen Artikel von einer Schriftstellerkonferenz gestossen, in dem er einen Vortrag über das Innere von Charakteren gehalten hat. Es ging darum, was die Ängste einer Person sind, was er glaubt, was andere von ihm oder ihr denken, und warum er wie reagiert. Es ist quasi die Backgroundstory für jede Charakterentwicklung und ich liebe solche Sachen. Also übernahm ich das in Form der rosa Zettel. Die gelben Zettel sind die 7 Punkte von Dan Wells. Ich arbeite gerne mit seiner Struktur und stellte mit einem verblüfften Blick fest, dass Hauge Punkte sich perfekt eingliedern ließen.
Die grünen Zettel entsprechen nun dem Aufbau einer typischen Liebesgeschichte. Kennt jemand Lauren Layne? In meiner vorherigen Monatsbesprechung habe ich sie als Neuentdeckung erwähnt und auch wenn sie New Adult und typische Liebesromane schreibt und kein Sci-Fi, gefiel mir doch der Aufbau ihrer Geschichten. Ich war auf ihrer Homepage stöbern und bin über ihre Tipps und Tricks für Autoren gestolpert, darunter ein regelrechter Steckbrief, wie eine Geschichte ablaufen sollte. Das gefiel mir und ich sah sofort, dass es zu Hauge und Wells und vor allem zu meiner aktuellen Geschichte passte. Ich ordnete es ein und begann auf den blauen Zetteln meine Szenen zu schreiben. Dabei fiel mir auf, wo etwas fehlt, wo etwas zu viel war und wo ich vor allem viel zu viel Background oder Geschwafel drin hatte. Das musste alles raus und da mir die farblichen Post-its ausgegangen waren, schnappte ich mir welche mit einem bräunlichen Rand und schrieb meine to-do während des Edits Liste.

Das ist das Ende meines kleinen Berichts über die Entstehung der Serie.
Ich denke, mir hätte schon vor dem Schreiben diese Post-it Tafel gute Dienste geleistet, aber auch jetzt, wo es eigentlich zu spät ist, verlier ich dadurch beim Editieren nicht aus den Augen, wohin mich die jeweilige Szene eigentlich bringen soll. Das ist quasi die Logline (die ich partout nicht hinbekomme), von der ich mir erhoffe, dass sie das Buch noch in sich stimmiger macht.

Ich weiß, dieser Teil war jetzt wieder viel zu lang. Ich hoffe, Ihr habt es trotzdem bis zum Ende durchgehalten und ich würde mich über Eure Meinungen zum Vorgehen oder eigenen Erfahrungen freuen!

Ein schönes Wochenende!

Wie ich eine Serie plane

Zunächst einmal entschuldige ich mich nochmal für den oberlangen vorherigen Teil. Beim Schreiben ansich ist es mir nicht mal so aufgefallen, aber spätestens jetzt beim Überlesen war es ein wenig gruselig. Ich gelobe Besserung!!!

Im letzten Teil habe ich erzählt, wie aus fünf einfachen Szenenideen plötzlich die Grundsteine für einzelne Bücher geworden sind. Ich habe erzählt, dass mir die Idee eine ganze Serie zu schreiben, ein klein wenig Angst machte und dass ich mich mit einem kurzen, leichten Anfangsteil wohler gefühlt habe.

Was ich bei dem kurzen Anfangsteil aber nicht bedacht habe, ist, dass

  1. der Anfang einer Serie immer der Schwerste ist, egal, ob leicht geplant oder nicht. Er muss den Leser, aber zuerst einmal den Autoren überzeugen, den Rest auch noch schreiben zu wollen.
  2. alles was im Anfang erwähnt wird, auch irgendwo im Rest noch Bestandteil hat und vor allem zeitlich zueinander passen muss
  3. es Sinn macht, im Anfangsteil der Serie auch noch andere, zukünftige Hauptdarsteller vorzustellen, sie aber gleichzeitig den Hauptdarstellern des aktuellen Teils nicht das Licht stehlen dürfen
  4. man entweder jeden einzelnen nachfolgenden Teil schon perfekt geplant haben oder man die Teile in chronologischer Reihenfolge nacheinander schreiben muss, wenn man nicht auf schriftstellerisches Glück vertrauen will

Gerade letzterer Punkt hat mich anfangs gestört. Ich war es gewohnt, Geschichten szenenweise zu schreiben und zwar immer das, was mich gerade ansprach. Ich folgte einfach meiner jeweiligen Stimmung und meiner Laune.
So kam es, dass ich für vier der fünf Teile einige Szenen schon geschrieben hatte, einfach, weil sie mich gereizt hatten, weil ich mich mit anderen Szenen an die Wand gefahren hatte und weil ich zwar Schreiben wollte, aber eigentlich nicht wußte, was. Dabei hatte ich einen theoretischen Plan. Ich wußte, wo Charakter A am Ende seiner Geschichte sein sollte, jedenfalls, was seine Charakterentwicklung anging und die Liebesgeschichte, aber ich hatte mir keine wirklichen Gedanken darüber gemacht, was alles wirklich in der jeweiligen Geschichte passieren sollte und wie ein Spannungsbogen funktionerte.
Schließlich zwang ich mich, Band 1 zu schreiben. Das leichte Ding. Ich stellte meine Hauptcharaktere vor (und fand sie irgendwie blass, schob aber alles auf das Editieren). Ich stellte den Hauptcharakter des nächsten Teils vor (und fand ihn zum Knutschen, aber er sollte doch meinen Hauptcharas das Licht nicht stehlen, also beschränkte ich ihn schon gleich beim Schreiben um einiges) und ich ließ zwei weitere Charaktere sterben, sehr dramatisch und sehr schön (und sehr problematisch, weil ich sie eigentlich als Hauptdarsteller für Band 4 und 5 geplant hatte). Plötzlich erwähnte ich Dinge, die in allen Teilen Bedeutung haben würden und ich begann mir lustige Merkzettel zu basteln. Ein Zeitstrahl wurde als Nächstes gezeichnet und dann fand ich mich irgendwann mal dabei, wie ich einzelne Plotpunkte auf einem riesigen Din A4 Blatt in einer Tabelle erfasste, um nicht mehr durcheinander zu kommen.

