Dezember-Rückblick

Und es kam, wie es mal wieder kommen mußte: Kaum ist der November vorbei, kämpfe ich noch ein paar Tage um das tägliche Schreibsoll und fange dann an zu „schlumpfen“ (aka werde faul, finde Ausreden, bin müde, habe keine Zeit, keine Inspiration, Schreibblockade, Editor, Hunger, zu viel Inspiration, eine neue Muse etc pp.).
Mit anderen Worten: Wo ich im November 117k Wörter geschrieben habe (trotz Doppeljob), habe ich im Dezember 19708 Wörter geschafft – und das obwohl ich 8 Tage Urlaub hatte!
Das Schlimmste aber ist, dass ich mich an einer Szene festgeschrieben habe, die mir so nicht gefällt und die ich unbedingt ändern muß, aber gleichzeitig weiß ich nicht, wie. Das heißt, ich weiß schon, was mir nicht gefällt, aber wenn ich das an der Szene ändere, befürchte ich, dass sich damit auch der Verlauf der kompletten Geschichte ändert… ach, und vom anvisierten Ende der Geschichte bin ich im Moment noch Ewigkeiten entfernt! *seufz*

Beim Tanglen sieht es sogar noch schlimmer aus. Ich habe, obwohl ich es mir vorgenommen habe, nicht ein Bild angefangen, geschweige denn fertig gestellt. Nicht eines!
Ich glaube sogar, dass ich nicht einmal auf meiner Lieblings-Tangle-Seite war (der Diva) und das nervt mich tierisch an. Dabei hätte ich zumindest im Urlaub bestimmt Zeit dafür gefunden, wenn ich sie denn gesucht hätte, aber aus irgendeinem Grund bin ich jetzt gerade 8 Tage ohne Arbeit zuhause gewesen und bin weder ausgeschlafen, noch entspannt, noch guter Laune. Wenn ich Montag wieder zur Arbeit muß, fress ich wahrscheinlich den Zugführer von der Bahn, die mich zur Arbeit bringen soll. Sowas von unentspannt!

Ihr könnt Euch also vorstellen, dass von der im November-Rückblick erwähnten entspannten Vorweihnachtszeit hier nicht viel zu merken war. Überhaupt fehlte mir die Weihnachtsstimmung dieses Jahr komplett. Ich meine, die Meisten, die diesen Blog lesen, kennen mich noch gar nicht so gut und wissen darum auch nicht, dass ich zu der besonderen Spezies der Weihnachtsmuffel gehöre (ich verweigere den Ausdruck Grinch, weil der wurde am Ende des Films ja bekehrt, oder?).
Weihnachten war schon als ich klein war irgendwie nie so mein Fest. Ja, gut, ich mochte die Geschenke und ich habe mich über die freien Tage gefreut, aber den ganzen besinnlichen Rummel darum, habe ich noch nie verstanden.
Normalerweise jedoch mag ich sonst wenigstens Weihnachtsmusik. Es gab sogar mal ein Jahr, da bin ich durchs Netz gesurft und bei Youtube hängen geblieben und habe massenhaft unbekanntere Weihnachtslieder gehört (und runtergezogen, auf CD gebrannt und alle in meiner Umgebung mit dem Lärm beglückt *gg*).
Dieses Jahr steht diese CD komplett verstaubt im CD Regal. Ich habe zwar einen Weihnachtsbaum und es gab bei uns auch Bescherung und Weihnachtskekse, aber es fühlte sich falsch an. Keine Ahnung, warum.

Jetzt haben wir heute Silvester.
Das ist das Fest im Jahr, was ich schon als kleines Kind geliebt habe. Ich mag es mein Wohnzimmer selbst für eine Zwei-Mann-Party mit Luftschlangen und Ballons zu schmücken. Ich habe immer Tischfeuerwerk da und manchmal versuch ich mich sogar im Bleigießen. Kurz und gut: Silvester ist mein Fest – außer heute.
Während ich jetzt hier sitze und meinen Monatsrückblick schreibe, knallen draußen die ersten Verwegenen Böller in die Luft. Ein paar meiner Nachbarn haben kleine Kinder, die um 20 Uhr ins Bett müssen und da werden die Raketen eben jetzt schon in den Himmel geschickt und ich kann die bunten Lichter gerade sehen. Sonst bin ich um diese Zeit dabei mich für die Party in Schale zu werfen oder ich kämpfe noch mit den letzten Kleinigkeiten fürs Essen herum. Heute habe ich Zeit um 17.30 Uhr im Internet Blogbeiträge zu posten. Ich gehe zu keiner Party, was völlig ok ist, und mein großes, ausgefallenes Essen besteht in einem Salat. Nichts aufregendes, aber das ist auch völlig ok, denn ich habe nicht das Gefühl, dass heute Silvester ist.
Ganz ehrlich, wenn ich jetzt auf einer einsamen Insel wäre, hätte ich nicht das Gefühl etwas zu verpassen.

Ist doch merkwürdig, oder?

Nun gut, nach dieser kleinen gedankenverlorenen Quängelei, komm ich jetzt zu meinen Vorhaben für den Januar.

Schreiben.
Ich werde diese Monstergeschichte beenden. Diesen Monat. Ohne zu zögern. Ohne weiter darüber nachzudenken. Einfach so. Um dieses Ziel zu erreichen, habe ich mich sogar bei Facebook der Schreibgruppe Schreibmonat Januar angeschlossen. Es kann doch echt nicht sein, dass ich im November beinah spielend 117k schaffe und jetzt, schon in der Zielgerade, nicht in die Gänge komme!

Tanglen.
Mein Kalender ist natürlich nicht voll geworden. Mein Ziel ist es also daran weiter zu arbeiten. Auch wenn es vielleicht albern ist, jetzt noch im Monat August herumzumalen.
Allerdings überlege ich, ob ich meinen Zeichenblog „Kritzeldreams“ auflöse. Der letzte Beitrag ist vom Januar 2014, also beinah ein Jahr her. Da ist es doch irgendwie albern, den noch weiterzuführen, oder?

Bloggen.
Mir macht das Bloggen Spaß und ich würde gerne mehr Beiträge hier posten. Nachdem ich die Montagszitate eingestampft habe, überlege ich mir etwas anderes. Mal sehen, was…

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