Tinkas NaNo Fragen Teil 5 – Abschluß NaNo 2016

Hallo Ihr Lieben,

Tinka hat mal wieder gefragt und ich antworte sehr gerne 🙂

nano-fragen

1. So, die Halbzeit ist rum, jetzt heißt es nochmal Gas geben und die Kraftreserven für die zweite Hälfte mobilisieren. Wie läuft es gerade bei dir?
Ich habe heute das letzte Wort unter der Geschichte geschrieben, bin auf die Webseite gegangen und wollte meine Zahl eingeben und habe gesehen, dass man schon validieren kann. Ergebnis: Ich habe mein „Winner“ bekommen (mit 500 Wörtern mehr als ich gezählt hatte… sehr merkwürdig!) und insofern muss ich kein Gas mehr geben. Was gut ist, da ich morgen für 8 Tage auf Fortbildung fahre und dann kaum zum Schreiben kommen werde.

2. Was ist dein Lieblingszitat aus deiner Geschichte?
Ich habe keines. Die ganze Geschichte ist nicht so geworden, wie ich wollte. Das heißt, das stimmt nicht. Ich wollte zum ersten Mal innerhalb des NaNos fertig werden und dabei eine (für mich) Kurzgeschichte schreiben und das habe ich auch geschafft, aber irgendwie war das nur noch ein Abtippen von Wörtern und nichts besonderes mehr.

3. Hast du zwischenzeitlich schon daran gedacht, aufzugeben? Warum?
Mehr als einmal. Aber „Aufgeben ist keine Alternative“.
Damit ich einen NaNo vorzeitig abbreche, muss schon schlimmeres passieren.

4. Wer ist dein Vorbild, wenn es ums Schreiben geht und warum?
Früher einmal war das Marion Zimmer Bradley. Ich habe jedes einzelne ihrer Bücher geliebt und verehrt. Und dann habe ich die ganzen unschönen Geschichten über sie gehört und das hat sie vom Heldenthron wieder runtergeholt. Darum habe ich kein richtiges Vorbild mehr. Eigentlich ist jede Autorin und jeder Autor, der es schafft gut Bücher zu schreiben und Leser zu verzaubern mein Vorbild.

5. Wohin würden dein Protagonist und dein Antagonist bei einem Date gehen und was machen sie dort?
Oh, sie hatten ihr Date *kicher* Inmitten einer Burg, umringt von Feinden (jeder von ihnen hatte seine Gefolgschaft dabei), hockten sie vor einem Kaminfeuer und haben das Ende der Welt geplant. Wenn das kein denkwürdiges Date war, weiß ich auch nicht 🙂

Mood-Frage: wie motiviert bist du auf einer Skala von 1-10?
Null.
Ich bin sowas von dankbar, dass ich den NaNo für dieses Jahr beenden kann und dass ich die Geschichte danach wahrscheinlich nie wieder ansehen werde. Wenn es im Januar also heißt „Kommt ihr alle zum Editieren ins Camp?“, werde ich mich entspannt zurücklehnen und ein entschiedenes „Auf keinen Fall unter keinen Umständen“ in die Runde brüllen.
Ich schätze, damit habe ich so gut wie alles mögliche an NaNo-Feeling in den letzten Jahren erlebt, oder?

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NaNoWriMo 2016 – Fragen Teil 4

Wieder hat die liebe Tinka uns mit Fragen „überhäuft“ und wieder kann ich mich nicht weigern, diese zu beantworten 😀

nano-fragen

1. Das erste Drittel ist um. Wie läuft’s mit dem Schreiben?
Mir geht es ähnlich wie Tinka. Irgendwie fehlt in diesem Jahr das NaNo-Feeling, auch wenn sich das Leben alle Mühe gibt, traditionelle Hindernisse wie wichtige Termine und Erkältungen, in den Weg zu stellen. Irgendwie schreib ich drumrum und bin froh, wenn ich mein „Muss“-Ziel erreicht habe und den Stift fallen lassen kann. Ich weiß nicht, woran es liegt.

