Gedanken zum Thema Lesen

sind meistens auch Gedanken zum Thema Schreiben – jedenfalls für mich 🙂

Und weil dies hier ein Schreibblog ist, dachte ich, ich teile mal meine neuesten Gedanken aka Erkenntnisse mit meiner Leserschaft. Ich hoffe, es gefällt Euch.

Kim Leopolds – Love, Kiss, Cliff

Das Buch ist als Blogroman entstanden und hat mich von seiner ganzen Art des Storyaufbaus fasziniert. Dazu muss ich noch erwähnen, dass es, glaube ich, das erste deutschsprachige Buch in diesem Jahr ist, dass ich gelesen habe. Deutsche Sachen zu lesen, ist immer irgendwie anders, wenn man sich erstmal an die Amerikaner mit ihrer Art zu Schreiben gewöhnt hat. Aber das Buch ist sehr locker und leicht und man kann schnell in den Charakter eintauchen.
Ich habe das Buch also gelesen und weil das Wetter schön war, saß ich damit draußen auf der Terasse. Irgendwann kam mir der Gedanke, dass ich mich eincremen sollte, weil die Sonne doch ziemlich gebrannt hat. Der nächste Gedanke war „Die Kapitel sind recht kurz. Wenn das Aktuelle zuende ist, geh ich cremen.“ Das Problem war nur, Kim hat ihr Buch so aufgebaut, dass es eigentlich grundsätzlich mit einem Cliffhanger, einer lustigen Stelle oder einem kleinen Rätsel endet, sodass ich nicht einfach so aufhören konnte (und natürlich einen Sonnenbrand bekommen habe).
Das Ganze hat mich daran erinnert, wie es ist, wenn man Fanfictions schreibt. Ich weiß nicht, ob Ihr mit Fanfictions vertraut seid, aber grundsätzlich sind erfolgreiche Geschichten dieser Art immer so aufgebaut, dass man am Ende eines Teils einen Cliffhanger einbaut, sodass die Leser es kaum erwarten können den nächsten Teil zu lesen. So baut man sich dann seine Fanbase auf.
Als ich nun von FF auf richtige Bücher umgestiegen bin, habe ich mir einige Schreibratgeber besorgt und in denen steht eigentlich grundsätzlich, dass man Bücher nicht aufbauen darf wie die herkömmliche Fanfiction. Es wird von 3- oder 5- (oder in meinem Fall sogar 7-) Akt-Strukturaufbau geredet, von Pinch und Plot turn, von Heldenreisen und was es nicht noch alles gibt. Aber im Endeffekt gefiel mir Kims Buch eigentlich so gut, weil es das alles nicht zu beachten scheint. Sie erzählt ihre Geschichte, macht sie dadurch sehr lebendig und spannend und ich freu mich jetzt schon auf den 2. Band. Ich weiß nicht, ob sie beim Schreiben immer nur an den nächsten Teil gedacht hat oder ob sie einen großen Plan hatte. Herausgekommen ist auf jedenfall ein Buch der besonderen Art und es hat Spaß gemacht zu lesen.
Wenn das mal jemand von meinen Büchern sagt, bin ich komplett zufrieden!

Veronica Roth – Die Bestimmung

Als Bücher dieser Art neu auf dem Buchmarkt waren, gab es einen großen Hype darum. Dieser Hype führt bei mir immer dazu, dass ich mir anfangs interessiert die Buchbeschreibung ansehe und dann, wenn jeder davon schwärmt, beschließe auf den Film zu warten. Mich nervt das übertriebene darüber reden einfach nur (das hat dazu geführt, dass ich „Den Marsianer “ übrigens auch noch nicht gelesen habe).
Als der erste Teil der Bestimmung im Kino kam, war dann der Zug für mich schon wieder komplett abgefahren. Ich habe die Bücher als Young Adult abgestempelt und das ist einfach nichts für mich.
Dann kam der 1. Teil im Fernsehen, ich wollte bügeln und es kam nichts besseres. Ich machte den Film an und war fasziniert. Der Film hat mir sehr gut gefallen. So gut, dass ich mir jetzt die Bücher aus der Bücherei besorgt habe und gerade am Ende von Band 2 bin.
Es sind immer noch Young Adult Bücher und in meinen Augen ist der ganze Hype darum ziemlich übertrieben gewesen, aber sie unterhalten. Ich lese sie sehr gerne und bin gespannt, wie die Reihe beendet werden wird.
Aber beim Lesen ist mir etwas aufgefallen. Ich glaube, die Autorin hat sich noch nicht eine Sekunde mit Schreibratgebern beschäftigt, denn sie tut genau das, was einem dort immer abgeraten wird. Sie sucht sich Klischees und anstatt diese zu vermeiden, benutzt sie sie. Während überall gesagt wird, dass ein Buch nur Erfolg haben wird, wenn es das Unvorhergesehene beinhaltet, haben ihre Bücher Erfolg, weil man quasi auf der ersten Seite weiß, welcher Charakter der Bösewicht ist, welcher am Ende der Held sein wird und das Totgeglaubte selten genau das sind. Ich habe beim Lesen des 1. Teils das Gefühl gehabt, die Autorin hätte eine Strichliste mit Klischees abgearbeitet – und es hat mir trotzdem gut gefallen (oder gerade deswegen???).
Vielleicht sollte man viel öfter mit Klischees arbeiten? Das Vertraute einfach nur in ein anderes Kleid stecken und nicht unbedingt alles neu erfinden?