Es half alles nichts: Ich musste planen, wenn ich die Geschichtenreihe zum Erfolg führen wollte!

So kam es, dass ich pünktlich zu einem NaNo eine Mischung aus allen möglichen Schreibstrukturen (Wells und ähnliche) erstellte und den 5ten Teil voll durchplante. Anders als bei den Teilen vorher benötigte ich jetzt keine 1,5 Jahre, sondern nur 4 Monate um knapp 200k zu schreiben – und fast jedes einzelne Wort davon zu lieben!

Ich hatte es geschafft und die gesamte Reihe fertig – dachte ich.
Ich will jetzt nicht von dem plötzlich aufgetauchten 6ten Teil reden, sondern davon, dass ich begann Band 1 zu editieren und ihn hasste.
Punkt 1 von meiner Reihen-Mindestanforderungsliste war also schon mal komplett verhauen.
Punkt 2, die Sache mit dem Bestandteil in Folgebänden? Ich habe zwei Helden sterben lassen, die ich noch brauchte! Das war ein kompletter Fehlstart!
Punkt 3: Was soll ich sagen, der erwähnte Nebendarsteller wird immer jederzeit anderen Darstellern das Licht stehlen, weil er einfach mein Lieblingsbaby ist. Fehlschlag Nr. 3 also.
Punkt 4 war dagegen der einzige Lichtblick: Ich hatte die Geschichten nacheinander geschrieben.

So, jetzt hätte man denken können, dass diese Erkenntnis mich zum Strickenlernen treibt und ich nie wieder ein Wort zu Papier bringe. Hat es aber nicht, denn es war egal, ob ich in allen 4 Punkten versagt hatte oder nicht. Ich hatte geschrieben und das bedeutete, ich hatte etwas zum Editieren.

Und aus irgendeinem, mir völlig mysteriösen Grund war ich der Meinung, dass das magische Editieren alles besser macht.
Da stand mir noch eine Überraschung bevor, aber von der berichte ich nächstes Mal. Dieser Beitrag ist schon wieder viel zu lang, fürchte ich… (und das obwohl ich beim Editieren 🙂 viel gelöscht habe)

Zeitschriften: „Federwelt“ und „Der Selfpublisher“

Ich weiß, ich hatte für diesen Beitrag eigentlich etwas Neues / Aufregendes / Interessantes zum Thema „Romanentstehung“ angekündigt, aber aus gegebenen Anlaß möchte ich das Thema wechseln.
Der gegebene Anlaß ist der, dass ich mit meiner derzeitigen Geschichte nahezu fertig bin (also die 1. Fassung) und da ich quasi schon das magische Wort „Ende“ in der Ferne erkennen kann, möchte ich im Moment nicht allzuviel über die Geschichte reden. Nächste Woche dann aber – hoffentlich.
Stattdessen habe ich diese Woche etwas getan, was ich schon sehr lange nicht mehr gemacht habe. Ich bin der Schwarmintelligenz gefolgt und habe mir Zeitschriften gekauft.

Ich muss dazu erklären, dass ich mir in der Regel keine Zeitschriften dieser Art kaufe. Das liegt daran, dass Zeitschriften in meinen Augen entweder der puren Unterhaltung dienen (Klatsch und Trasch, zu Finden in allen Wartezimmern dieser Welt) oder lehrreich sein sollen. Bei den Schreibzeitschriften ist das beides sicherlich auch der Fall, allerdings habe ich das Gefühl, dass das wieder nur so ein Marktausnutzen einiger Verlage ist.  In der Regel sind zwar interessante Themen in den Zeitschriften vorhanden, aber sie sind oftmals zu teuer und nur oberflächlich gehalten. Jedenfalls ist das der Eindruck, den ich im Verlauf der letzten Jahre bekommen habe, wenn ich in so einer Zeitung geblättert habe. Dabei macht es übrigens keinen Unterschied, ob die Zeitung deutschstämmig oder aus dem Ausland ist.

Warum ich mir dann jetzt diese Zeitungen gekauft habe?
Die Schwarmintelligenz im Internet hat mich angesteckt. Ich glaube, man könnte sagen, dass ich absolut auf die Mund-zu-Mund-Propaganda reingefallen bin. Die Werbung war definitiv erfolgreich, wenngleich es im Fall der Federwelt schon etwas länger gedauert hat.