2. Was würde dein Antagonist dir bei einer Tasse Tee erzählen?
„Stell dich nicht so an! Mir geht es viel schlechter!“ (Er ist ein sehr einsilbiger Typ)

3. Wie sieht dein idealer Schreibort aus?
Ich würde mir vielleicht Tinkas Leuchtturm teilen oder ein Cottage irgendwo an der schottischen Küste. Es muss ganz oft dunkel sein. Um das Haus darf ein fieses Windchen pusten und der Tee muss heiß noch richtig gut schmecken. Auf keinen Fall irgendwo im Sommer und am Strand.

4. Was ist bisher dein größtes Problem beim Schreiben gewesen? Wie hast du es gelöst?
Die Zeitfrage. Am Wochenende neige ich dazu, zu bummeln und dann schaff ich sowieso nicht so viel. In der Woche ist noch so viel anderes zu tun und dann bin ich plötzlich müde und „muss“ noch schreiben. Wenn ich dann an einer sogenannten Übergangsszene schreibe, ist das tödlich. Ich habe mich jetzt also für diesen NaNo hingesetzt und quasi eine Kurzgeschichte geplant. Da darf man sich keine Füller oder Übergangsszenen leisten. Funktioniert im Moment ganz gut.

5. Wen kannst du aus deiner Geschichte gar nicht leiden? Warum?
Ich habe da eine Nebenperson… Meine beiden Helden suchen bei ihm Unterschlupf, als sie von den Bösen verfolgt werden. Er ist auf den ersten Blick nett und freundlich und erst jetzt gerade kommt so ein klein wenig raus, dass er eigentlich zu den Bösen hält. Das war ursprünglich nicht so geplant! Ich weiß nicht, warum mir dieser Typ so unsympathisch geworden ist, aber jetzt lass ich ihn quasi über die Klinge hüpfen, weil er mich nervt 🙂

Mood-Frage: Wie motiviert bist du auf einer Skala von 1-10?
Hm… meine Feuer-und-Flamme-Begeisterung von letztem Mal ist definitiv verflogen. Aber ich bin auch nicht komplett unmotiviert. Ich weiß nicht, was mir fehlt. Vielleicht ist der Stress vor dem November zu viel gewesen, sodass ich eigentlich einen Monat „Schlafpause“ benötigt hätte? (Kein schriftstellerischer Stress (leider), sondern arbeitsstress im Gelderwerbjob). Vielleicht ist es auch einfach das ganze Jahr 2016, das in meinen Augen nicht gerade Belobigungssterne verdient hat und gerne jetzt schon weg kann 😦
Maximal 2 – 3, würde ich darum sagen.

Nächste Woche ist der NaNo schon fast wieder vorbei, jedenfalls plane ich dann die 50 k geknackt zu haben. Da ich in der Woche ab 21.11. zur Fortbildung muss (mit anschließender Prüfung), geh ich nicht davon aus, dass ich dann noch viel mehr schaffe.

Ein sehr eigenartiger NaNo!

NaNoWriMo 2016 – Erster Zwischenbericht

Wie schon angekündigt, habe ich bisher nicht viel zum diesjährigen NaNo hier geschrieben. Aber die liebe Tinka Beere hat Fragen zum NaNo gepostet und da dachte ich, das paßt gut hierher 🙂

nano-fragen

1. Nach den ersten paar Tagen solltest du jetzt schon deinem Protagonisten begegnet sein. Magst du ihn? Warum?
Ich habe meine beiden Protas schon getroffen 🙂 und ich mag sie beide. Er ist ein typischer Alpha-Hero. Er soll jemanden helfen, den er nicht mag und tut das nur, um einem Freund einen Gefallen zu tun. Im Ergebnis knurrt er ständig rum und ist mehr als unfreundlich, aber irgendwie auch sympathisch. Ich als Autorin und später auch der Leser kann sehen, warum er sich verhält, wie er es tut, gleichzeitig kann seine Umgebung das nicht und das macht irgendwie Spaß zu schreiben.
Meine Heldin ist mir auch sehr gut gelungen, was vielleicht daran liegen kann, dass ich noch nicht so richtig weiß, ob sie am Ende der Geschichte „gut“ oder „böse“ sein wird. Sie hat auf jedenfall sehr nette Charakterzüge und Eigenheiten.