Fanfiction – Captain America

Ja, ich weiß. Ich kann regelrecht sehen, wie meine geneigte Leserschaft jetzt auf diese Überschrift starrt und sich fragt, was ich damit sagen will. Einige von Euch, die mich schon etwas länger kennen, wissen, dass ich Fanfictions liebe und wenn mich ein Film oder eine Serie interessiert hat, ist mein erster Weg ins Internet und nach gleichdenkenden Irren zu suchen, die Geschichten dazu geschrieben haben.
Ich war schon immer ein Comic Fan und darum kenn ich fast jeden Superhelden, den das Kino oder das Fernsehen zurzeit ausgräbt, noch aus meiner Jugend. Superman und Batman laufen da natürlich jedem den Rang ab, aber ich habe auch die Fantastischen Vier gelesen oder Justice League. Waren im örtlichen Kiosk keine neuen Hefte zu bekommen (weil ich das Neuste erst am Vortag gekauft habe), habe ich in meiner Verzweiflung oftmals auch Comics genommen, die mich sonst nicht so interessiert haben, frei nach dem Motto: Besser als Nichts.
Zu diesen Comics gehörte auch Captain America. Ich weiß, heutzutage nennt man Superman oftmals den großen Pfadfinder, der immer nur alles richtig macht und schrecklich langweilig ist. Das war damals mein Bild von Captain America. Boah, ging der oberkluge Gutmensch mir auf den Geist! Wenn ich so ein Comic gelesen habe, dann war ich wirklich verzweifelt. (ich war oft verzweifelt und ich hatte offenbar zuviel Taschengeld…). Der Einzige, den ich noch schlimmer fand, war Thor. Ich glaube, das ist auch das einzige Comic, das ich nie weiter gelesen habe. Bei Captain America gab es diesen einen Bösewicht, den ich wirklich ziemlich gruselg fand. Ich weiß nicht mal genau, warum. Jeder Superheld hatte schließlich mindestens einen Bösewicht und jeder davon war fies und schlimm und absolut bedrohlich – für einen Comic. Dieser Kerl vom Captain jedoch war mir irgendwie… unheimlich. Wenn ich gesehen habe, dass er auf dem Titelbild ist, habe ich mir das Heft nicht gekauft. Dann schon lieber Bibi Blocksberg oder so *schüttel*
Nun sind die Filme in den Kinos und ich liebe Marvel Verfilmungen. Die Schauspieler sind auch noch ganz ansehnlich und die Witze sind lustig. Ergebnis: Ich habe alle mindestens einmal gesehen. Dann kam der Captain America mit dem Winter Soldier und ich erinnerte mich sofort, dass ich die Comics immer gruselig fand. Aber ich bin inzwischen etwas älter (geringfügig älter *hust*) und darum ging ich ins Kino – und war begeistert. Seien wir ehrlich: Die Bösewichter in den Filmen haben definitiv Charme 🙂
Womit ich jetzt wieder bei den Fanfictions angekommen wäre.
Wenig überraschender Weise gibt es ganz viele davon, in denen den Captain und den Soldier heiße Liebesgeschichten verbindet. DAS ist definitiv noch schrecklicher als die Thor Comics!
Ich liebe gute Gay Romance Geschichten, aber hallo? Irgendwo zieh sogar ich die Grenze.
Nun gut… Gleichzeitig gefiel mir aber der Gedanke, dass es irgendwo eine Fanfiction gibt, in der das Eis am Stil am Ende nicht wieder eingefroren wird. Ich wollte ein Happy End haben, eine Rettung, eine Belohnung für alles durchgemachte.
Ich stieß auf Lovestories mit dem Winter Soldier und Black Widow, was immerhin nicht ganz so schlimm ist wie das Pairing „Stucky“ *schüttel* Dennoch war es auch nicht perfekt. Plötzlich bin ich auf eine Geschichte gestoßen, in der das große „No Go“ der Fanfiction Welt ignoriert wird: Der Autor der Geschichte hat eine Mary Sue erfunden, die schön und klug ist, tapfer und heldenhaft und obendrein noch keine Angst vor dem großen bösen Soldier hat. Kurz und gut: Ich habe eine 30 teilige Fanfiction mit einer Mary Sue gelesen und sie geliebt. Wo eine gute Geschichte ist, müssten doch auch noch andere sein, dachte ich mir, und ich suchte und fand.
Jetzt sitz ich hier zuhause und überdenke gerade mein Leseverhalten der letzten drei Wochen, angefangen von Kim Leopolds unterhaltsamen Roman über die düsteren Bestimmungsbücher bis hin zu den Fanfictions mit einer Mary Sue als Hauptdarstellerin und meine Schreibwelt ist ein klein wenig in ihren Angeln erschüttert. Irgendwie ist all das von dem ich überzeugt war, jetzt nicht mehr das, was richtig zu sein scheint. Man muss sich nicht an bestimmte Regeln halten. Klischees können einem gute Bücher präsentieren und eine Mary Sue, die mir Herz und Verstand geschrieben ist, kann durchaus mit jedem „richtigen“ Hauptdarsteller mithalten.

Vielleicht findet Ihr diesen Beitrag jetzt nicht so überraschend wie ich, aber ich hatte jetzt das Gefühl, dass jedes Buch, dass ich im Monat Mai gelesen habe, mir etwas beibringen wollte und dass finde ich sehr überraschend.

Wie geht es Euch?
Heute schon etwas Neues gelernt?

