Veröffentlichungen – Ein kleiner Zwischenbericht

Nachdem mich die liebe Tinka darauf hingewiesen hat, dass weiteres Zögern und sich selbst Angst machen, absolut keinen Sinn macht, habe ich jetzt meinen ganzen Mut zusammen genommen und beschlossen, es wirklich ohne weiteres Zögern und ohne weitere Ausreden zu finden zu tun: Ich veröffentliche.

Und noch während ich optimistisch und mit einem Schwarm wilder Schmetterlinge im Bauch, die langsam Kolibri-Größe annehmen und überhaupt nichts filigranes mehr an sich haben, mich hinsetze, um das zu tun, stelle ich entsetzt fest, dass die Autorennamen, die ich seit Jahren für mich im Kopf habe, auf einmal komplett blöd und falsch klingen.

*Schnappatmung erster Teil*

Ich überspringe das Autorennamenkapitel und wende mich der Geschichte zu. Ich hatte zwei, die komplett fertig sind, die bei verschiedenen Betalesern gewesen sind und die einfach nur darauf warten, veröffentlicht zu werden. Die eine Geschichte hatte ich sogar mal Storyboard von Lyx hochgestellt, jedenfalls das erste Kapitel davon. Diese Geschichte war in meinen Augen immer besonders gut gelungen und ich war stolz darauf. Der einzige Kommentar, den ich bei Storyboard erhielt, klang nicht so begeistert. Der Leser zerpflückte meinen tollen Anfang und ich war enttäuscht. Dann sagte ich mir, dass ich keine Ahnung habe, wer dieser Leser war. Er konnte ein Troll gewesen sein, ein begeisterter Vielleser, jemand vom Verlag oder ein neidischer Konkurrent. Ich fragte mich, was an seiner Kritik berechtigt war und was nicht und kam zu dem Schluss, dass ich das Buch von Storyboard entfernte, meinen Account dort löschte und mich erst mal versteckte.
Dieses Buch ist nun auf meiner „Fertig, Kann veröffentlicht werden“-Liste und natürlich zögere ich jetzt. Der Kritiker damals war wie gesagt ein ungeschriebenes Blatt, aber wenn ich schon eine Begründung habe, mich zu sträuben und weiter zu zögern, dann mach ich, Feigling, das natürlich.
Das Buch kommt von dem Stapel.
Bleibt noch ein anderes Buch, das ebenfalls schon gegengelesen wurde, das vielen Lesern gefallen hat und mit dem ich zufrieden bin.

Es hat kein Cover!

*Schnappatmung zweiter Teil*

Wieso ist mir nie aufgefallen, dass dieses verflixte Buch komplett fertig ist, aber kein Cover hat? Das ich nicht mal eine Ahnung habe, was ich auf diesem verflixten Cover haben möchte???

Und wenn ich schon mal dabei bin, der Kritiker vom anderen Buch sagte etwas darüber, dass ich zu lange brauche, um in die Handlung einzusteigen. Ich sollte mich kürzer fassen.
Könnte das bei diesem Buch vielleicht auch der Fall sein? (Jeder, der mich kennt, weiß, wie die Antwort an dieser Stelle lautet *seufz*)
Ich öffne also das Buch einmal wieder, lese die ersten drei Seiten und beschließe, dass ich das komplette Buch eigentlich nochmal überarbeiten könnte. Der Anfang ist ja länger als „Herr der Ringe“!
(okay, das ist übertrieben, aber es fühlt sich so an)

*Schnappatmung dritter Teil*

Ich begebe mich jetzt mit einem Sauerstoffgerät in Quarantäne und bin gespannt, was ich als Nächstes mache. Mein Ziel sah vor, dass ich ein Buch bis Sonntag Abend veröffentliche. Das kann doch nicht wirklich schwer sein, oder?
Ich halte Euch auf dem Laufenden!

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4 Antworten zu “Veröffentlichungen – Ein kleiner Zwischenbericht

  1. *reicht Papiertüte zum Reinatmen* Wolltest du die Panikattacke nicht erst nach der Veröffentlichung haben?

    Ein guter Rat, frei nach Brent Weeks: „Man geht nicht mit Selbstzweifeln um. Man ignoriert sie.“

    • Nach der Veröffentlichung reicht keine Papiertüte mehr, fürchte ich.
      Immerhin habe ich, nach einer kleinen weiteren Panikattacke, meine korrigierte Fassung der Geschichte wiedergefunden (glaubte schon, sie verloren zu haben), Männe sieht sich gerade nach einem Coverbild um und somit muss ich nur noch ein Pseudonym finden.
      Meine Selbstzweifel werden also bleiben, aber ich habe das Ziel weiter vor Augen 😉

      • Das Ziel vor Augen haben ist immer gut 🙂 Und mach dir mit dem Pseudonym nicht so viele Gedanken, irgendwann kommt schon ein Geistesblitz 😉

  2. Schlechte Kritiken gibt es, sie sind real und die Frage ist immer, wie man mit ihnen umgeht. Mich hat es auch erwischt: zwei negative Kritiken von insgesamt drei Rezensionen auf Amazon.
    Meine Taktik bis jetzt: Nicht auf Diskussionen einlassen und das hilfreiche herausfiltern. Das war nur eine Sache und die ist aufgrund des Formates hinfällig. Punkt. Also, weiter schreiben und nicht runterziehen lassen.
    Ich bekommen positives Feedback auf mein Geschriebenes, nur eben (noch) nicht auf Amazon. Klar ist es blöd, wenn so vielleicht potenzielle Leser abgeschreckt werden, aber ich denke, das wird schon. Ich habe vertrauen darauf, dass ich besser werden kann, aber ich weiß eins: Ich werde mich nicht wegen einer negativen Kritik verkriechen. Nicht jedem kann das Buch gefallen. Erstens.
    Und zweitens wurde mir gesagt, wenn du einen Troll hast, dann bist du erfolgreich. Neider wird es also immer geben und sie werden nicht weniger. Auch Kai Meyer hat mir erzählt, er liest alle Rezensionen, aber wenn er merkt, dass die Rezi sich nicht auf das Buch bezieht, dann ignoriert er sie.

    Was will ich damit sagen? Hab ein bisschen mehr Selbstvertrauen, arbeite an dir selbst und konzentriere dich auf hilfreiche Rezensionen, aus denen du lernen kannst. Das wird schon 😉

    Liebe Grüße, Tinka 🙂

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