Januar 2016

Der übliche Rückblick, auch wenn ich ihn letzten Monat vergessen habe 🙂

Ich habe geschrieben. Ohne mir selbst Stress oder Druck zu machen und dennoch so erfolgreich, dass sich der NaNo 2015 da ruhig mal eine Scheibe von abschneiden kann. Es sind exakt 70098 Wörter geworden! Wie gesagt, ohne Stress oder Druck! Das macht 2696 Wörter im Durchschnitt pro Tag (5 Tage habe ich nicht geschrieben).
Aber nicht die unglaubliche Zahl, sondern die Tatsache, dass ich mit Begeisterung geschrieben habe, dass sich meine Geschichte komplett anders als die ursprüngliche Version entwickelt und ich sie absolut grandios gelungen finde, ist das erstaunliche. Ich mag zum ersten Mal seit Jahren meine weibliche Hauptdarstellerin. Ich hatte ja irgendwann im Januar den Mary Sue Test gemacht und war doch sehr stolz, dass meine Laessa keine Mary Sue ist, und dann schrieb ich und die Gute war einfach nur nervig langweilig gut. Ihr fehlte irgendetwas, etwas, dass sie auszeichnet. Ich habe den Mary Sue Test jetzt nicht nochmal gemacht, aber ich befürchte, ich würde ihn jetzt nicht mehr so locker gewinnen – und das ist mir herzlich egal. Keine Mary Sue, aber totlangweilig, ist keine Alternative zu Mary Sue und interessant! 🙂

Beim Zeichnen war ich nicht ganz so erfolgreich. Ich habe zwei Wochen lang die Challenges der Diva mitgemacht, aber dann ist das auch wieder im Sande verlaufen. Mir fehlt die Zeit. Ich weiß nicht genau, warum. Vielleicht ist der Vollzeitjob mit dem ständigen Bahnfahren und der Familie doch nicht geeignet, um mehreren Hobbies gleichzeitig nachzugehen, vielleicht liegt es auch am Winter, der so dunkel ist, dass ich durchgängig schlafen könnte. Ich weiß weiß es nicht. Fest steht, dass ich zwei, dreimal halbherzig Yoga gemacht und ein wenig gemalt habe und dann war der Monat auch schon rum. Das muss sich ändern, jedenfalls möchte ich das gerne, aber ich bin noch etwas ratlos, was mein Zeitmanagement angeht. Schreiben hat eben absolute Priorität.

Lesetechnisch war der Monat merkwürdig.
Nachdem ich seit einigen Jahren mit dem 7-Punkte-Plan von Dan Wells arbeite, dachte ich mir, es macht Sinn auch mal ein Buch von Wells zu lesen. Der Serienkiller-Kram hat mich nicht gereizt, aber der Sci-Fi-Stoff klang vielversprechend, auch wenn einer der ersten Sätze „Die gerade 17jährige“ lautet.
Ich habe mir also den ersten Partial Roman genommen und halb begeistert gelesen, halb kritisch beäugt. Das Ergebnis ist ein wenig ernüchternd. Dan Wells hat irgendwann gesagt, dass man es als Autor schaffen muss, den Leser im ersten Absatz, der ersten Seite, dem ersten Kapitel zu fangen. Das mag ja auch stimmen, aber als ich gerade mal das erste Drittel gelesen hatte, hätte ich das Buch beinah zur Seite gelegt, weil es sooooooo langweilig war. Das war echt unglaublich!
Am Ende hat er mich dann allerdings doch noch gepackt.  Auch Dan Wells Hauptchara hat definitiv Mary Sue Charakter und insofern wollte ich sofort wissen, wie die Geschichte weitergeht. Den ersten Band habe ich auf Deutsch aus meiner Bücherei gelesen, den zweiten mir, damit es schneller ging, auf Englisch als ebook gekauft. Also, das ebook war mit schneller gemeint. Auf Englisch wollte ich das Buch haben, weil ich neugierig auf die Umsetzung war.
Was soll ich sagen? Band 2 habe ich nicht zuende geschafft. Mich reizte zum Schluss nur noch, ob Hauptchara weiblich mit einem der anderen Hauptcharas männlich zusammen kam, aber schlußendlich hat mich das nicht so sehr interessiert, dass ich das Buch komplett gelesen hätte. Ich habe mir die letzten Seiten angesehen, festgestellt, dass sie nicht zusammen kommen und damit war das Buch beendet.
Das Prinzip zum Aufbau eines Buches finde ich immer noch gut, aber in der Partials Serie ist Dan Wells für mich zumindest definitiv gescheitert.