Die Federwelt-Ausgabe stammt nämlich noch aus dem Februar, was ich anfangs gar nicht gemerkt habe. Sie kostet €7,50 (D) und hat ein schönes Format. Auch wenn die Zeitschrift nicht auf Hochglanzpapier gedruckt wurde, gefiel mir die Aufmachung sehr gut.
Gekauft habe ich sie vor allem, weil mich eines der Titelthemen angesprochen hat: „So lassen sie den Körper ihrer Figur sprechen.“
Da ich ja ab und zu auch sehr gerne Schreibratgeber lese, war das genau auf meiner Schiene, aber auch die anderen Themen „Speeddating-als Romanautor beim Verleger“ oder „Burn-out bei Autorinnen“ hörten sich interessant an.
Die Zeitschrift wanderte also in meinen Einkaufskorb und wurde sofort im Zug gelesen.
Der „Burn-out“ Artikel stammte von Sandra Henke, einer Autorin, die ich anläßlich der Loveletter-Convention in Berlin kennenlernen durfte. Ich muss dazu sagen, dass ich kein Fan ihrer Bücher bin, aber die Autorin ansich ist sehr sympathisch und so war ich auf Ihren Artikel gespannt. Ich wurde nicht enttäuscht!
Das Thema „Burn-out“ ist, in meinen Augen, gerade für viele Autorenanfänger sehr naheliegend, da sie größtenteils noch einen Zweitberuf, eine Familie, Verpflichtungen und noch viel mehr neben ihrem anstrengenden „Hobby“ haben, das sich zumindest am Anfang auch noch nicht mal auszahlt. Wenn es dann endlich ein wenig zu laufen anfängt, möchte man natürlich nicht riskieren nur eine Eintagesfliege zu sein und schon verzettelt man sich. Gleichzeitig gibt man aber nicht gerne eine mögliche Schwäche zu. Das ist wie bei Sportlern, die sich unentweg verletzen und trotzdem mit gebrochenen oder schmerzenden Gliedern wieder auf dem Platz stehen, nur um nicht ungeeignet zu erscheinen. Das Eine hat nichts mit dem Anderen zu tun und doch will sich keiner die Blöße geben. Sandra Henke hat das getan, auf sehr offene und verständliche Weise. Allein für den Artikel hat sich die Ausgabe der Zeitschrift in meinen Augen gelohnt.
Der zweite Artikel „Speeddating“ war etwas, von dem ich noch nie etwas gehört habe, aber es war interessant zu lesen. Es ging darum innerhalb von 5 Minuten von einem Verleger zum nächsten zu huschen, dabei sein Buch zu präsentieren und erfolgreich und sicher Nachfragen zu beantworten. Der Artikel klang nach einer ganzen Menge Spaß und bestimmt auch nach einigen Möglichkeiten, aber für mich wäre das absolut nichts. Ich bräuchte schon 5 Minuten, um die erste Panik zu überleben, von Fragen beantworten, gar nicht erst anzufangen.
Der dritte Artikel, der mich eigentlich interessiert hatte, war dann die erste richtige Enttäuschung der Zeitschrift. Es ging um einfache Situationen und wie man diese anhand der Körpersprache beschreiben könnte. Nun bilde ich mir ein, dass ich mich mit Körpersprache ein klein wenig auskenne (das Thema hatte mich mal in einem anderen Zusammenhang interessiert und so habe ich einiges dazu gelesen und Videos gesehen) und die Autorin hat auch sämtliche Punkte gut herausgearbeitet, aber zum Schreiben war das nicht hilfreich. Als kleines Beispiel: Es geht darum, dass die Figur sich auf einer Party befindet und von jemanden angesprochen wird, den sie nicht mag, dem sie aber auch nicht einfach den Rücken zudrehen kann. Im Artikel wird nun geraten, u.a. das Fluchtbein zu erwähnen, eine Fußspitze der Person zeigt deutlich fort vom Gesprächspartner. Ich weiß nicht, wie es Euch geht, aber ich habe schon einige dieser Szenen geschrieben oder auch einige dieser Szenen von anderen gelesen, aber irgendwie stand da nie etwas von wegzeigenden Fußspitzen. Gut, könnte man jetzt sagen, nur weil das noch nie dastand, muss es nicht falsch sein. Stimmt. Aber so richtig umhauen tat mich der Artikel trotzdem nicht. Insgesamt las er sich eher so, als wäre er für angehende Regisseure oder Schauspieler als für Schriftsteller gedacht.
Aber es gibt noch einige andere Artikel in der Zeitung, die ich bisher nur überflogen habe. Einige waren komplett nicht für mich gemacht (Sachbuchexposés werde ich wohl im Leben nie verfassen und Dichten muss ich auch nicht mehr lernen) und für andere benötige ich mehr Zeit, um mich damit auseinander zu setzen.
Was mir an der Zeitschrift aber wirklich auffiel, war die Werbung. Erschreckend, oder? Mir war bis zum dem Zeitpunkt nicht klar, wieviel Bücherwerkstätten und Lektorate es in Deutschland gibt, wieviel Möglichkeiten man zum Selbstveröffentlichen hat und wo man überall an Kursen oder Wettbewerben teilnehmen kann. Zu der Zeit, als ich anfing von einer Karriere als Autorin zu träumen (damals als man noch auf Steintafeln geschrieben hat… oder jedenfalls fast), da gab es so etwas nicht. Da war man der Exot unter dem Leuten. Wenn man jemandem sagte, man schreibt ein Buch, hat jeder einen angesehen, als wäre einem plötzlich ein zweiter Kopf gewachsen. Bei Zeitschriften wie der Federwelt habe ich jetzt plötzlich das Gefühl, wenn ich jemanden sage, ich schreibe ein Buch, dann fragt mich mein Gegenüber, ob ich schon an Wettbewerben oder Ausschreibungen teilgenommen habe, als Nächstes folgen Empfehlungen zu bestimmten Lektoraten und bei welcher Plattform man am meisten Geld verdient.
Ich weiß nicht, ob mir diese Entwicklung wirklich gefällt…

