September Rückblick

Einen fröhlichen Tag der Deutschen Einheit oder Wiedervereinigung oder was auch immer Ihr gerade feiern (oder betrauern) wollt.
Ich muss gestehen, für mich ist das einfach nur ein Feiertag, normalerweise die perfekte Möglichkeit zu einem Brückentag oder wenigstens einem verlängerten Wochenende, aber heute, da es ein Samstag ist, ist der einzige Unterschied zu anderen Samstagen, dass ich nicht einkaufen gehen kann (und da ich das gestern auch nicht geschafft habe, wird das ein sehr karges Wochenende). Während unsere Lieblingspolitker sich also feiern, weil sie den Osten so schön in den Westen integriert haben, habe ich da nicht viel zu feiern, weil ich nach 25 Jahren einfach finde, dass Ossis und Wessis zusammen gehören und damit Punkt. Ich feiere ja auch nichts anderes offensichtliches wie z.B. die Tatsache, dass es jeden Monat einen 13. gibt oder so (obwohl, wenn mir das jedesmal einen freien Tag einbringt, hol ich die Partyhütchen sofort raus).

Das Thema, das mich letzten Monat beschäftigt hat, lautet „Erkältung“ gemischt mit einem kleinen Anflug „Depression“ und ganz zum Schluss kam noch ein weiteres kaputtes Gerät dazu, dieses Mal mein heißgeliebter, wöchentlich mehrfach im Einsatz befindlicher Waschtrockner. Das zusammen mit der Tatsache, dass ich ab Oktober einen neuen Posten innerhalb der Abteilung habe und darum im September verschärft eingearbeitet wurde, erklärt ziemlich gut, dass ich nicht viel zum Schreiben oder Editieren gekommen bin.
Und gleichzeitig ist es überhaupt keine Erklärung!
Ich habe nämlich das Schreibwochenende unerer Facebook Gruppe genutzt, um Teil 1 meiner ANTARES-Saga anzufangen, also die neue Version. Genau wie letztes Jahr zum NaNo habe ich mir die Schneeflocken-Methode geschnappt, die Geschichte komplett anders aufgebaut und mich höchstmotiviert hingesetzt und geschrieben… und dann leider nicht mein Ziel von 30 k und dem Ende der Geschichte erreicht (der 1. Teil sollte eher Novellen-Format haben).
Vor dem Schreibwochenende überkam mich auch noch eine sehr gute Veränderungsidee für Band 3, den ich zu dem Zeitpunkt zu Editieren angefangen hatte. Da gab es nämlich eine Szene gleich zu Beginn der Geschichte, die zwar wichtig war für den Verlauf, aber der Grund mir nicht gefiel.
Ich will jetzt nicht zuviel verraten, darum ein abstrahiertes Beispiel: Das Ergebnis, dass ich für den Verlauf der Geschichte benötige, ist folgendes: Eine Frau wirft einen Apfel weg. In meiner Vor-Editier-Version, wirft sie ihn weg, weil er angebissen und liegengelassen wurde. In meiner Nach-Editier-Version wirft sie ihn weg, weil sie allergisch auf Äpfel reagiert. Das Endergebnis, der weggeworfene Apfel, ist dasselbe, aber der Grund ist ein anderer und der neue Grund gefällt mir viel besser, weil er mehr „Bewegung“ in die Geschichte bringt.
(Und jetzt habe ich Hunger auf einen Apfel. Bin gespannt, ob ich noch einen im Obstkorb finde oder das ganze Wochenende knurrig herumlaufen muss)
Als das Schreibwochenende anfing, hatte ich die Apfel-Wegwerf-Geschichte gerade erfolgreich gestartet und war kurzfristig am Überlegen, ob ich das Wochenende sein lasse und lieber weiter editiere, aber dann hat mich auch die Schneeflocke für Teil 1 gereizt und so schrieb ich. Nachdem das Wochenende dann aber nicht so erfolgreich war, wie ich gehofft hatte, war ich frustriert. Ich hatte mir fest vorgenommen, gleich weiter zu editieren, aber gleichzeitig wurmte mich der Misserfolg mit Teil 1 und dann war ich plötzlich erkältet und extrem jämerlich (ehrlich, man hätte denken können, ich hatte noch nie einen Schnupfen! Ich mochte mich selbst nicht, konnte es aber nicht ändern). Durch die Erkältung litt auch mein Sportrausch (ohne Luft macht Yoga keinen Spaß und mit minütlichen Hustenanfällen kann man auch schlecht Laufen gehen), was mich nochmehr frustriert hat. Dann setzte ich mich an meine Editiergeschichte und plötzlich biss mich der Depressions-Hund und ich hatte das Gefühl, ich sollte lieber den PC verkaufen und Socken stricken (das kann ich auch nicht sonderlich gut, aber immerhin besser als schreiben, war mein Gedanke).

