Scapple

Man könnte jetzt doch glatt denken, mir fallen keine NaNo-Vorfreude-Posts mehr ein!

Jedenfalls ist es erstaunlich still hier, wenn man mal den Vergleich mit den letzten Jahren zieht. Aber Ihr hattet Euch zu früh gefreut, wenn Ihr das geglaubt habt: Die NaNo-Posts beginnen!!!
(stellt Euch dramatische „Tribute von Panem“ Musik im Hintergrund vor 🙂 )

Ich glaube, ich muss Euch jetzt nicht zum xten Mal erklären, dass ich die Schneeflocken-Methode von Randy Ingermanson liebe oder dass ich finde, dass Scrivener das weltbeste Schreibprogramm überhaupt ist. Insofern lass ich das einfach mal 😉
Dafür erzähl ich Euch ein Stückchen aus meiner Vorbereitungszeit.

Wie schon erwähnt, war ich am Schwanken was die diesjährige Story angeht. Zurzeit schlägt das Pendel extrem in Richtung Hexengeschichte und nachdem ich bereits zweimal nachts mit panisch klopfendem Herzen aufgewacht bin und gleich gedacht habe, dass dieser Alptraum unbedingt in die Geschichte muss, bin ich sehr optimistisch, dass meine Hexe es dieses Jahr schafft geschrieben zu werden.
Ich schnappe mir also Randys Schneeflocke und das 7 Punkte System und kämpfe mich über Tagline und Logline zu den ersten Absätzen vor. Alles läuft „rund“, wie man so schön sagt und plötzlich fällt mir auf, dass ich als Urheber für das ganze Drama in der Geschichte eine Prophezeiung brauche. Nur woher nehmen, wenn nicht stehlen?
Das Internet weiß für alles Rat, also google ich – und finde nur englische Vorhersagend, die zwar ziemlich klasse klingen, aber eben in Englisch sind. Da ich den Text sowieso schreiben muss (ich glaube kaum, dass es eine Vorhersage mit meinen gewünschten Bedingungen gibt), such ich eigentlich nur deutsche Texte, um ein wenig in den Schreibstil zu kommen. Es ist schließlich ein Unterschied, ob da steht: „Die Sonne ging, der Monde lacht, jetzt wird Radau gemacht“ oder „Der Mond erwachte mit dem Schlaf der Sonne, der Zauber beginnt“… Ihr merkt, die Übersetzung allein klingt holprig. Mir fehlt einfach irgendwie das richtig klingende Deutsch für sowas.
Nagut, dachte ich mir, das Problem lös ich später. Erstmal mit dem Kapitelfahrplan weitermachen und an der Stelle hing ich dann irgendwie fest. Keine Ahnung, warum. Schlussendlich habe ich mich an Scapple erinnert, das kleine Schwester (Bruder?) Programm von den Machern von Scrivener. Ich hatte mir die Testversion runtergeladen und bisher nur sporadisch damit rumgespielt. Damit versuchte ich also meinen Kapitelfahrplan zu entwerfen – und was passiert?
Das war plötzlich wie ein einziger Rausch. Ich konnte gar nicht mehr aufhören. Innerhalb von drei Stunden hatte ich nur mit Hilfe dieses unscheinbaren Programms und der Frage „Was wäre wenn?“ soviel Infos und Abläufe, dass es mich regelrecht in den Fingern juckt jetzt sofort mit dem Schreiben anzufangen!

Mir war klar, dass meine Hexe von A nach B gelangt, dort auf C trifft, von D angegriffen wird und schließlich in E heldenhaft den Sieg erringt (alles sehr knap und sehr oberflächlich dargestellt 😉 ), aber plötzlich hat C eine Hintergrundstruktur, die der gesamte Story nur helfen kann und D ist so grundsätzlich böse, dass ich schlaflose Nächte für den November in meiner Zukunft sehe. Ich wußte die komplette Grundstruktur und habe eigentlich auch nicht viel daran geändert und doch hat meine Geschichte durch das Mindmappen vom Gefühl her um einiges gewonen. Sie hat Tiefe bekommen. Ich bin komplett begeistert!

Falls Ihr also Scapple noch nicht kennt und gerade nichts zu tun habt, probiert das Programm doch einmal aus!

Ich bin gespannt, was Ihr dazu sagt!!!

 

 

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2 Antworten zu “Scapple

    • Ich kann es nur empfehlen, allerdings muss ich auch davor warnen: Es hat einen gewissen Süchtigkeitsfaktor. Ich bin mit dem Mindmappen aktuell fertig und bastel den Szenenfahrplan und überlege für die Sci-Fi Geschichten nochmal eine Mindmap anzulegen, einfach nur, weil es Spaß macht.
      Ich befürchte, wenn ich das tu, mach ich einen großen Fehler, weil ich dann am 01.11. wohl alle Geschichten gleichzeitig schreiben will

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