2. Zu welcher Tageszeit kannst du am besten schreiben und hat sich durch den NaNo daran etwas geändert?
Das ist unterschiedlich. Ich weigere mich während der Woche eine Stunde früher aufzustehen, um vor der Arbeit noch zu schreiben. Sorry. 5 Uhr Aufstehen reicht. 4 Uhr ist definitiv nicht drin. Insofern schreib ich wochentags abends nach der Arbeit und das klappt auch ganz gut.
Am Wochenende dagegen ist meistens soviel geplant, dass ich Angst habe, überhaupt nicht zum Schreiben zu kommen und darum stell ich mir den Wecker gnadenlos auf eine Zeit, sodass ich 7 Stunden Schlaf bekommen habe und steh dann auch auf. Normalerweise sorgt das für Ruhe beim Schreiben und das genieße ich (außer heute, da prokrastiniere ich seit 8 Uhr…)

3. Was brauchst du auf jeden Fall, um jeden Tag zu schreiben?
Das Gefühl „Zeit zu haben“. Nichts ist schlimmer, als wenn ich immer im Hinterkopf habe, dass ich noch Dinge erledigen muss oder dass ich nur schnell 1000 Wörter schreiben muss, ehe ich etwas anderes tue. Das kann ich gar nicht haben!

4. Wie lautet die verrückteste Richtung, in der du deine Geschichte weiterschreiben könntest? Und würdest du sie tatsächlich so weiterschreiben?
Die verrückteste Richtung wäre eindeutig, dass meine Antagonisten gewinnen. Ich zweifel im Moment noch, ob meine Hauptdarstellerin nun eine gute oder böse Hexe sein wird (theoretisch habe ich knapp 1/4 der Geschichte geschrieben und kann noch zweifeln…), aber sie wird auf jedenfall gewinnen. Darum werde ich das wohl kaum schreiben.

5. *Welche fünf Dinge nimmt dein Protagonist mit in den Urlaub?
Urlaub kennen meine Helden beide nicht. Ich bin darum gerade ein wenig überfragt und versuche mir vorzustellen, was jeder von ihnen in seiner Freizeit am Liebsten tut – und scheitere dabei!
Die Geschichte spielt in so etwas ähnlichem wie unserem Mittelalter. Hatten die da überhaupt sowas wie Urlaub oder Freizeit? Ich glaube nicht so richtig. Darum denke ich, dass mein Held es schon als Positiv empfinden würde, wenn er mal einen Abend mit Freunden am Feuer verbringen könnte – ohne von irgendjemanden angegriffen zu werden. Und meine Heldin würde sich sicherlich über mehr Zeit freuen, ihre eigene Kraft zu erforschen, anstatt immer durch Zufall über neue Dinge zu stolpern.

Mood-Frage: Wie motiviert bist du auf einer Skala von 1-10?
Nachdem ich auf die letzte Fragerunde mit einer Mischung aus 0 und 10 geantwortet habe (glaube ich), kann ich jetzt eine glatte 5 verbuchen. Wenn ich einmal angefangen habe, fasziniert mich die Geschichte. Ich bin über meine neue Technik (Kurzgeschichte *kicher*) begeistert und ich mag die schnellere Entwicklung von allem. Aber mich hinzusetzen und zu schreiben, fällt mir irgendwie schwerer als alle Jahre vorher. Ich trödel mehr herum und finde andere Dinge, die wichtiger sind. Keine Ahnung, warum.

NaNoWriMo 2016

Hallöchen,

es gibt mich noch!

Und ja, ich mache natürlich auch wieder beim NaNo mit 🙂
Dieses Mal aber wohl kaum im NaNo-Forum (außer, wenn es um Treffen geht. Da bin ich vielleicht/wahrscheinlich/mit Glück dabei) und ich werde dieses Mal auch keine großen, täglichen Berichte schreiben.