Aber die Entwicklung passte zu der zweiten Zeitschrift dieser Woche, dem Selfpublisher.
Wie der Name schon verrät, geht es um Autoren, die auf die Mithilfe von Verlagen verzichten und sich selbst um alles kümmern und schon gleich die ersten beiden Titelthemen lagen mir schwer im Magen „Klappentexte, die wirken“ und „Der Autor als Marke“.
Zum Thema Klappentexte muss ich hier wohl keinem was erzählen. Wie etwas, dass uns Leser maximal 2 Minuten beschäftigt und mit Glück zum Kauf verführt, einen Autoren Wochen wahnsinnig machen kann, ist unbegreiflich, aber leider zu wahr. Ich fand den Artikel gelungen. Er begann sehr unterhaltsam und lustig und wurde plötzlich sehr theoretisch und trocken. Dennoch gefiel er mir und beim nächsten Klappentextversuch werde ich ihn mir definitiv noch einmal zu Gemüte führen.
Der Marken-Autor dagegen hat mir die Zeitschrift dann irgendwie „verleidet“. Werbung zu machen, ist etwas, das mir nicht gefällt. Ich weiß nicht, ob es an mir selber oder an meiner Erziehung liegt, aber ich mag es einfach nicht. Ich würde mir eher ohne Betäubung die Weisheitszähne ziehen lassen, als mich irgendwo hinzustellen und sagen „Hey, kauft mein Buch, das ist richtig gut!“
Leider muss man das aber als beginnender Autor anscheinend machen, wenn man dem Artikel Glauben schenken darf.
Mir ist bewußt, wie wichtig Werbung ist und wie wichtig der Wiedererkennungswert eines bestimmten Produktes ist, und gleichzeitig mag ich es nicht, mich selber als dieses Produkt zu sehen. Von daher erhoffte ich mir von dem Artikel eine Lösung für Leute wie mich: Die Werbung für Werbemuffel, sozusagen.
Der Artikel war sehr gut geschrieben. Er enthält viele Punkte, von denen ich ohne weiter nachzudenken sagen würde, dass sie richtig sind und es wirklich nur damit funktionieren kann und genau das war es, was mich schlucken ließ. Ich will das alles nicht, muss es aber anscheinend?  Will ich dann wirklich mit meinen Büchern in die Öffentlichkeit?
Auf einmal stellte ich mir Fragen, die ich mir selber nie stellen wollte und ich klappte die Zeitung angenervt zu. Einige Zeit später öffnete ich sie wieder und landete beim nächsten Artikel, der Marketingaktionen zum Thema hatte. Das wiederum sieht man ja zurzeit bei vielen, die nächste Woche zur Buchmesse fahren. Es werden Lesezeichen gebastelt und Goodie-Packs gepackt und alles klingt nach viel Arbeit, aber auch einer Menge Spaß und hey, das will ich auch! Ich würde es lieben mit dem Cover eines meiner Bücher auf einem Shirt rumzulaufen und ich würde mit Begeisterung Goodie-Packs verteilen. Das ist Werbung, die mir liegt und die mir Spaß macht. Also bin ich vielleicht doch geeignet für diesen Beruf?
Und prompt stolperte ich über den nächsten Artikel: PR-Agenturen für Autoren. Im Artikel ging es darum, dass man sich als Autor sehr vorsichtig nach einer PR-Agentur umsehen sollte, da Werbung wichtig ist und man nicht aus schwarze Schafe hereinfallen will. Auf einmal fiel mir auf, dass auch in dieser Zeitschrift überall Werbung für Lektorate und Plattformen zu finden war. Eigentlich besteht die gesamte Zeitung nur daraus, und wenn ich mir dann den Preis €6,90 (D) ansehe, dann finde ich das echt erstaunlich. Machen Werbeblöcke Sachen normalerweise nicht günstiger? Wie teuer wäre diese Zeitung eigentlich gewesen, wenn sie keine Werbung enthalten hätte? Und wieviel echte Information hätte ich dann noch aus ihr ziehen können? Und was bedeutet das eigentlich für mich, wenn sich in dieser Autorenwelt plötzlich nur noch alles um Werbung dreht und kaum noch ums Schreiben dreht?

Ihr merkt, die Zeitungen haben mich beide nicht umgehauen und ich bezweifel stark, dass ich mir eine zweite Ausgabe kaufen werde, und das obwohl in beiden sehr interessante Artikel zu finden waren! Beim Selfpublisher würde ich sogar soweit gehen und sagen, dass er mich frustriert hat.
Irgendwie war Schriftstellersein damals, als es noch nicht die Möglichkeit gab, seine Bücher selbst zu verlegen, entschieden einfacher, denke ich. Damals ging es noch nur ums Schreiben. Ich erinnere mich, dass ich mal eine Zeitschrift in den Händen gehabt habe, in der es darum ging, wie man gute Science-Fiction-Geschichten schreiben sollte. Es wurde davon geredet, wie wichtig der Einsatz der Technik wäre, wie sehr Star Trek dieses Genre beeinflusst hat und wie sehr man auf seine eigene Stimme im Buch achten sollte. Wenn ich die Zeitschrift heute finden würde, würde wahrscheinlich drin stehen, dass man auf die Werbung achten muss und darauf, dass man entsprechende Foren besuchen soll.