Das war also mein September-Drama *seufz*

Jetzt ist Oktober, noch jung und frisch, aber ich habe ein gutes Gefühl für den Monat 🙂
Seit zwei Tagen bin ich Chefin im Sekretariat (hat jetzt noch jemand das Gefühl, ich wäre eine alte, grauhaarige Matrone á la Fräulein Rottenmeyer aus Heidi? – Bin ich nicht! Hoffe ich wenigstens. Dank dem letzten Frisörbesuch sind zumindest meine Haare noch blond und auch so kurz, dass ich keinen Dutt hinkriege, selbst, wenn ich es wollte) und ich habe das Gefühl, dass ich wenigstens ein klein bischen von dem, was ich in Zukunft jobtechnisch mache, verstehe. Zumindest bilde ich mir das ein. Gleichzeitig habe ich, durch die Depressionsbedingte Schreibpause, mehr gelesen und in jedem Buch, fielen mir Sachen auf, die mir entweder besonders gut gefielen und die ich übernehmen will oder die ich grottig fand und die sofort in meinen eigenen Geschichten ausmerzen werde. Von daher bin ich gerade sehr motiviert weiter zu machen, was gut ist, da der November nur noch 28 Tage entfernt ist 🙂

Ich habe im September weniger gezeichnet, zwar immer meine Challenges, aber mehr auch nicht. Reizte irgendwie nicht (und ja, auch da schiele ich in Richtung des Depri-Köters). Aber ich habe immer noch ein paar Projekte, die ich so langsam fertig machen möchte.

Auch wenn ich viel gelesen habe, war kein wirkliches Highlight dabei. Ein paar rereads der Atlantis-Reihe von Alyssa Day, die mir schon vor Jahren gefallen haben, ein neuerer Paranormal und jetzt zum Schluss eine ganz kurze, aber unterhaltsame Novelle über eine Amerikanerin, die sich unbedingt einen Schotten als Boyfriend wünscht, natürlich mit Kilt und Jamie Fraser ähnlich 😉 War nichts anspruchsvolles und sehr vorhersehbar, aber schön zu lesen.

Da die meisten Serien jetzt so langsam wieder in die Gänge kommen, gibt es da auch noch nichts aufregendes zu berichten. Oh, doch! Ich habe nach Jahren (!) endlich mal angefangen Smallville zu sehen (die Serie um den jungen Superman). Sie lief offenbar 10 Staffeln lang und ich habe mit Staffel 8 angefangen und spule ziemlich oft vor, aber genau wie das Schottenbuch ist es ganz angenehme Unterhaltung, man muss nicht nachdenken und es ist oftmals sehr lustig. Ich bin gespannt, ob ich jetzt, wo meine Favoriten wieder laufen, noch bis Staffel 10 komme, aber man wird sehen.

Pläne für Oktober:

  • Editieren von Band 3
  • Nochmal über Band 2 gehen, wenn 3 endlich fertig ist
  • mir ernsthafte Gedanken über die NaNo-Geschichte machen (dazu wird es noch den ein oder anderen Beitrag im Oktober geben 🙂 )
  • mein Sportpensum wieder aufnehmen (wo laufen Läufer eigentlich, wenn es kalt ist? Ich meine richtig kalt, mit Eiszapfen und so. Ich will nicht in ein Fitness-Studio!)
  • wieder mehr zeichnen
  • und ganz wichtig: Eine neue Waschmaschine kaufen!

Ich wünsche Euch einen goldenen Oktober!

 

Oh, und falls Ihr nicht wisst, warum ich ständig den Depri-Köter erwähne:

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