Fest steht:
Ich schreibe ein komplett neues Projekt.
Ich habe meine übliche Routine befolgt und mir bis zum fast letzten Moment keine großen Gedanken gemacht: Es standen zwei potentielle Geschichten zur Auswahl und eine davon wollte ich schreiben. Dann habe ich gestern Abend gemerkt, dass ich immer viel zu viel schreibe und auch wenn ich meine langen Geschichten selber sehr liebe, will ich es dieses Jahr anders machen.
Das Ergebnis ist, dass ich mir eine Kurzgeschichte einer bekannten Autorin geschnappt und kritisch betrachtet habe. Ich konnte die üblichen Punkte (Hook, Pinch Points, Turning Points, Midpoint, Revolution) sofort erkennen und habe mir aufgeschrieben, auf welcher Seite sie wo in der Geschichte sind. Ihre Geschichte hat knapp 100 Seiten gehabt. Meiner Rechnung nach macht das ca. 50k Wörter (korrigiert mich, sollte ich mich irren). Als Nächstes habe ich mir meinen Geschichtenplot angesehen, beschlossen, dass der keinesfalls unter 300k zu schaffen ist und den Plot in die Schublade gesteckt. Jetzt zurzeit sitz ich also hier und entwerfe eine Art „Kurzgeschichte“ (für meine Verhältnisse), die gleichzeitig so etwas wie der Hintergrund für den eigentlichen 300k Plot ist. Wenn also alles gut geht, habe ich dieses Jahr tatsächlich mal ein Buch von Anfang bis Ende im November geschrieben 🙂
Das Entwerfen des Hintergrundwissens macht mir tierisch viel Spaß und ich bin auf jeden Fall gespannt, was mich im November erwarten wird!
Ach, ja, und das Thema lautet (passend zum heutigen Halloween): HEXEN

Ich hoffe, Euer November verläuft auch so spannend wie meiner!

Guter Wein muss reifen

Eine gute Geschichte offenbar auch.

Zu dieser Erkenntnis gelang ich im Moment jedenfalls.
Im August letzten Jahres kam ich zu dem Schluss, dass der erste ANTARES Teil Schrott ist und neu geschrieben werden muss. Anläßlich des Novembers (NaNo) veränderte ich den Hauptteil der Geschichte und wollte diese dann neu schreiben. Es gelang ja nun nicht so gut 😦
Aber im Dezember dann, nahm ich mir vor. Ich erstellte einen Schreibplan, weil ich gemerkt habe, dass ich ein Deadline-Autor bin. Gib mir einen Termin und ich schaff es. Sag mir, das muss dann irgendwann fertig werden, passiert gar nichts. Also Deadline 🙂
Und ich schaffte nichts außer mir ein schlechtes Gewissen zu machen. Aber immerhin las ich ganz viele interessante Blogbeiträge zum Thema Schreiben. Ich gönnte mir die Videos von Dan Wells zum Thema Plotaufbau und auch wenn ich mit seinem System schon einige Zeit arbeite, war es doch interessant zu sehen, wie er es erklärt. Dann kam ich auf den Gedanken mit den 50k in 5 Tagen. Auch das funktionierte offenbar nicht, weil ich gerade mal die Hälfte schaffte.

Offensichtlich ist das aber egal, denn diese Hälfte ist richtig gut geworden. Einiges muss überarbeitet werden, ja, aber dennoch ist nicht alles Mist daran und ich mag, wie die Charaktere sich entwickeln.

Inzwischen bin ich eine Hälfte weiter (heute schaff ich dann endlich die 50k 🙂 ) und diese Geschichte überrascht mich komplett. Ich bin da natürlich nicht ganz objektiv, aber ich habe das Gefühl, sie ist schreibtechnisch betrachtet ein Quantensprung entfernt von meinen anderen Geschichten, und zwar im positiven Sinne.
Die Charaktere sind weniger hölzern und viel lebendiger. Die Geschichte zieht sich zwar immer noch (ich kann mein Dauergeschwafel einfach nicht abstellen), aber sie hat mehr Handlung. Es liest sich flüssiger. Es kommen Plottwist vor, von denen ich nicht mal was geahnt habe!

So, wie ich die Geschichte in diesem Moment schreibe, ist zwischen der ursprünglichen Version und dieser ein Unterschied wie von einem Erstklässleraufsatz zum Bestsellerautor, und das obwohl mein innerer Kritiker mir regelmäßig zuschreit, dass dieser oder jener Absatz eigentlich raus kann und dieser oder jener Satz überhaupt nicht geht.