Was haltet Ihr davon?

Wie sind Eure Erfahrungen mit solchen Zeitschriften?

Scapple

Man könnte jetzt doch glatt denken, mir fallen keine NaNo-Vorfreude-Posts mehr ein!

Jedenfalls ist es erstaunlich still hier, wenn man mal den Vergleich mit den letzten Jahren zieht. Aber Ihr hattet Euch zu früh gefreut, wenn Ihr das geglaubt habt: Die NaNo-Posts beginnen!!!
(stellt Euch dramatische „Tribute von Panem“ Musik im Hintergrund vor 🙂 )

Ich glaube, ich muss Euch jetzt nicht zum xten Mal erklären, dass ich die Schneeflocken-Methode von Randy Ingermanson liebe oder dass ich finde, dass Scrivener das weltbeste Schreibprogramm überhaupt ist. Insofern lass ich das einfach mal 😉
Dafür erzähl ich Euch ein Stückchen aus meiner Vorbereitungszeit.

Wie schon erwähnt, war ich am Schwanken was die diesjährige Story angeht. Zurzeit schlägt das Pendel extrem in Richtung Hexengeschichte und nachdem ich bereits zweimal nachts mit panisch klopfendem Herzen aufgewacht bin und gleich gedacht habe, dass dieser Alptraum unbedingt in die Geschichte muss, bin ich sehr optimistisch, dass meine Hexe es dieses Jahr schafft geschrieben zu werden.
Ich schnappe mir also Randys Schneeflocke und das 7 Punkte System und kämpfe mich über Tagline und Logline zu den ersten Absätzen vor. Alles läuft „rund“, wie man so schön sagt und plötzlich fällt mir auf, dass ich als Urheber für das ganze Drama in der Geschichte eine Prophezeiung brauche. Nur woher nehmen, wenn nicht stehlen?
Das Internet weiß für alles Rat, also google ich – und finde nur englische Vorhersagend, die zwar ziemlich klasse klingen, aber eben in Englisch sind. Da ich den Text sowieso schreiben muss (ich glaube kaum, dass es eine Vorhersage mit meinen gewünschten Bedingungen gibt), such ich eigentlich nur deutsche Texte, um ein wenig in den Schreibstil zu kommen. Es ist schließlich ein Unterschied, ob da steht: „Die Sonne ging, der Monde lacht, jetzt wird Radau gemacht“ oder „Der Mond erwachte mit dem Schlaf der Sonne, der Zauber beginnt“… Ihr merkt, die Übersetzung allein klingt holprig. Mir fehlt einfach irgendwie das richtig klingende Deutsch für sowas.
Nagut, dachte ich mir, das Problem lös ich später. Erstmal mit dem Kapitelfahrplan weitermachen und an der Stelle hing ich dann irgendwie fest. Keine Ahnung, warum. Schlussendlich habe ich mich an Scapple erinnert, das kleine Schwester (Bruder?) Programm von den Machern von Scrivener. Ich hatte mir die Testversion runtergeladen und bisher nur sporadisch damit rumgespielt. Damit versuchte ich also meinen Kapitelfahrplan zu entwerfen – und was passiert?
Das war plötzlich wie ein einziger Rausch. Ich konnte gar nicht mehr aufhören. Innerhalb von drei Stunden hatte ich nur mit Hilfe dieses unscheinbaren Programms und der Frage „Was wäre wenn?“ soviel Infos und Abläufe, dass es mich regelrecht in den Fingern juckt jetzt sofort mit dem Schreiben anzufangen!

Mir war klar, dass meine Hexe von A nach B gelangt, dort auf C trifft, von D angegriffen wird und schließlich in E heldenhaft den Sieg erringt (alles sehr knap und sehr oberflächlich dargestellt 😉 ), aber plötzlich hat C eine Hintergrundstruktur, die der gesamte Story nur helfen kann und D ist so grundsätzlich böse, dass ich schlaflose Nächte für den November in meiner Zukunft sehe. Ich wußte die komplette Grundstruktur und habe eigentlich auch nicht viel daran geändert und doch hat meine Geschichte durch das Mindmappen vom Gefühl her um einiges gewonen. Sie hat Tiefe bekommen. Ich bin komplett begeistert!

Falls Ihr also Scapple noch nicht kennt und gerade nichts zu tun habt, probiert das Programm doch einmal aus!

Ich bin gespannt, was Ihr dazu sagt!!!

 

 

NaNoWriMo 2015 oder wie ich plotte

Draußern regnet es Bindfäden. Sohnemann ist beim Sport und der Göttergatte sitzt lesend in der Stube. Zeit für mich, mich mal intensiv mit dem diesjährigen NaNo zu beschäftigen.