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Das Ende vom Lied… äh, der Serie über die Serie

Nachdem ich in den vorhergehenden Teilen erzählt habe, wie aus einzelnen Szenenideen durch sorgfältiges zuspätplotten, ganz viel Glück und noch mehr Mogelei meine Geschichtenreihe entstanden ist, präsentiere ich Euch heute mal Bilder 🙂

Alles fing damit an, dass ich zwar nicht bewußt meine Reihe geplant habe, aber das ich mir doch ein, zwei Dinge notiert habe. Anfangs auf kleinen lustigen Schmierzetteln, die ich regelmäßig verlegt habe, was mich wahnsinnig gemacht hat!, dann bin ich dazu übergegangen, alle Ideen und wichtige Dinge in einem kleinen Block festzuhalten. Sobald ich einmal damit angefangen habe, habe ich alles mögliche in den Block eingetragen und schlußendlich lauf ich täglich mit einer noch kleineren Variante davon herum. Es wimmelt bei mir geradezu von Ideensammelblöcken in allen möglichen Größen und Formen, angefangen von billig im 1€-Shop gekauft bis hin zu teuren Moleskins. Dieser Block ist der, in dem ich alles über ANTARES gesammelt habe

Die kleinen farbigen Markierungen am Rand sind mühsamst von mir eingeklebt worden, um Geschichten zu unterteilen. Ihr seht, man kann auch mehrere Sachen in einem Billigblock unterbringen und trotzdem Ordnung haben 🙂

Das mit der Ordnung ist dann allerdings im Zuge der Schreiberei der Monstergeschichte irgendwie flöten gegangen und das nächste Bild zeigt, wie ich mit Hilfe mehrerer Blöcke, Zettel und unglaublichem Chaos versuche die Ideen zusammen zu treiben

Ich glaube, spätestens in dem Moment hätte mir der Gedanke kommen müssen, dass ordentliches Plotten vor dem ersten geschriebenen Wort eine gute Idee gewesen wäre, aber nein, diese Unterlagen stammen aus einer Zeit, als ich gerade dabei war Band 3 zu schreiben. Ich hatte also schon zwei Bücher ohne irgendeine Struktur hinbekommen (dachte ich). Band 3 und 4 wurden ansatzweise geplant, aber auch nur, weil ich langsam mit der Zeitlinie innerhalb der Bücher durcheinander gekommen war. Ich stellte mir ständig Fragen, wie: „Wann ist Held 1 eigentlich abgestürzt, vor oder nach der Friedenskonferenz? (ich brauchte die Info, weil er eigentlich auf besagter Friedenskonferenz hätte sein sollen)“ oder auch schön: Meine Heldin führt ein ausführliches Gespräch mit ihrem Bruder – den ich zwei Bände vorher leider hatte sterben lassen. (Sobald mir das auffiel, funktionierte ich das Gespräch in einen Traum um). Ich begann also zu planen und Band 5 ist der absolute Beweis, dass so etwas eine gute Idee ist.
Den neuen Band 1 habe ich auch geplant und ich hoffe, man merkt das, wenn ich in einigen Wochen mit der Überarbeitung anfange.
Band 2 war nicht strukturiert, ist aber schon einmal editiert und von daher ganz logisch und zusammenhängend. Aber: Ich hatte das Gefühl, etwas fehlt. So schnappte ich mir meine Vorarbeitmodelle (die bei Band 5 hervorragend funktioniert hatten) und versuchte Band 2 in die Schablone zu drücken. Das war ziemlich mühsam, aber offenbar eine geniale Idee, denn ich merkte dadurch, wo es immer noch Schwierigkeiten gab, wo der Verlauf der Geschichte nicht rund war.
Da ich ein Fan von kleinen Klebezetteln (auch Post-its genannt) bin, nahm ich mir einen übrig gebliebenen Zeichenblock und verteilte bunte Klebchen.

Und jetzt wird es für Euch lustig 🙂

Sagt Euch der Name Michael Hauges etwas? Mir sagte er nichts, aber ich bin vor einigen Jahren auf einen Artikel von einer Schriftstellerkonferenz gestossen, in dem er einen Vortrag über das Innere von Charakteren gehalten hat. Es ging darum, was die Ängste einer Person sind, was er glaubt, was andere von ihm oder ihr denken, und warum er wie reagiert. Es ist quasi die Backgroundstory für jede Charakterentwicklung und ich liebe solche Sachen. Also übernahm ich das in Form der rosa Zettel. Die gelben Zettel sind die 7 Punkte von Dan Wells. Ich arbeite gerne mit seiner Struktur und stellte mit einem verblüfften Blick fest, dass Hauge Punkte sich perfekt eingliedern ließen.
Die grünen Zettel entsprechen nun dem Aufbau einer typischen Liebesgeschichte. Kennt jemand Lauren Layne? In meiner vorherigen Monatsbesprechung habe ich sie als Neuentdeckung erwähnt und auch wenn sie New Adult und typische Liebesromane schreibt und kein Sci-Fi, gefiel mir doch der Aufbau ihrer Geschichten. Ich war auf ihrer Homepage stöbern und bin über ihre Tipps und Tricks für Autoren gestolpert, darunter ein regelrechter Steckbrief, wie eine Geschichte ablaufen sollte. Das gefiel mir und ich sah sofort, dass es zu Hauge und Wells und vor allem zu meiner aktuellen Geschichte passte. Ich ordnete es ein und begann auf den blauen Zetteln meine Szenen zu schreiben. Dabei fiel mir auf, wo etwas fehlt, wo etwas zu viel war und wo ich vor allem viel zu viel Background oder Geschwafel drin hatte. Das musste alles raus und da mir die farblichen Post-its ausgegangen waren, schnappte ich mir welche mit einem bräunlichen Rand und schrieb meine to-do während des Edits Liste.

Das ist das Ende meines kleinen Berichts über die Entstehung der Serie.
Ich denke, mir hätte schon vor dem Schreiben diese Post-it Tafel gute Dienste geleistet, aber auch jetzt, wo es eigentlich zu spät ist, verlier ich dadurch beim Editieren nicht aus den Augen, wohin mich die jeweilige Szene eigentlich bringen soll. Das ist quasi die Logline (die ich partout nicht hinbekomme), von der ich mir erhoffe, dass sie das Buch noch in sich stimmiger macht.