Jetzt zu meinem TV-Konsum im Januar. Äh… ja, was soll ich sagen? Mein Highlight war die Serie „Grandfathered“, einfach weil es stupide, vorhersehbare Unterhaltung ist und weil die ganze Show nur 22 Minuten Sendezeit hat. Das schaff ich gerade noch, ehe mir die Augen zufallen. Erwähnte ich schon, dass ich durchgängig müde bin? Das nervt so langsam!
Ich muss also sagen, dass ich zwar bei meinem üblichen Serien weitergeguckt habe, bis auf Supergirl, die ist auf der Strecke geblieben, und bei Supernatural fehlt mir die komplette derzeitige Staffel, aber nichts blieb so richtig begeistert hängen. Einzig ein Film hat mich komplett vom Hocker gehauen: Man from U.N.C.L.E.
Wer, wie ich, noch die alte Serie kennt, wird von diesem Film begeistert sein! Es ist genauso viel mit aus der alten Show in den Film rübergebracht worden, dass man sich sentimental an die Vergangenheit erinnern kann und dann wiederum ist es „neu“ und aufregend und die Darsteller sind definitiv besser aussehend 🙂 Wer also Lust hat, sich einen netten Abend zu machen, dem kann ich den Film nur empfehlen (und da ich ihn mittlerweile auf Deutsch und auf Englisch gesehen habe, kann ich auch berichten, dass die Synchro gar nicht mal schlecht geworden ist).

Meine Ziele für Februar:

  • Wie im Januar möglichst jeden Tag schreiben. Die Geschichte gefällt mir und ehrlich gesagt, es geht mir auch besser, wenn ich das mache. Ich bin dann etwas erträglicher 😉
  • Zentangle. Die diversen Projeke aus dem Oktober 2015 sind immer noch nur „angefangen“
  • Gesünder leben. Ich weiß noch nicht genau, was ich mir darunter vorstellen soll, aber es ist ein Gedanke, der mir in letzter Zeit gekommen ist. Es gibt doch dieses Sprichwort mit dem gesunden Geist und dem Körper und so. Ich glaube, ein Teil meiner Dauermüdigkeit kommt sicherlich vom anstrengenden Job, aber vielleicht kommt der Rest auch von ungesunder Ernährung, körperlichen Fehlverhalten und Sonnenmangel? Erwähnte ich schon, dass ich fast direkt am Meer lebe und letztes Jahr exakt zweimal am Strand war? Weil ich es sonst nicht geschafft habe? Das muss sich ändern!

Damit reicht es aber erstmal.

Wie sieht es bei Euch aus? Sind die ersten Vorsätze schon verloren gegangen?

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9 Antworten zu “Januar 2016

  1. Ich arbeite fleißig an meinen Vorsätzen, obwohl es nicht ganz so einfach ist. Übrigens sind 70.000 Wörter in einem Monat beachtlich. Wie lang soll deine Geschichte denn werden?
    +Mika+

    • Ich neige zum Schwafeln, darum habe ich immer so viele Wörter 😉
      Ich weiß auch nicht so genau, wieviel Wörter ich zu erwarten habe. Die nachfolgenden Geschichten, die jetzt schon alle fertig sind ;-), haben zwischen 131 k und 194 k Wörter, bei der Großen kann sicherlich ganz viel weg, aber bei den „Kleineren“ muss auch noch ganz viel dazu, also vermute ich, die Teile pendeln sich so um 150 k ein. Oder weniger. Oder mehr?

      • Das ist viel. Eine so lange Geschichte habe ich vor vier Jahren fertiggestellt und habe drei Jahre dafür gebraucht. Also Respekt, wenn du da bei der Überarbeitung dran bleibst. Meine Geschichten pendeln zwischen 60.000 bis 80.000 Wörtern. Da kann ich mich dann auch gut auf den Inhalt konzentrieren.