Wie schon mehrfach gesagt, schweben mir sowohl der 1. Teil meiner Sci-Fi Geschichte als auch der eigentlich nie geplante, jetzt aber erschreckend feststehende 6. Teil als Projekt vor.
Band 1 habe ich anläßlich des Schreibwochenendes auch relativ gut vorbereitet gehabt.
Band 6 habe ich bisher ignoriert.
Gleichzeitig habe ich hier im Blog unter meinen aktuellen Projekten noch eine Hexengeschichte stehen, die ich seit Jahren schreiben will und von der ich nichts weiter weiß, als… das eine Hexe drin vorkommt? Und das sie auf der Flucht ist. Mehr irgendwie nicht. Trotzdem juckt es mich mittlerweile in meinen Fingern, diese Geschichte zu schreiben.

Tja, und so kommt es, wie es irgendwie immer kommt: Ich habe keine Ahnung, was ich letztendlich schreiben werde!

Aber das macht mich überhaupt nicht nervös 😉
Ich beschäftige mich darum sehr intensiv mit allen möglichen Vorarbeiten aka Vermeidungstaktiken.

Vermeidungstaktik Nr. 1: Ich schaue in jeder freien und halbwegs wachen Minute Fern, anstatt zu schreiben oder mich mit dem Schreiben zu beschäftigen. Andere Leute würde das vielleicht nervös machen, mich nicht. Ich weiß, dass mein Gehirn sich gleichzeitig mit einem herumrennenden Barry Allen und flüchtenden Hexen beschäftigen kann. Oder mit einem Typen, der Morde sieht und fliegenden Raumschiffen. Oder „The Blurr“ (den jungen Superman aus Smallville) und traurigen Lovestories. Und so weiter und so weiter…
Ja, mein Gehirn ist definitiv multitasking-fähig, was sowas angeht. Je mehr ich also auf Twitter von TV-Serien berichte, desto mehr geht gleichzeitig schreibtechnisch in meinem Kopf vor.

Aber irgendwann werde ich dann trotzdem unruhig und eine weitere Vermeidungstechnik tritt in Kraft.
Vermeidungstechnik Nr. 2: Ich lese alles, was nicht rechtzeitig vor mir wegläuft (also wirklich alles) und ich analysiere durchgehend. Plötzlich seh ich überall Plotentwicklungen und was mir warum gefällt oder nicht gefällt. Dann schnappe ich mir meine alten Geschichten (meistens die, von denen ich denke, dass sie gut gelungen sind) und auch da fallen mir 1000 Dinge ein, die mich wahnsinnig machen, woraufhin ich beschließe nie, nie, nie wieder ein Wort zu schreiben. Außer vielleicht eine Einkaufsliste.

Glücklicherweise geht dieser Umstand schnell in Vermeidungstechnik Nr. 3 über: Ich setze mich hin, nehme mir einen Kalender, stelle fest, wie lange ich noch bis zum 01.11. habe und versuche mir einen ganz bequemen Zeitplan aufzustellen. Dazu benutze ich ein Gemisch aus der Schneeflockenmethode von Randy Ingermanson und dem 7-Punkte-System von Dan Wells. Das hat bei meinem letzten NaNo-Projekt so gut geklappt, dass ich beschlossen habe, nur noch damit zu arbeiten.
Allerdings ist es anfangs zeitaufwendiger, gerade weil Randy immer wieder Zeiten vorgibt, die man sich gönnen sollte, um bestimmte Punkte zu erfüllen. So sagt er z.B. dass man sich eine Stunde für das Herausfinden der sogenanten Logline geben sollte (Ihr erinnert Euch noch an meinen Logline Beitrag?). Danach soll man eine Stunde damit verbringen aus diesen einen Satz 5 Sätze zu zaubern (bei mir sind es dann natürlich 7 Sätze).  Mit den nächsten Aufgaben soll man dann 1-2 Tage verbringen oder eine ganze Woche. Wer jetzt an dieser Stelle, wie ich letztes Jahr, glaubt, er könnte das Ganze auch verkürzen, der sei gewarnt: Es bringt wirklich etwas die Zeit zu beachten, weil es anscheinend so ist, dass eine Geschichte, die nach dieser Art entworfen wird, reift. Sie wird mit jeder Minute, die man ihr schenkt, besser und besser.
Aber auch das macht mich nicht nervös. Schließlich sind es bis zum NaNo noch gut 2 Wochen und wenn man die Schneeflocke ein klein wenig strafft, reicht das, hoffe ich. Meine Lieblingsausrede in so einem Moment ist immer, dass ich keine so ausführliche Charakterbeschreibung brauche (dafür plant Randy auch mindestens einen Tag ein).
Insofern habe ich reichlich Zeit, um zu planen. Die Frage ist nur, was? Hexen oder Sci-Fi? Und wenn Sci-Fi, welchen?

Gleichzeitig bin ich im Moment noch am Editieren von Band 3 der Sci-Fi-Geschichte.
Ihr erinnert Euch, dass ich von Band 2 begeistert war? Band 1 fand ich schlecht und schreibe ihn darum nochmal neu. Aber bei Band 3 häng ich jetzt auch. Nicht weil er schlecht ist oder so, aber irgendwas fehlt mir. Mir fällt plötzlich auf, dass er zu unausgegoren ist. Die Bösewichter, die sich durch alle 5 bzw. dann 6 Bände ziehen, sind mir zu handzahm und langweilig und gleichzeitig auch zu farblos. Ich meine, sie sind zwar Bösewichter, aber das erkennt man wahrscheinlich nur, wenn ich mit einem großen Pfeil auf sie zeige. Ihnen fehlt irgendwie die Motivation, der Hintergrund.
Wobei mir schlagartig auffällt, dass in allen 5 bisherigen Bänden der Hintergrund fehlt.