Ich weiß, dieser Teil war jetzt wieder viel zu lang. Ich hoffe, Ihr habt es trotzdem bis zum Ende durchgehalten und ich würde mich über Eure Meinungen zum Vorgehen oder eigenen Erfahrungen freuen!

Ein schönes Wochenende!

NaNo 01.11. – Tag 1

Yepp, die Zusammenfassung kommt heute etwas früher als sonst üblich – und sie klingt wahrscheinlich auch nicht so positiv wie sonst am ersten Tag üblich, aber was solls? *seufz*

Ich habe, wie geplant, reingeschrieben. Meine Geschichte lief auch ganz gut. Ich hatte den Vorsatz es dieses Mal „richtig“ zu machen und dem Leser Zeit zu geben, meine Personen als sympathisch zu empfinden. Klingt kompliziert, oder? Der Ratschlag aus diversen Ratgebern war der, dass man nicht innerhalb der ersten Seite Mind-Hopping machen sollte, also nicht ständig die Perspektive wechseln, und das man dem Leser gleich zu Beginn zeigen sollte, wo das Problem liegt, sodass der geneigte Leser auch Interesse daran hat, den Leidensweg des Charas weiter zu verfolgen.
Ein guter Gedanke, fand ich, und setzte das auch prompt um. Meine Heldin, die junge Hexe, wird in einem Krankenhaus vorgestellt, in das sie irgendetwas oder jemand gebracht hat. Ich weiß die Vorgeschichte natürlich, aber der Leser erfährt nur, dass sie Schmerzen hat und erschöpft ist.
Das sah zumindest mein Plan vor. Als Nächstes wollte ich mich um einen meiner Helden kümmern, wobei ich noch immer nicht sicher bin, ob er der gute oder böse Held wird 😉
Das Problem war nur, während die Hexe im Krankenhaus liegt, passiert plötzlich etwas und das Mädel klettert aus dem Bett und untersucht das Mysterium und plötzlich ist der Böse da und spielt mit ihrem Kopf (was jetzt irgendwie anders klingt als eigentlich gemeint ist) und während ich das schreibe, hatte ich das Gefühl, das die mir überhaupt nicht zuhören wollen und sowas finde ich nicht lustig!

Ich flüchtete also ins Bett, schlief aus und schrieb dann erneut. Mit dem Ergebnis, dass mein Bösewicht tatsächlich im Kopf meiner Hexe ganz gewaltigen Unfug anstellt und ich mir gerade nicht sicher bin, wie ich sie aus dem Problem raus holen kann. Aber dazu hätte ich ja heute noch Zeit gehabt…

Das entscheidende Wort lautet: HÄTTE

Ich trödel nämlich gerade, ruhe mich auf 4658 Wörtern aus und bezweifel, dass da heute noch mehr zukommen werden.
Warum?
Weil ich im NaNo-Forum unterwegs war und jetzt genervt und frustriert bin. Über mich selber, wohlgemerkt.

Ihr müsst wissen, meine Hauptbegeisterung am NaNo ist das Forum. Schreiben, egal, ob 50k oder mehr oder weniger, kann ich auch den Rest des Jahres, aber Schreiben mit so vielen Leuten, die alle dasselbe erleben, dieselben Fragen stellen und genauso viel Blödsinn zur Ablenkung machen, geht nur im November. Das macht einfach Spaß!
Tja, letztes Jahr waren wir ein ganzer Haufen, die sich gegenseitig zu Höchstleistungen antrieben. Auch da gab es schon ein kleines Problem, aber das war alles noch zu ertragen.
Dieses Jahr vermiss ich bestimmte bekannte Gesichter und erfahre via Mail, dass ihnen die Stimmung im Forum nicht mehr gefällt und sie darum wegbleiben. Schade, denke ich mir und tummel mich erneut im Forum.
Dann plötzlich stell ich fest, dass liebgewonnene vertraute Threats auf einmal fehlen. Ich frage nach und erfahre, dass die nicht mehr gewünscht werden, aus organisatorischen Gründen. Es gab wohl Anfang Oktober darüber eine Diskussion und darauf hat man sich geeinigt. Nun gut, ich habe von der Diskussion nichts mitbekommen, weil ich diese Diskussionposts selten lese. Ich bin im Forum um Spaß zu haben, nicht um die Welt zu retten 🙂 Insofern war das absolut mein Fehler. Trotzdem war das blöd, dass ich das erst mitbekommen habe, als der Threat, auf den ich mich schon gefreut habe, plötzlich fehlte und nicht mehr erwünscht war. Andere Threats, die ich also total nervig empfinde, werden dagegen weitergeführt. Auch mein persönlicher Fehler. Es muss ja nicht jeder denselben Geschmack haben.

Das Blöde ist nur, der NaNo ist irgendwie eher ein Camp NaNo, wenn es nicht das lustige, unterhaltsame, ablenkende Forum gibt, und in den Camps finde ich diese Kabine-Geschichte schon absolut blöd.
Aber offenbar wird genau das nicht mehr im deutschen Forum gewünscht.
Gut, dachte ich mir, andere Mütter haben auch hübsche Kinder und ich bin ja nicht blöd. Ich schau mir also die Österreicher an. Vorteil ist, sie sprechen Deutsch. Nachteil: Ihr Forum ist irgendwie genauso karg wie ich fürchte, dass das dt. Forum auch werden wird. Jedenfalls auf den ersten Blick (sagt mir ruhig, wenn ich mich irre! Ich schreibe viel und bringe daher ordentliche Wortzahlen mit in die Waage und mein Vorname ist Sissi *hint*) (ja, ich heiße wirklich Sissi! Meine Mutter war in schwangerschaftszeiten in besagtem Kinofilm und irgendwie hoffte sie, aus mir würde mal eine Prinzessin werden… ich überlege jetzt nicht, wie schief diese Überlegung gegangen ist).
Wie gesagt, andere Mütter und schöne Töchter: Ich hüpfe mal kurz ins dänische Forum rüber. Schließlich liegt Dänemark von mir aus fast in Steinwurfweite. Die sprechen dort Englisch, das krieg ich hin, aber leider auch Dänisch und da hapert es bei mir ganz gewaltig.
Und nu? Wohin jetzt?

