Pinterest – Braucht „frau“ das?

Wie Euch nicht entgangen sein dürfte 😉 editier ich zurzeit fleissig und immer, wenn ich mich davor drücken will oder irgenwie nicht weiterkomme, ich aber trotzdem am Werk arbeiten will, bastel ich ein potentielles Cover für die Geschichte. Es geht mir dabei gar nicht darum, dass ich das Buch wirklich für den Verkauf plane (da schwank ich schlimmer als ein Blatt im Herbststurm), sondern einfach um den kreativen Prozess. Ich überlege, was ich gerne auf dem Titelbild hätte, was den Kern der jeweiligen Story ausmacht und so bin ich dann zwar nicht am Schreiben/Editieren, aber irgendwie doch.

Diese Bilder zu den Geschichten habe ich ab und zu hier schon gepostet. Einfach aus Spaß an der Freud, wie man so schön sagt. Ich teile eben gern 😉 Außerdem benutze ich das jeweilige Bild auch gerne als Hintergrund für meine Desktop.
Mehr habe ich mit den Bildern aber noch nie gemacht.

Gleichzeitig bin ich in den sozialen Medien aktiv. Vielleicht nicht so aktiv wie so manch ein anderer, aber eben so gut es geht. Ich habe einen Facebook-, Twitter-, Instagram-, Tumblr- und Pinterest-Account und um eben jenen geht es in diesem Post (hättet Ihr nach der Überschrift nie erwartet, oder?).
Ich nutze diese Seiten für verschiedene Zwecke. Facebook ist mein Spielseite, wo ich gleichzeitig Mitglied in faszinierenden Gruppen bin (Writers Inn, Scrivener, um nur zwei zu nennen). Über Twitter unterhalt ich mich gerne, wenn es mal schnell gehen soll und ich stolpere da oftmals über interessante kleine Artikel, die andere retweetet haben. Instagram nutze ich eher sporadisch, um meine Zentangle zu präsentieren oder die schönste Blüte meiner kümmerlichen Hortensie. Auf Tumblr bin ich gefühlt 14 Jahre alt und im absoluten Fangirl-Modus. Ich adde sämtliche TV Serien, die ich mag und wenn ich mal Zeit habe, schwelge ich in Fanmade Musikvideos oder Gifs oder Fanfictions oder… oder… oder… Pinterest dagegen nutze ich, um Kochrezepte, lustige Sprüche oder Yogaübungen zu speichern.

Das ist so im Großen und Ganzen mein Internetleben, und dann stoß ich auf diesen Artikel, den Madita Kohrt auf Twitter retweetet hat 😉 und bin im ersten Moment überrascht.
Im Artikel empfiehlt die Autorin anderen Autoren Pinterest zu nutzen. Sie erklärt auch, warum sie die Seite für Autoren so nützlich hält. Dazu gibt sie noch Beispiele, was man für Pinnwände einrichten sollte.

Ich habe schon einige solcher Social Media Tipps gelesen und mich bei vielen immer wieder gefragt, was das für Autoren sind, die neben einem Vollzeitjob, einer Familie, dem eigentlichen Schreiben, dem Editieren, auch noch Zeit haben, um nicht nur Werbung für ihre Bücher zu machen, sondern auch noch Dutzenden von Internetseiten täglich abzugrasen. Da wird darüber berichtet, wie wichtig es ist sich sozial zu vernetzen. Gegenseitige Blogbesuche werden empfohlen, ebenso wie eine deutliche Präsenz auf bestimmten Buchseiten.
Und jetzt auch noch das Anlegen von solchen Pinnwänden???

Versteht mich nicht falsch!
Ich habe den Beitrag gelesen und es hat mich sofort in den Fingern gejuckt. Natürlich habe ich bestimmte Vorstellungen, wie meine Charas und ihre Umgebung aussieht. Ich habe schon die Cover gebastelt, es wäre mir ein Leichtes jetzt noch stimmige Bilder zu einzelnen Szenen zu basteln, die vielleicht potentielle Leser neugierig machen. Es würde mir sogar Spaß machen! *vermerkt den Gedanken für abends, wenn sie Zeit hat*

Aber wann bitte sehr, soll man das noch alles schaffen?
Sind Energy Drinks nur für Autoren erfunden worden? (Beantwortet diese Frage jetzt bitte nicht!)
Wenn ich Urlaub habe, schaffe ich einiges (oder gar nichts… kommt auf meine Planung an), aber innerhalb der Arbeitszeit noch so etwas zu machen?
Klaut einem das nicht wertvolle Schreibzeit?
Ist das nicht unnütze Spielerei?
Geht wirklich jemand auf Pinterest um sich das mögliche Setting des nächsten Romans von Autor XY anzusehen?

Ich muss gestehen, ich bin einerseits komplett in Versuchung mich sofort hinzusetzen und passende Sachen zu basteln und andererseits habe ich das Gefühl meine innere 14jährige ist gerade so glücklich auf Tumblr, warum sollte ich sie jetzt umquartieren?

Wie seht Ihr das?

Ich bin auf Eure Meinung gespannt!

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5 Antworten zu “Pinterest – Braucht „frau“ das?

  1. Ich nutze Pinterest hauptsächlich als Inspiration. Allerdings habe ich vor ein paar Wochen auch eine Pinwand für meine Blogbilder angelegt. Ob das so viel bringt, weiß ich nicht 😀 Werbung ist und bleibt ja schließlich Werbung. Ich glaube auch nicht, dass man sich bei unbekannten Autoren durch die Bildsammlungen klickt. Es sei denn, das Material ist extrem gut!

  2. Ganz ehrlich, verliere ich schnell und die Lust an sowas. (Ich bin ja schon erstaunt, dass ich meinen Blog mittlerweile doch recht regelmäßig fülle.^^) Und wenn es dann außer mir keinen interessiert, ist die Lust noch schneller weg. Aber wie du bastel ich auch gern Bilder zu meinen Geschichte, hatte aber irgendwann die Erleuchtung, dass mich das zu sehr vom Schreiben ablenkt.

    Ich glaube, so wirklich sinnvoll war die Antwort jetzt nicht, aber Hirn ist bei gefühlt 40°C Außentemperatur auch nicht mehr wirklich arbeitsfähig. *g*

    • Ich sitze zurzeit im kühlen Kämmerchen. Habe Urlaub und trau mich nicht raus. Selbst nasse Wäsche ist im Moment in 5 Minuten draußen trocken (gefühlt jedenfalls). Kann es bitte regnen? Dann darf ich wenigstens mit gutem Gewissen drinnen bleiben und Serien gucken oder so 😉
      Danke trotzdem für Deine überhitzte Antwort!

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