Jetzt ist ungefähr der Moment, wo ich die Krise bekomme!

Ich beschließe darum, das die Hexengeschichte mein diesjähriges NaNo-Projekt wird und setze mich hin, um diese ordentlich zu plotten.
Der Anfang sah so aus, dass ich mir als Erstes die Tagline suche, dann die Logline und dann weiter nach Plan vorgehen will. Aber schon bei der Tagline stutze ich. Sie lautet plötzlich und für mich völlig überraschend: Fürchte Dich.
Was denkt Ihr, wenn Ihr sowas auf einem Kinoplakat lest? Ist das ein lustiger Film? Ein romantischer? Ein Film, bei dem man sich entspannt in den Sessel setzt und sein Popcorn knabbert? Oder ist das ein Film, bei dem ständig Popcorn durch die Gegend fliegt, weil man sich erschreckt?
Ich sitze also da und starre diese Tagline an. Könnte es sein, dass mein Unterbewußtsein mir sagen will, dass ich eine düstere Hexengeschichte schreiben soll? Kann ich sowas überhaupt? Will ich das?

Kurs und gut: Ich fürchte mich – und mein Verstand fällt wieder auf bewährte Vermeidungstaktiken zurück, sodass ich jetzt hier sitze, diesen Eintrag mache und gleichzeitig eine düstere Hexengeschichte plane (natürlich nur im Zeitrahmen, den Randy vorgibt. Ich werde die nächsten zwei Wochen also noch was zu tun haben), mich aus Feigheit um den fehlenden Hintergrund für die Sci-Fi Geschichten kümmere und damit den Geschichtenfahrplan für Band 1 und Band 6 entwerfe.
Mit ein wenig Glück sitze ich dann am 31.10.  hier und habe drei fertig geplottete Geschichten und weiß bis zur letzten Sekunde nicht, was ich wirklich schreiben soll.

Das ist NaNo-Feeling, sag ich Euch!

Thema: Logline

Es ist doch immer wieder lustig, wie man sich einbildet schon alles einmal gehört oder gelesen zu haben, oder?
So ging es mir letzte Woche, als ich keinen PC und damit auch keine Möglichkeit hatte, an meinen Geschichten zu arbeiten. Ich bin also mit dem Tablet im Netz unterwegs gewesen und habe verschiedene Artikel gelesen, die ich schon ewig markiert hatte, aber für die mir immer wieder die Zeit fehlte. So unter anderem ein Artikel zum Thema Tagline und Logline.

Falls Ihr nicht wißt, was das beides ist:

  • Tagline     Ist der Satz, der auf dem Kinoplakat direkt unter dem Titel des Films steht. Die Schlagzeile sozusagen
  • Logline     Ist der eine Satz, mit dem das Buch, der Film, die Serie, das Theaterstück, was auch immer, verkauft wird. Er macht neugierig, verrät aber nicht alles, ist so gestaltet, dass man keine Namen oder ähnliches benötigt und trotzdem den Inhalt versteht. Es dürfen max. 25 Wörter sein und man muss die Fragen „Wer ist es, Was will er und Was steht im Weg“ beantworten.

Dem Ganzen folgt im Englischen noch der „Blurb“, also die kurze Zusammenfassung, die man immer wieder auf Amazon gerne liest.

Auf einer meiner Schriftstellerseiten habe ich nachgelesen, dass es Sinn macht die Logline zu verfassen ehe man mit dem Schreiben von dem Buch anfängt (Schade, dass ich das noch nie gehört hatte!). Man kann nämlich mit einer guten Logline jederzeit im Blick behalten, ob man sich mit seinem Inhalt „vergaloppiert“. Macht in meinen Augen Sinn, also wollte ich zum aktuellen Buchprojekt eine Logline erstellen. Konnte schließlich nicht so schwer sein…
Auf der Schriftstellerseite fragte der Autor nach der Tagline, die man seinem jeweiligen Buch geben würde. Noch während die Frage kam, war ich mit der Tagline fertig und der gute Mann schrieb auch prompt, dass er vermutet, dass keiner länger als 10 Sekunden gebraucht hat 😉
Dann allerdings kam die Frage nach der Logline… und mein Gehirn fiel in ein großes, weißes Feld. Absolute Leere. Das unendliche Nichts.
Der Schriftsteller schrieb weiterhin, dass er vermutet, dass keiner der lesenden Autoren für die Logline weniger als 10 Stunden gebraucht hat (immerhin bin ich offenbar nicht allein mit meiner Misere).