Ich bin frustriert und suche Anschluss (klingt wie eine Kontaktanzeige, oder?)
Die Schreibwerkstatt fällt mir ein. Ein Forum, dass mir immer mal wieder bei bestimmten Fragestellung empfohlen wird und das recht aktiv ist. Ich nehme also meinen Mut zusammen, gehe auf die Webseite – und erfahre, dass sie ab Dezember in einen verlängerten Urlaub gehen? Für 1,5 Jahre?
Gut, das würde mir den diesjährigen NaNo retten, aber so richtig glücklich macht mich das nicht.

Ich bin noch in der Facebook-Gruppe aktiv, aber die sind irgendwie ernster als das bisherige NaNo-Forum (und das soll auch bitte, bitte, bitte so bleiben!). Wie gesagt, NaNo ist für mich Spaß und eher so etwas wie Ablenkung und Urlaub. Die Facebook-Gruppe dagegen ist professionelles Arbeiten, also kein Ersatz.

Und nun?
Zusammen mit meinen blöden, selbstentscheidenden Helden wirft mich das gerade aus dem NaNo-Fieber. Ich habe keine Lust mehr mein selbstgestecktes Ziel von 7,5 -10k für heute zu erreichen und werde jetzt erstmal einen ausgiebigen Hundespaziergang einlegen. Vielleicht krieg ich mich dann wieder motiviert. Vielleicht auch nicht.

Blöder Start!

Insgesamt geschriebene Worte: 4658

Form: Deprimiert, frustriert, unwillig

Thema: Logline

Es ist doch immer wieder lustig, wie man sich einbildet schon alles einmal gehört oder gelesen zu haben, oder?
So ging es mir letzte Woche, als ich keinen PC und damit auch keine Möglichkeit hatte, an meinen Geschichten zu arbeiten. Ich bin also mit dem Tablet im Netz unterwegs gewesen und habe verschiedene Artikel gelesen, die ich schon ewig markiert hatte, aber für die mir immer wieder die Zeit fehlte. So unter anderem ein Artikel zum Thema Tagline und Logline.

Falls Ihr nicht wißt, was das beides ist:

  • Tagline     Ist der Satz, der auf dem Kinoplakat direkt unter dem Titel des Films steht. Die Schlagzeile sozusagen
  • Logline     Ist der eine Satz, mit dem das Buch, der Film, die Serie, das Theaterstück, was auch immer, verkauft wird. Er macht neugierig, verrät aber nicht alles, ist so gestaltet, dass man keine Namen oder ähnliches benötigt und trotzdem den Inhalt versteht. Es dürfen max. 25 Wörter sein und man muss die Fragen „Wer ist es, Was will er und Was steht im Weg“ beantworten.

Dem Ganzen folgt im Englischen noch der „Blurb“, also die kurze Zusammenfassung, die man immer wieder auf Amazon gerne liest.

Auf einer meiner Schriftstellerseiten habe ich nachgelesen, dass es Sinn macht die Logline zu verfassen ehe man mit dem Schreiben von dem Buch anfängt (Schade, dass ich das noch nie gehört hatte!). Man kann nämlich mit einer guten Logline jederzeit im Blick behalten, ob man sich mit seinem Inhalt „vergaloppiert“. Macht in meinen Augen Sinn, also wollte ich zum aktuellen Buchprojekt eine Logline erstellen. Konnte schließlich nicht so schwer sein…
Auf der Schriftstellerseite fragte der Autor nach der Tagline, die man seinem jeweiligen Buch geben würde. Noch während die Frage kam, war ich mit der Tagline fertig und der gute Mann schrieb auch prompt, dass er vermutet, dass keiner länger als 10 Sekunden gebraucht hat 😉
Dann allerdings kam die Frage nach der Logline… und mein Gehirn fiel in ein großes, weißes Feld. Absolute Leere. Das unendliche Nichts.
Der Schriftsteller schrieb weiterhin, dass er vermutet, dass keiner der lesenden Autoren für die Logline weniger als 10 Stunden gebraucht hat (immerhin bin ich offenbar nicht allein mit meiner Misere).

Die 10 Stunden sind jetzt aber langsam um und irgendwie bin ich noch nicht viel weiter. Allerdings habe ich inzwischen massenhaft Loglines im Netz gelesen, noch diverse hilfreiche Seiten entdeckt und wenigstens herausgefunden, was nicht gut funktioniert.
Da es sich bei diesem Blog immer noch um einen Schreibblog handelt, teile ich das jetzt mal mit Euch (fühlt Euch hiermit gewarnt!):

Es gibt folgende Varianten:

  1. Um zu ihrer Familie zu gelangen, muss eine entschlossene Wissenschaftlerin gemeinsam mit ihrem undurchschaubaren Feind durchs All fliehen.
    Wer und Was ist gut geklärt, aber irgendwie klingt das, als wenn der Feind wirklich der Feind wäre. Nicht ganz das, was im Buch passiert 😉
  2. Um zu ihrem toten Bruder zu gelangen, befreit eine entschlossene Wissenschaftlerin einen undurchschaubaren Feind und flieht mit ihm durchs All.
    Wer und Was ist da, aber das „Was steht im Weg“ ist verloren gegangen. Außerdem klingt es lahm…
  3. Eine ehrgeizige Wissenschaftlerin auf einem Forschungsschiff im All, riskiert auf dem Weg zu ihrem kleinen Bruder alles in dem sie einen gefährlichen Feind befreit.
    Wer und Was ist da, aber wieder fehlt das „Was steht im Weg“, und ich glaube, das Forschungsschiff ist ein Tick zu ausführlich.
  4. Auf einem angesehenen Forschungsschiff im All befreit eine entschlossene Wissenschaftlerin einen gefährlichen Feind, um mit ihm zu fliehen.
    Ja, ich gebe es zu. Es ist eine Liebesgeschichte, aber ein wenig mehr Handlung ist im Buch schon vorhanden…
  5. Auf der Flucht zu ihrer Familie müssen eine waagemutige Wissenschaftlerin und ihr kriegerischer Feind zusammen arbeiten und sich vertrauen.
    Wieder fehlt das „Wer steht im Weg“. Außerdem klingt der Satz zu mainstream, denke ich.
  6. Eine entschlossene Wissenschaftlerin muss ihrem kriegerischen Feind vertrauen, um ihn zu retten.
    Das dritte Ding fehlt schon wieder. Ansonsten gefällt mir der Satz eigentlich.
  7. Nachdem sie einen Fehler gemacht hat, muss eine ehrgeizige Wissenschaftlerin ihrem tödlichen Feind trauen, um ihn zu retten.
    Und wieder fehlt das Problem. Fehlt es etwa auch im Buch?
  8. Eine entschlossene Wissenschaftlerin muss ihrem tödlichen Feind vertrauen, wenn sie ihn vor ihrem Volk retten und selber zu ihrer Familie zurückkehren will.
    Ich würde sagen, hier fehlt nichts. Sogar mein „Steht im Weg“ ist zumindest angedeutet. Aber Aussagefähig ist der Satz trotzdem nicht oder würde jemand jetzt dieses Buch lesen wollen?
  9. Eine trauernde Wissenschaftlerin muss ihrem tödlichen Feind vertrauen, wenn sie eine größere Katastrophe verhindern will.
    Zu allgemein, aber ein guter Ansatz.
  10. Sie konnte die Grausamkeiten ihrer Freunde nicht verhindern. Jetzt muss eine junge Wissenschaftlerin ihrem tödlichen Feind vertrauen, um ihn in Sicherheit zu bringen.
    Zwei Sätze, aber egal. Irgendwie gefällt mir diese Variante.
  11. Nachdem eine junge Wissenschaftlerin den Tod seiner Freunde nicht verhindert hat, muss sie jetzt ihrem kriegerischen Feind vertrauen, wenn sie wenigstens sein Leben retten will.
    Auch hier ist „Steht im Weg“ angedeutet, aber gleichzeitig kommt noch etwas anderes ins Spiel, nämlich schon ein kleiner Teil des Problems zwischen den beiden Hauptdarstellern: Nicht nur, dass sie befeindet sind, nein, sie hat auch noch nicht verhindert, dass seine Freunde getötet werden. Das muss man erstmal überzeugend rechtfertigen können!

Vielleicht fällt Euch auf, wie sich der Inhalt der potentiellen Loglines wandelt?
Ich habe sie, wie gesagt, in den letzten Stunden geschrieben und offenbar hat sich mit jeder Minute, die ich darüber nachgedacht habe, der Schwerpunkt der Geschichte ein wenig verlagert. Mir sind Dinge aufgefallen, die mir im ersten Moment zur Geschichte einfielen und die mir dann irgendwie nicht passten (z.B. hieß meine Wissenschaftlerin immer entschlossen, ehrgeizig, besonnen etc). Ich hatte plötzlich ein grauhaariges Muttchen vor Augen!
Dann war er immer der undurchschaubare Feind. Das ist er aber gar nicht! Er ist einfach nur stinksauer und möchte Köpfe von Hälsen trennen und zwar egal, welcher Kopf zu welchem Hals gehört.
Das Ziel der Geschichte verschiebt sich auch immer wieder. Ich weiß, dass es um die Reise der Beiden geht, um die Flucht vor ihren und seinen Leuten und schließlich um die Liebesgeschichte ansich. Aber kommt das in irgendeiner dieser Loglines zum Vorschein?
Ich glaube nicht.

Das Buch ist aber zumindest im ersten Entwurf schon geschrieben. Da war Handlung, da war Spannung (denke ich zumindest) und da war definitiv auch die Liebesgeschichte. Warum bekomm ich das also nicht in Worte gefaßt?

Inzwischen habe ich meine Logline allerdings, aber es war ein harter Kampf und für mein nächstes Buch werde ich diesen Satz versuchen ganz am Anfang zu schreiben, als Erstes sozusagen 😉

Habt Ihr Erfahrungen mit Loglines?

August Rückblick

Dieses Mal hat es etwas länger gedauert bis ich zu diesem Rückblick kam, was aber nicht meine Schuld, sondern die des vermaledeiten Computers war.
Ich hatte ja von meinem in die Ewigkeit gegangenen PC berichtet und dann auch stolz und super glücklich vom Neukauf eines anderen PC… Tja, und dann 10 Tage später durfte ich diesen wieder ins Geschäft zurückbringen. Die Tastatur „harkte“ gerne mal und je nachdem wieviel ich schrieb, umso stärker verschwanden Buchstaben, die ich zwar eindeutig gedrückt hatte, die aber irgendwie nicht registriert wurden. Für mich als Viel- und vor allem Schnellschreiberin eine komplette Katastrophe!
Beim frustrierten Surfen im Netz bin ich dann noch auf die kleine Tatsache gestossen, dass es wohl kein Anrecht auf einen PC Umtausch gibt und dass das reine Kulanz des Händlers ist. Insofern bin ich sehr frustriert und mutlos zum Media Markt gefahren, habe dort mein Problem geschildert und der Laptop wurde mir problemlos mit den Worten „Wollen Sie sich im Markt einen Neuen aussuchen oder Ihr Geld zurück?“ abgenommen.
Mein alter, jetzt toter PC war ein HP. Der zurückgebrachte war ein Lenovo gewesen. Jetzt sitze ich wieder vor einem HP und bin ziemlich zufrieden damit. Der Lenovo hat mich gereizt, aber wenn ich mir im Nachhinein die Kritiken im Netz ansehe, graust es mich – und nein, die Kritiken für den HP habe ich mir bisher nicht angesehen. Ich war 4 Jahre lang mit meinem sehr zufrieden. Das werde ich jetzt auch wieder sein 😉