      • Wie gesagt, ich schwafel und da kommt immer so viel raus. Bei der Überarbeitung versuch ich dann immer das Unnötige rauszuschmeißen – und nichts Neues dazu zu packen… manchmal klappt das, meistens nicht 🙂

  2. Ich hatte mit „Partials“ geliebäugelt, weil ich Wells mag, aber nichts über Serienkiller lesen will, werde das aber auf die gaaanz lange Bank schieben, weil ich bislang nur semi-begeisterte Rezis gelesen hab, und alle fanden Band 2 „underwhelming“. Wodurch man mal wieder sehen kann, dass es nicht so einfach ist mit „do what you preach“.

    Gratuliere zur tollen Schreibleistung! Und noch viel wichtiger als der Wordcount finde ich, dass du deine Story liebst und dir das Schreiben Spaß macht. Schön langsam werde ich äußerst neugierig auf dein Werk und hoffe, wir dürfen das noch in diesem Jahrzehnt lesen.

    „Man from U.N.C.L.E.“ steht auf meiner Wunschliste. Kann mich zwar nur mehr rudimentär an die Serie erinnern, aber der Look von den Bilder war sooo cool. Und niemand muss mich zwingen, 2 h lang Henry Cavill anzuschauen 😛

    Was die Müdigkeit angeht: Falls das von einer leichten Herbst/Winterdepression herrührt, kann eine Lichttherapie mit einer speziellen Lampe helfen. Ist ja schwer, als arbeitender Mensch im Winter genug Sonnenstrahlen abzubekommen, weil’s finster ist, wenn man zur Arbeit fährt und genauso finster, wenn man wieder heimkommt.

    Ich ziehe den Hut vor deinen vielen Aktivitäten – so viel schreiben, dann noch lesen und so viel Serien gucken neben Familie und Dayjob – das ist toll, wie du das alles schaffst. Ich scheitere schon daran, mir 2 x in der Woche eine Serie anzugucken …

    • *kicher*
      Ich mochte ja den neuen Superman Film mit Henry Cavill, aber das der in „Uncle“ mitspielt, fiel mir erst später auf. Wie in der alten Serie, gefiel mir auch hier der Russe am Besten. Die Rolle und der Schauspieler waren einfach grandios!
      Aber, sollten sie einen neuen James Bond suchen, ich würde für Henry Cavill stimmen. Der bringt diesen Look einfach verdammt sexy rüber 😉
      Was meine Geschichte angeht: Bisher habe ich immer gesagt, ich schreibe sie nur für mich. Aber inzwischen bin ich mir da nicht mehr sicher. Ich bin, was meine Geschichten angeht, immer sehr selbstkritisch, aber bei dieser habe ich ein so unglaublich gutes Gefühl, dass ich glaube, ich versuche ihre Veröffentlichung doch noch.
      Und wenn ich es nicht als ebook zum Kauf schaffe, stell ich sie hier auf meinem Blog kostenlos online. Aber dazu muss sie erstmal fertig sein.
      🙂

      • Du kannst mir nicht den Mund wässrig machen auf deine Story und sie mir dann vorenthalten *strenger Blick* In irgendeiner Form will ich sie mal lesen. Ich bin auch geduldig und warte die n-te Überarbeitung hab, aber vielleicht in den nächsten 10 Jahren? Pretty please?

        Oh, und *yeah* für Cavill im Anzug 😀

      • Nein,das wird keine 10 Jahre mehr dauern. Im Moment habe ich mir die Deadlines so gesetzt, dass ich spätestens Mitte nächsten Jahres sämtliche Korrekturen durch habe und entweder für Geld oder nette Kommentare veröffentliche. Ich hoffe, das klappt!

  3. Wow, nicht schlecht. Glückwunsch! Das ist ja auch mein Ziel, ohne Zwang zu schreiben, aber dennoch einiges zu schaffen. Nicht, weil ich muss, sondern weil es mir wichtig ist.

    Weiter so! 🙂

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