Meine Geschichte musste offenbar reifen, und das hat sie jetzt ziemlich gut getan 🙂

Darum bin ich auch nur ein klein wenig sauer, dass ich meine eigene Deadline nie im Leben schaffen werde.

Ich wünsche Euch einen schönen Sonntag!

Veränderungen

Ich hoffe, Ihr habt alle den ersten Teil der Feiertagswelle überstanden?
An Tagen wie heute fühle ich mich immer ein wenig an Monopoly erinnert. Ich glaube, ich gehöre zu den wenigen Menschen, die selbst gegen Babys verlieren, wenn sie dieses Spiel spielen. Ich war schon immer auf der absoluten Erfolgsspur, wenn ich die Bad- und Turmstraße mein Eigen nennen konnte und spätestens ab der zweiten Spielrunde war ich grundsätzlich Pleite. Wenn es dann auf Los zu ging, hatte ich so ein klein wenig die Hoffnung, dass ich mal auf dieses Feld komme und das doppelte Gehalt bekomme, aber nein, ich bin grundsätzlich von der Parkstraße und Schlossallee gekillt worden. Jedes verdammte Mal!
Daran erinnern mich Weihnachten und Silvester immer ein wenig, wobei ich ja bekennender Grinch und absoluter Silvester-Fan bin. Es ist also immer ein wenig schwierig bei mir zuhause 😉

Die Tage zwischen den Tagen wollte ich eigentlich mit geruhsamen Schreibsitzungen verbringen. Mein Göttergatte muss arbeiten und Sohnemann ist auch viel glücklicher mit seinen PC-Spielen oder den Kumpels, insofern habe ich Zeit.
Die ich dann prompt vertrödel!
Es ist nicht so, dass ich nichts tu oder mich um das Schreiben drücke, nein, das ist es nicht. Ich steh mir eher selbst im Weg und wenn ich das schon so schön tue, setz ich mich gleich auch noch hin und mach irgendwas völlig anderes 😦

Mein Plan sah vor (zum xten Mal) Band I von ANTARES zu schreiben. Anfang Dezember habe ich mir einen Zeitplan erstellt, weil ich gemerkt habe, dass ich mit ein wenig eigenem Druck sehr gut arbeiten kann. Ich habe mir also angesehen, was realistisch machbar ist und was ich machen will und habe das nächste Jahr sehr ausführlich verplant… und prompt nicht angefangen!
Okay, dachte ich mir. Mitten in der Jahresendabrechnung und Urlaubs-und Krankheitsvertretung in der Arbeit mit den dazugehörigen massigen Überstunden, ist so ein Plan auch Müll, aber sobald die Feiertage anfangen, lege ich los.
Und dann fingen die Feiertage an, „Ich muss noch schreiben“ ist eine anerkannte Entschuldigung in meiner Familie mittlerweile und ich verzog mich ins Schlafzimmer an den PC – und starte auf die weiße Wand.

Die Geschichte ist das Problem, nicht ich, nicht die Wand und nicht die Feiertage. Die Geschichte.
Oder besser der Mangel daran.

Im August habe ich festgestellt, dass die ursprüngliche Version Mist ist, also ist Neuschreiben angesagt. Für den NaNo habe ich diesen Teil geplottet. Im NaNo, urpsprünglich mit der Hexengeschichte gestartet, fing ich dann an ihn zu schreiben, mischte aber genervt irgendwie Elemente rein, die überhaupt nicht dazu paßten und schlussendlich ist die NaNo-Version komplett unbrauchbar – dachte ich. Aber eigentlich hat sie mir gezeigt, was mir an der Grundidee wichtig ist, denn das habe ich artig aus der schrottigen Version mit in die NaNo-Version geschleppt und so saß ich jetzt die letzten Tage dar, starte auf die Gemeinsamkeiten und die Veränderungen und habe mittlerweile das Gefühl, die ganze Geschichte komplett neu erfinden zu können müssen, und ich weiß nicht, ob mir das gefällt.