So, was gibt es denn jetzt im Rückblick noch über den August zu berichten?
Wie schon im vorherigen Eintrag erwähnt, hatte ich Urlaub und demzufolge war ich hochmotiviert mit dem 2. Teil meiner ANTARES-Reihe anzufangen. Das ist eine der Geschichten, die ich wirklich liebe und insofern hoffte ich, dass ich mit dem Editieren bis September fertig sein würde.

Weit gefehlt, meine Freunde!

Ich war pünktlich zum Urlaubsende, nach gut 10 Tagen Editieren, mit der Geschichte fertig!!!
Ich habe ein paar neue Szenen eingefügt, andere gestrichen und im Großen und Ganzen das gute Stück ein wenig runder gemacht. Ich bin ziemlich zufrieden mit mir 😉

Mein Plan sah sogar so aus, dass ich gleich danach mit dem 3. Teil anfangen wollte, da ich mich inzwischen entschlossen hatte, den katastrophalen 1. Teil komplett zu streichen und ihn dieses Jahr im November neu zu schreiben. Mein sterbender PC hat dem Plan einen abrupten Stop zugemutet, aber heute geht es dann wieder los (sobald dieser Beitrag geschrieben ist).

Durch den fehlenden PC habe ich also viel Zeit zum gedanklichen Überarbeiten und vor allem zum Zeichnen gehabt. Leider sind meine Lesezeichen irgendwie in dieser Phase verloren gegangen und so werde ich wohl nichts zum Pink Saturday beitragen *seufz*, aber da meine Freundin zurzeit sehr viel Pech hat, weiß ich auch noch nicht, ob sie nicht evtl. selber ihren diesjährigen Beitrag dazu streicht. Es ist also schade, aber es gibt schlimmeres.

Gelesen habe ich u.a. „You are never weird on the internet“ von Felicia Day. Ich kenne die Schauspielerin aus Serien wie Buffy und Supernatural. Dort hat sie jedesmal die etwas lustige, ungewöhnliche junge Frau gespielt und so habe ich (gerade bei dem Buchtitel) auch ein Buch in dieser Art erwartet. Ich hatte Recht damit, schließlich ist schon allein die Tatsache, dass eine knapp 30jährige Frau ihre Memoiren schreibt ungewöhnlich, oder? Womit ich aber nicht gerechnet habe, ist, dass das Buch mich selbst direkt angesprochen hat!
Auf dem ersten Blick habe Felicia und ich nicht viel gemeinsam und doch konnte ich erstaunliche Paralleln entdecken und so gefiel mir das Buch richtig gut. Aus Memoiren wurde plötzlich eine Art Ratgeber Buch gemischt mit etwas Selbsthilfe. Das Ganze ist noch sehr komisch geschrieben und so kann ich das Buch mit gutem Gewissen weiterempfehlen, vor allem auch, weil es jedem, der etwas Kreatives machen möchte, Mut macht, es zu versuchen. Braucht Ihr also in dieser Richtung einen kleinen Schupser, gönnt Euch das Buch!

Mein TV-Serien Konsum ist ebenfalls Editierungs- und Computerbedingt sehr knapp ausgefallen. Ich habe ein paar vielversprechende Pilotfilme für Serien gesehen, aber die starten alle erst im Oktober.

Allerdings kann ich zum Thema Sport etwas Positives vorweisen!
Ich bin in den letzten vier Wochen jede Woche mindestens 2, meistens sogar 3mal Laufen gewesen!!!
Dazu noch Yoga und etwas anderer Sport und ich hätte erwartet, dass meine Waage mich ein wenig netter begrüßt, aber nein, das dämliche Stück zeigt mir immer noch viel zu viel an. (Ja, ich weiß, Muskeln sind schwerer als Fett, aber trotzdem… die Dinger sollen doch auch mehr verbrennen, also warum werde ich nicht leichter? *schmoll*)

Pläne für den September?

  • Editieren von Band 3
  • Gedanken machen für Band 1 (und eventuell auch Band 6 *hust)
  • Editieren von Band 2 (lag jetzt wieder eine Weile, noch einmal drüber gehen, dann kann es endlich an den quengelnden Beta)
  • Editieren von meinem Weihnachtsbuch
  • Schreiben von neuen Geschichten für das Weihnachtsbuch
  • Mein Sportpensum beibehalten!

Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende!

Pinterest – Braucht „frau“ das?

Wie Euch nicht entgangen sein dürfte 😉 editier ich zurzeit fleissig und immer, wenn ich mich davor drücken will oder irgenwie nicht weiterkomme, ich aber trotzdem am Werk arbeiten will, bastel ich ein potentielles Cover für die Geschichte. Es geht mir dabei gar nicht darum, dass ich das Buch wirklich für den Verkauf plane (da schwank ich schlimmer als ein Blatt im Herbststurm), sondern einfach um den kreativen Prozess. Ich überlege, was ich gerne auf dem Titelbild hätte, was den Kern der jeweiligen Story ausmacht und so bin ich dann zwar nicht am Schreiben/Editieren, aber irgendwie doch.