Die 10 Stunden sind jetzt aber langsam um und irgendwie bin ich noch nicht viel weiter. Allerdings habe ich inzwischen massenhaft Loglines im Netz gelesen, noch diverse hilfreiche Seiten entdeckt und wenigstens herausgefunden, was nicht gut funktioniert.
Da es sich bei diesem Blog immer noch um einen Schreibblog handelt, teile ich das jetzt mal mit Euch (fühlt Euch hiermit gewarnt!):

Es gibt folgende Varianten:

  1. Um zu ihrer Familie zu gelangen, muss eine entschlossene Wissenschaftlerin gemeinsam mit ihrem undurchschaubaren Feind durchs All fliehen.
    Wer und Was ist gut geklärt, aber irgendwie klingt das, als wenn der Feind wirklich der Feind wäre. Nicht ganz das, was im Buch passiert 😉
  2. Um zu ihrem toten Bruder zu gelangen, befreit eine entschlossene Wissenschaftlerin einen undurchschaubaren Feind und flieht mit ihm durchs All.
    Wer und Was ist da, aber das „Was steht im Weg“ ist verloren gegangen. Außerdem klingt es lahm…
  3. Eine ehrgeizige Wissenschaftlerin auf einem Forschungsschiff im All, riskiert auf dem Weg zu ihrem kleinen Bruder alles in dem sie einen gefährlichen Feind befreit.
    Wer und Was ist da, aber wieder fehlt das „Was steht im Weg“, und ich glaube, das Forschungsschiff ist ein Tick zu ausführlich.
  4. Auf einem angesehenen Forschungsschiff im All befreit eine entschlossene Wissenschaftlerin einen gefährlichen Feind, um mit ihm zu fliehen.
    Ja, ich gebe es zu. Es ist eine Liebesgeschichte, aber ein wenig mehr Handlung ist im Buch schon vorhanden…
  5. Auf der Flucht zu ihrer Familie müssen eine waagemutige Wissenschaftlerin und ihr kriegerischer Feind zusammen arbeiten und sich vertrauen.
    Wieder fehlt das „Wer steht im Weg“. Außerdem klingt der Satz zu mainstream, denke ich.
  6. Eine entschlossene Wissenschaftlerin muss ihrem kriegerischen Feind vertrauen, um ihn zu retten.
    Das dritte Ding fehlt schon wieder. Ansonsten gefällt mir der Satz eigentlich.
  7. Nachdem sie einen Fehler gemacht hat, muss eine ehrgeizige Wissenschaftlerin ihrem tödlichen Feind trauen, um ihn zu retten.
    Und wieder fehlt das Problem. Fehlt es etwa auch im Buch?
  8. Eine entschlossene Wissenschaftlerin muss ihrem tödlichen Feind vertrauen, wenn sie ihn vor ihrem Volk retten und selber zu ihrer Familie zurückkehren will.
    Ich würde sagen, hier fehlt nichts. Sogar mein „Steht im Weg“ ist zumindest angedeutet. Aber Aussagefähig ist der Satz trotzdem nicht oder würde jemand jetzt dieses Buch lesen wollen?
  9. Eine trauernde Wissenschaftlerin muss ihrem tödlichen Feind vertrauen, wenn sie eine größere Katastrophe verhindern will.
    Zu allgemein, aber ein guter Ansatz.
  10. Sie konnte die Grausamkeiten ihrer Freunde nicht verhindern. Jetzt muss eine junge Wissenschaftlerin ihrem tödlichen Feind vertrauen, um ihn in Sicherheit zu bringen.
    Zwei Sätze, aber egal. Irgendwie gefällt mir diese Variante.
  11. Nachdem eine junge Wissenschaftlerin den Tod seiner Freunde nicht verhindert hat, muss sie jetzt ihrem kriegerischen Feind vertrauen, wenn sie wenigstens sein Leben retten will.
    Auch hier ist „Steht im Weg“ angedeutet, aber gleichzeitig kommt noch etwas anderes ins Spiel, nämlich schon ein kleiner Teil des Problems zwischen den beiden Hauptdarstellern: Nicht nur, dass sie befeindet sind, nein, sie hat auch noch nicht verhindert, dass seine Freunde getötet werden. Das muss man erstmal überzeugend rechtfertigen können!

Vielleicht fällt Euch auf, wie sich der Inhalt der potentiellen Loglines wandelt?
Ich habe sie, wie gesagt, in den letzten Stunden geschrieben und offenbar hat sich mit jeder Minute, die ich darüber nachgedacht habe, der Schwerpunkt der Geschichte ein wenig verlagert. Mir sind Dinge aufgefallen, die mir im ersten Moment zur Geschichte einfielen und die mir dann irgendwie nicht passten (z.B. hieß meine Wissenschaftlerin immer entschlossen, ehrgeizig, besonnen etc). Ich hatte plötzlich ein grauhaariges Muttchen vor Augen!
Dann war er immer der undurchschaubare Feind. Das ist er aber gar nicht! Er ist einfach nur stinksauer und möchte Köpfe von Hälsen trennen und zwar egal, welcher Kopf zu welchem Hals gehört.
Das Ziel der Geschichte verschiebt sich auch immer wieder. Ich weiß, dass es um die Reise der Beiden geht, um die Flucht vor ihren und seinen Leuten und schließlich um die Liebesgeschichte ansich. Aber kommt das in irgendeiner dieser Loglines zum Vorschein?
Ich glaube nicht.

Das Buch ist aber zumindest im ersten Entwurf schon geschrieben. Da war Handlung, da war Spannung (denke ich zumindest) und da war definitiv auch die Liebesgeschichte. Warum bekomm ich das also nicht in Worte gefaßt?

Inzwischen habe ich meine Logline allerdings, aber es war ein harter Kampf und für mein nächstes Buch werde ich diesen Satz versuchen ganz am Anfang zu schreiben, als Erstes sozusagen 😉

Habt Ihr Erfahrungen mit Loglines?