Gut, dachte ich mir, vielleicht ist der Plot das Problem. Also surfte ich im Netz nach wundervollen, alles erleuchtenden „How to plot“ Ideen. Als wenn ich das noch nie gemacht hätte! *kopfschüttel*
Bei der Gelegenheit verweilte ich auf einigen Autorenblogs, die ich noch nicht kannte oder lange nicht besucht hatte und es waren ein paar sehr nette Nachmittage dabei 🙂

Dann beschloss ich, alles für einen Nachmittag mal ruhen zu lassen. Die Schreibausrede galt zwar immer noch, aber ich wollte das Aussehen meines Blogs ändern. Ich weiß, die meisten Leute machen so einen „Rundumfrühjahrsputz“ immer gerne Neujahr, aber mich nervt das Aussehen meiner „Blogs“ schon seit August. Mir gefiel bisher nur kein anderes Layout. Also suchte ich ein wenig herum – und fand nichts.
Irgendwann hockte ich dann vor youtube und fand mich bei Weihnachtsfilmen von Hallmark wieder. Ich bin zwar der Grinch, aber ich liebe amerikanische Weihnachtsfilme! Die kann ich das ganze Jahr über gucken! Und das obwohl da die denkbar schlechtesten Schauspieler aller Zeiten mitspielen! Egal. Ich liebe sie und ich gucke sie mit Begeisterung. Also versackte sowohl die Veränderung an den Blogs wie auch das Plotten in einem Meer von Kitsch und Kunstschnee.

Und dann saß ich heute Nacht plötzlich aufrecht im Bett und ich glaube, ich hatte eine gute Idee, was die Geschichte anging. Ich war absolut hellwach und aufgeregt wie ein kleines Kind vor Weihnachten. Unglaublich!

Ich ändere jetzt an dieser Geschichte so gut wie alles. Bis auf die Namen der Hauptdarsteller 😉
Wo es vorher eine Geschichte war, die im All auf einer Raumstation startet und auf einem unwirtlichen, unbewohnten Planeten endet (und natürlich mit der Rettung von diesem Planeten), startet die Geschichte jetzt auf einem bewohnten, bekannten Planeten und es geht plötzlich nicht mehr um eine geheimnisvolle Krankheit und Droge, sondern um einen machthungrigen degradierten Herrscher. Es geht um Religion und Intrigen, um Spione und Soldaten, um die richtige und die falsche Seite, auf der man stehen kann. Vielleicht taucht die Droge dann gegen Ende der Geschichte auch noch auf, da bin ich mir noch nicht sicher, aber wo vorher der Absturz auf die Welt der Anfang der wirklichen Handlung war, wird dieser Absturz jetzt den Showdown einleiten.
Ich habe also wirklich komplett alles bis auf die Namen der Darsteller geändert und bin zurzeit ein wenig euphorisch, dass das jetzt gut werden wird.
Und gleichzeitig sitz ich hier und schreibe diesen Blogeintrag anstatt meinen Helden auf seine Reise zu schicken!

*kopfschüttel*

Was dazu führt, dass ich Euch jetzt ganz spontan erzähle, dass ich diese 50k5d Aktion heute starte. Jawohl. Gerade spontan beim Schreiben dieses Eintrags beschlossen.
Der Gedanke gefällt mir gerade 🙂 Ich werde 2015 schreibend wie eine Irre verlassen und 2016 schreiben wie eine Irre betreten. Hat was.

Jemand an Updates interessiert?
Jemand daran interessiert mitzumachen?

Mein Startpunkt ist: Dienstag, 29.12.15 um 13 Uhr.
Endpunkt: Sonntag, 03.01.16 um 13 Uhr.
Ziel: 50000 Wörter

November-Rückblick

Hallo meine lieben Leser!