Diese Bilder zu den Geschichten habe ich ab und zu hier schon gepostet. Einfach aus Spaß an der Freud, wie man so schön sagt. Ich teile eben gern 😉 Außerdem benutze ich das jeweilige Bild auch gerne als Hintergrund für meine Desktop.
Mehr habe ich mit den Bildern aber noch nie gemacht.

Gleichzeitig bin ich in den sozialen Medien aktiv. Vielleicht nicht so aktiv wie so manch ein anderer, aber eben so gut es geht. Ich habe einen Facebook-, Twitter-, Instagram-, Tumblr- und Pinterest-Account und um eben jenen geht es in diesem Post (hättet Ihr nach der Überschrift nie erwartet, oder?).
Ich nutze diese Seiten für verschiedene Zwecke. Facebook ist mein Spielseite, wo ich gleichzeitig Mitglied in faszinierenden Gruppen bin (Writers Inn, Scrivener, um nur zwei zu nennen). Über Twitter unterhalt ich mich gerne, wenn es mal schnell gehen soll und ich stolpere da oftmals über interessante kleine Artikel, die andere retweetet haben. Instagram nutze ich eher sporadisch, um meine Zentangle zu präsentieren oder die schönste Blüte meiner kümmerlichen Hortensie. Auf Tumblr bin ich gefühlt 14 Jahre alt und im absoluten Fangirl-Modus. Ich adde sämtliche TV Serien, die ich mag und wenn ich mal Zeit habe, schwelge ich in Fanmade Musikvideos oder Gifs oder Fanfictions oder… oder… oder… Pinterest dagegen nutze ich, um Kochrezepte, lustige Sprüche oder Yogaübungen zu speichern.

Das ist so im Großen und Ganzen mein Internetleben, und dann stoß ich auf diesen Artikel, den Madita Kohrt auf Twitter retweetet hat 😉 und bin im ersten Moment überrascht.
Im Artikel empfiehlt die Autorin anderen Autoren Pinterest zu nutzen. Sie erklärt auch, warum sie die Seite für Autoren so nützlich hält. Dazu gibt sie noch Beispiele, was man für Pinnwände einrichten sollte.

Ich habe schon einige solcher Social Media Tipps gelesen und mich bei vielen immer wieder gefragt, was das für Autoren sind, die neben einem Vollzeitjob, einer Familie, dem eigentlichen Schreiben, dem Editieren, auch noch Zeit haben, um nicht nur Werbung für ihre Bücher zu machen, sondern auch noch Dutzenden von Internetseiten täglich abzugrasen. Da wird darüber berichtet, wie wichtig es ist sich sozial zu vernetzen. Gegenseitige Blogbesuche werden empfohlen, ebenso wie eine deutliche Präsenz auf bestimmten Buchseiten.
Und jetzt auch noch das Anlegen von solchen Pinnwänden???

Versteht mich nicht falsch!
Ich habe den Beitrag gelesen und es hat mich sofort in den Fingern gejuckt. Natürlich habe ich bestimmte Vorstellungen, wie meine Charas und ihre Umgebung aussieht. Ich habe schon die Cover gebastelt, es wäre mir ein Leichtes jetzt noch stimmige Bilder zu einzelnen Szenen zu basteln, die vielleicht potentielle Leser neugierig machen. Es würde mir sogar Spaß machen! *vermerkt den Gedanken für abends, wenn sie Zeit hat*

Aber wann bitte sehr, soll man das noch alles schaffen?
Sind Energy Drinks nur für Autoren erfunden worden? (Beantwortet diese Frage jetzt bitte nicht!)
Wenn ich Urlaub habe, schaffe ich einiges (oder gar nichts… kommt auf meine Planung an), aber innerhalb der Arbeitszeit noch so etwas zu machen?
Klaut einem das nicht wertvolle Schreibzeit?
Ist das nicht unnütze Spielerei?
Geht wirklich jemand auf Pinterest um sich das mögliche Setting des nächsten Romans von Autor XY anzusehen?

Ich muss gestehen, ich bin einerseits komplett in Versuchung mich sofort hinzusetzen und passende Sachen zu basteln und andererseits habe ich das Gefühl meine innere 14jährige ist gerade so glücklich auf Tumblr, warum sollte ich sie jetzt umquartieren?

Wie seht Ihr das?

Ich bin auf Eure Meinung gespannt!

30 Tage Schreiben Meme – Tag 3

3. Beschreibe deine Perspektive und den Schreibstil, den du nutzt

 

Früher habe ich alle meine Geschichten immer nur aus der Sicht eines Hauptdarstellers geschrieben. Mir ist nicht mal klar gewesen, dass das die Geschichten etwas langweiliger macht, weil dem Leser der Einblick in die Gedankenwelt des Bösewichts fehlt 😉  (Josh Lanyon nannte diese Perspektive Third Person Limited hier)
Irgendwann habe ich dann allerdings gemerkt (ich glaube, das war nach dem 1000 Liebesroman), dass es interessanter ist, wenn man zumindest zwei oder drei Perspektiven in einem Buch hat, aber irgendwie fiel mir die Umsetzung dieser Bemerkung sehr schwer.
Bei dieser jetzigen Geschichte bin ich da sogar schon so weit gekommen, dass meine Perspektiven innerhalb von einem Absatz ändern können! *lol* (Josh Lanyon nannte das Third Person Omniscient hier).

Mein Schreibstil? So wie immer. Ich wüßte nicht mal, dass man seinen persönlichen Schreibstil ändern kann. Kann man das? Bin verwirrt!