Der allmächtige NaNo-Schatten

wirft dieses Jahr ungewohnt früh sein ungeballtes Chaos in meine Richtung!

*grumpf*

Kleine Erklärung für all Neu-Leser dieses Blogs:
Ich gehöre zu den Leuten, die spätestens Anfang Oktober ziemlich genau wissen, worüber sie im NaNo schreiben werden. Während sich in Foren und Chats die Leute darüber unterhalten, dass sie noch keine Idee haben, sitze ich entspannt da, schöpfe aus dem Vollen und bin gelassen.
Und dann ist es plötzlich Ende Oktober, der NaNo naht, und ich träum irgendeinen Mist.  Dieser Mist lässt mich dann aber nicht mehr los und schon werde auch ich panisch und chaotisch, schwenke zwischen zwei Geschichten hin und her, fange mir allein beim Drübernachdenken noch eine dritte verlockende Idee ein und wenn es dann Halloween wird, sitz ich verzweifelt vor dem PC und stell mir die Frage: „Was schreib ich?“
Wobei ich bei meinem Vollzeitjob, der Familie, den Hunden und der deutschen Bundesbahn und ihren wetterabhängigen Problemen, mich eigentlich fragen sollte: „Wann schreib ich?“

Egal.

Jedenfalls ist das so der inzwischen, in mehreren Jahren gut erprobte Fahrplan.

Dieses Jahr war ich bis August auch noch unsicher, was ich schreiben sollte (nein, eigentlich stimmt das nicht. Ich habe zwei Geschichten, die seit einigen Jahren auf ihren Auftritt warten, aber ich hatte mich einfach noch nicht so ganz mit der Thematik beschäftigt), aber ich war entspannt. Ist ja noch lange hin.
Dann habe ich beim Editieren von Band 1 beschlossen, ihn komplett neu zu schreiben. Mein NaNo-Projekt 2015 war geboren. Ich war ein klein wenig euphorisch…
Gleichzeitig spukte immer noch der Gedanke von einem potentiellen Band 6 im Kopf herum, unausgegoren, eigentlich gar nicht richtig vorhanden, schemenhaft.
Ich war immer noch zufrieden mit meiner kleinen Schreibwelt.

Tinka hat mich zum Schreibwochenende eingeladen. Dieses hat dieses Jahr schon mehrfach stattgefunden und irgendwas kam bei mir immer dazwischen. Dieses Mal wollte ich also unbedingt mitmachen.
Problem war nur: Ich editiere zurzeit. Schreibwochende heißt aber Schreibwochenende. Was sollte ich also machen? Trotzdem editieren? Und die ganzen Schreibspiele verpassen? *schmoll*
Mir kam der Gedanke, dass ich die längst fälligen Weihnachtskurzgeschichten schreiben konnte (den Gedanken finde ich jetzt gerade richtig gut!).
Andererseits sollte Band 1 eigentlich immer nur eine kurze Novelle sein, ein Einstieg in die wahren Bücher sozusagen. Ich könnte auch eine Novelle schreiben. Frei nach dem Motto 30k in 3days 🙂

Schon setzte ich mich hin und begann das Pferd dieses Mal richtig rum aufzuzäumen: Erst die Logline, dann den Rest der Geschichte mit der fantastischen Schneeflockenmethode und hey, das klingt doch gut, das schaff ich.
Wenn ich schon einmal dabei bin, könnte ich doch auch gleich die Logline und Schneeflocke für Band 6 fertig machen. Quasi zur Sicherheit.

Ihr ahnt, was jetzt kommt, oder?

Es ist noch nicht mal NaNo und ich habe jetzt schon das Problem, das ich nicht weiß, was ich dieses Wochenende schreiben soll, und wenn ich das dann hoffentlich herausfinde, bleiben mir dann Idee 2 und 3 für den NaNo erhalten? Oder wuchert da noch etwas? Waren da nicht sowieso noch zwei potentielle Geschichten, die schon viel zu lange geduldig waren???

 

Hilfe!

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2 Antworten zu “Der allmächtige NaNo-Schatten

  1. *lach* Ich kann dir leider nicht helfen, weil ich dasselbe Problem habe, aber keine Lösung dazu.
    Jedes Jahr habe ich bis zum 31.10. den perfekten Plan für den NaNo – teilweise weiß ich sogar, welche Szenen ich bis wann schreiben muss, um im Plan zu bleiben. Und jedes Jahr am 1.11. steht die Muse mit einem fetten Grinsen und einem Flammenwerfer vor mir, fackelt meine Zettel mit der Planung ab und reibt mir ihre neue Idee zu einem neuen Projekt unter die Nase: „So, Tipperin, DAS schreiben wir.“
    Und ich füge mich weinend, schreiend, zeternd und schmollend meinem Schicksal. Weil es keinen Sinn hat, der Muse im November entgegenzutreten. An den übrigen 11 Monaten im Jahr habe ich eine 50:50, mich durchzusetzen, aber im NaNo… Nope. Die Muse herrscht über den NaNo. Ihr ist es egal, wenn ich Panikattacken habe, weil wir gerade mal eine vage Grundidee haben oder weil die Charaktere alle durchgeknallt sind oder weil wir uns permanent in Sackgassen schreiben, aus denen wir nur mit Einsatz von Sprengstoff wieder rauskommen (und ja, einmal hab ich tatsächlich plötzlich eine Bombe in einer Szene gehabt, damit meine Figuren da rauskommen).

    Wie jedes Jahr werde ich meinen hübschen kleinen Plan machen, obwohl ich weiß, dass ich es mir sparen könnte. Ich tröste mich damit, dass ich diesen Plan dann eben den Rest des Jahres verfolgen kann.

    Was auch immer du im NaNo schreiben wirst – viel Erfolg! Du findest mich in der Selbsthilfegruppe für musengeschädigte Autoren.

    • Oh, da gehör ich definitiv auch rein!
      Das beruhigt mich ja, dass es Dir genauso geht. Außerdem gibt es irgendwie schlimmeres, oder? Wir könnten am 01.11. auch komplett ohne Geschichte im Kopf dastehen!

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