Normalerweise bin ich an dieser Stelle 1.) früher dran und 2.) noch im absoluten Rausch vom erfolgreichen NaNo, aber dieses Jahr ist der Rausch ja bekanntlich ausgeblieben und von daher habe ich mir mit dem Update Zeit gelassen. Naja, nicht wirklich absichtlich, weil ich sehr viel in meinem Geldjob arbeiten mußte und dann abends nur noch erschlagen auf die Couch gefallen bin, aber immerhin hatte ich noch Zeit täglich eine Folge irgendwas zu gucken insofern hätte ich auch Zeit gehabt, dieses Update zu machen, aber egal…

Was ist alles im letzten Monat passiert?
Ich habe das Gefühl: Nichts. Es gab jedenfalls nichts, was prägnant hervorgestochen ist.

Ich habe geschrieben (war ja NaNo) und ich wußte schon in dem Augenblick, als ich die 50k erreicht hatte, dass ich das Geschriebene wahrscheinlich nie wieder ansehen werde, weil es einfach nur Blödsinn war. Ich habe also (theoretisch) den NaNo gewonnen, praktisch mein eigentlich gesetztes Ziel von 75k aber nicht erreicht und unnötiger Weise war es dann auch noch. Ein doofer NaNo – aber ich schätze so etwas muß es auch mal geben 😦

Aufgrund des NaNo habe ich die wöchentlichen Zentangle-Challenge auch ausfallen lassen. Wenn ich mich jetzt hinsetzen und zeichnen möchte, habe ich darum das Gefühl, ich kenn gar keine Muster mehr. Einerseits entdecke ich so vielleicht Neue, andererseits nervt mich das ständige Nachschlagen in Musterratgebern. Auch doof 😦

Mein Leseverhalten war leider auch kein aufregender Knüller. Tatsächlich kann ich mich an nicht ein Buch aus dem letzten Monat erinnern. Ich weiß, das ich im Zug gelesen habe, aber was könnte ich nicht sagen. Mir fehlt mal wieder so ein richtiges „Mitreißbuch“ und dann bitte am Liebsten der erste Band einer zehnbändigen Serie, sodass ich einiges zum Aufholen habe.
Wobei mir einfällt, dass ich den neuen J.R. Ward bestellt und gerade geliefert bekommen habe. Die Black Dagger Romane liebe ich. Hoffentlich wird der Ableger genauso gut!

Bei meinen TV Serien gibt es dagegen wenigstens etwas zu berichten, auch wenn das jetzt vielleicht kaum einen interessiert. Viele Leser dieses Blogs werden jetzt sagen „Die will doch eigentlich schreiben, warum erzählt sie vom Fernsehen?“ und einige gehören auch sicherlich zu der „Ich habe schon seit Jahren keinen TV mehr“ Fraktion. Ich aber liebe die kleine Kiste und ich liebe meine immer wieder wechselnden Serien. Sie töten meine Fantasie auch nicht, im Gegenteil. Früher gab es Serien, die mich nach jeder Folge so beschäftigt haben, dass ich bis zur nächsten Folge (was meistens eine Woche war) immer wieder mögliche weitere Szenarien zurechtgesponnen habe. Ich denke, ein Teil meiner Sci-Fi-Begeisterung ist so entstanden. Nichts kann so inspirierend sein wie die wöchentliche Frage, wie man Spock doch noch, ganz im Charakter natürlich, in eine Lovestory einbringen kann oder wie man es schafft aus dem heißgeliebten, aber so schrecklich dauerguten Apollo einen Bad Boy zu zaubern, der dennoch akzeptabel ist. Ich könnte von den alten Helden zu neuen wandern und immer weitere Vergleiche finden. Vielleicht ist das ein Ding, das nur ich mit Begeisterung mache, vielleicht aber machen andere das auch, dass sie sich noch Stunden- oder Tagelange mit solchen Sachen beschäftigen. Jedenfalls gehört darum mein TV Konsum auch in diesen Blog und ich dachte, ich sag das mal 🙂
Also, Serien: Smallville ist irgendwie im Oktober stecken geblieben. Im November habe ich dafür versucht „Sleepy Hollow“ aufzuholen, aber bin dort auch nur bis zur 2. Staffel gekommen. Von den Neuerscheinungen hat mich „Minority Report“ begeistert, welcher anscheinend schon wieder eingestellt worden ist 😦 Supergirl, anfangs genau mein Ding, reizt mich jetzt überhaupt nicht mehr (zu lahm und zu wenig Spielraum für meine Fantasie). Die Dauerbrenner Flash und Arrow hängen auch gerade (ich glaube, ich weiß, wer der böse Gegenspieler der jetzigen Flash-Saison ist und der Gedanke nervt mich, von Arrows Dauergeheule ganz zu schweigen). Erstaunlicherweise gefällt mir Vampires Diary ausnehmend gut. Vielleicht sollte ich mir irgendwann mal die Zeit nehmen und die ersten vier Staffeln gucken? Oder war das zuviel Teenie-Drama?

Ach, ja, mein erhoffter Bildungsurlaub „Excel“ ist aufgrund von zu wenigen Anmeldungen abgesagt worden. Irgendwie haben dieses Programm und ich keine Chance miteinander warm zu werden und das obwohl ich es wirklich gerne verstehen und besser können würde wollen. Während ich bei Scrivener, Scapple und Photoshop autodidaktisch vorgegangen bin und mich sogar durch englische Tutorials gekämpft habe, mach ich das bei Excel irgendwie nicht. Wahrscheinlich weil irgendwas in mir sagt, dass das arbeitsrelevant ist und nicht für mich zum persönlichen Vergnügen zu gebrauchen ist. Oder irgendsowas unlogisches…

Meine Ziele für Dezember:

  • Eigentlich wollte ich den NaNo wiederholen, nur dieses Mal ohne Drama und falscher Geschichte und dafür mit ganz vielen Worten und vor allem viel Spaß. Starten wollte ich am 01.12. Bisher ist noch nichts passiert. Aber ich gebe nicht auf. Schreiben steht also wieder ganz oben auf meiner Liste, und ja, ich versuche diesen verflixten 1. Teil von ANTARES zu schreiben. Nachdem mir im Oktober die Lücken in allen Bänden aufgefallen sind, will ich diese jetzt nach und nach füllen und das macht von vorne einfach mehr Sinn. Außerdem kann ich nicht verstehen, warum ich mit den anderen Bänden so glücklich und zufrieden bin und dann keinen verflixten funktionierenden 1. Teil hinbekomme *grumpf*
  • Zeichnen. Ich hatte im Oktober diverse Projekte und die rufen laut und deutlich nach mir.
  • Mein Sportprogramm ist gänzlich eingeschlafen. Gesundes Essen ist im November auch geflüchtet. Ich denke, gesunde Lebenshaltung kurz vor Weihnachten wäre mal eine tolle Idee.
  • Weihnachtsgeschenke kaufen.
    Erwähnte ich schon mal, dass ich die lebende Inkarnation des Grinch bin???
    Ich liebe diese ganzen Kerzen und die Schmückerei. Ich mag sogar sehr viele Weinachtslieder, aber damit hört der Spaß dann für mich auf. Geschenke kaufen? Feierliche Stimmung? Irgendwas besonderes anziehen und wohlmöglich vorher oder währenddessen kochen? Trautes Beisammensein?
    Wenn jemand die Vorspultaste für diese drei Tage gefunden hat, möge er sie bitte an mich weiterreichen! Es hat schon seinen Grund, dass ich einen medizinischen Beruf erlernt und danach gerne im Krankenhaus gearbeitet habe. Ich bin diejenige, die sich freiwillig für Weihnachtsdienste meldet, und jetzt, wo Sohnemann 16 Jahre alt ist, nur noch sein Geld und seine Geschenke haben will und dann an seinen PC flüchtet, muss ich noch nicht mal mehr so tun, als wäre an den Tagen etwas Besonderes. Von mir aus könnte die ganze Feiergeschichte echt ausfallen. Das heißt, ich würde die freien Tage behalten, aber die Geschenke können gerne wegbleiben, insofern wird das Geschenke kaufen wieder ein mittelschweres Drama *seufz*

Wie sieht es bei Euch aus? Feierliche Stimmung? Versinkt Ihr in geschmückten Wohnungen und ertrinkt in romantischen Weihnachtsgefühlen?

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Oh, und seid gewarnt: Da kommt gleich noch ein Post, der dann aber wirklich wieder mehr mit dem Schreiben zu tun hat 🙂