NaNo 15.11.14 – Tag 15

Während ich mich gestern noch ein wenig verwirrt gefühlt habe, weil ich den NaNo schon gewonnen habe, bin ich heute im definitiven Schreibrausch.
Ihr wißt ja, dass ich überlegt habe, ob da vielleicht mehr drin ist als nur die anvisierten 75000 Wörter. Irgendwann habe ich mir in dieser Woche mal meinen Terminkalender mit all den Überstunden, Spätdiensten und Fortbildungen angesehen und dann die Wochenenden auch noch markiert und überlegt, dass es, ohne großen Stress und viel Arbeit, tatsächlich möglich wäre und irgendwie hat sich der Gedanke jetzt in meinem Kopf festgesetzt. Ich will das magische Wort „ENDE“ noch im November unter die Geschichte schreiben!
Insofern hatte ich mir für heute ein großes Wortziel vorgenommen, 7000 Wörter (für morgen und Montag übrigens auch) und dann habe ich prompt zu lange geschlafen, spät gegessen, ein wenig vor mich hin geputzt und mich erst später ans Schreiben gesetzt. Normalerweise quäle ich mich dann erst durch sämtliche für mich interessante Seiten, spiele ein oder zwei Facebook Games und antworte auf Mails, aber heute hatte ich dieses Ziel und diese eine Szene, die mir sehr wichtig war und vor der ich gleichzeitig gehörigen Respekt hatte. Also schrieb ich. Ich schrieb tapfer – und dann war ich plötzlich in einer Art Schreibrausch! Ich hätte nicht mal aufhören können, wenn es gebrannt hätte, glaube ich. Es war unglaublich!
Meine Heldin, bisher noch sehr blass und für mich kaum greifbar, ist zum jetzigen Zeitpunkt der Geschichte 16 Jahre alt. Sie erinnert mich schon vom Alter her an Young Adult und ich hasse diese Bücher, insofern habe ich natürlich ein Problem mit ihr. Sie muß aber so jung sein, weil es von der Storyline wichtig ist, dass auch sie etwas reifen und altern kann (wie guter Wein sozusagen…). Die Tatsache, dass sie reifen und altern soll, bedeutet aber auch, dass sie wirklich noch jung sein muß, auch gedanklich, und daran hing mein Problem. Ich weiß, ich war selber mal 16 Jahre alt und ich erinnere mich, dass ich damals auch gedacht habe, ich wäre der Nabel der Welt (oder zumindest so in etwa), aber wie sollte ich diese Gedanken jetzt beschreiben? Ich hing komplett – und dann ging es auf einmal.

Und jetzt finde ich meine Heldin richig genial! Sie ist von sich überzeugt, möchte eigentlich nur ihr Ding tun und kommt gleichzeitig sehr sympathisch rüber. Ich bin von mir selbst schwer begeistert *lol*‘
Mein Held hatte heute übrigens auch seinen heldenhaften Auftritt. Das war ich aber inzwischen schon gewohnt, insofern gibt’s dazu kaum was Beeindruckendes zu berichten.
Was mir heute noch passiert ist, ist dagegen wieder spannender (hoffe ich): Ich habe heute soweit ich mich erinnere, das erste Mal etwas wirklich grauenvolles geschrieben.
Ich weiß nicht, wie ich es beschreiben soll ohne zu viel zu verraten, aber bisher sind in meinen Geschichten natürlich Leute gestorben. Das gehört nun mal dazu. Es gab auch immer mal Bösewichter, die anderen Leuten Dinge angetan haben, aber ich habe diese Dinge immer nur am Rande erwähnt. Meine Helden bekommen sie erzählt oder ähnliches.
Mein Held heute mußte den Tod von jemanden mitansehen. Jemandem, der ihm zum Freund geworden ist, und der nur deshalb zu Tode gekommen ist, weil der Bösewicht nicht an meinen Helden ran kam. Das war für mich unheimlich schwer zu schreiben. Ich habe bis zum letzten Moment gezögert, ob ich diesen Jemand wirklich sterben lassen wollte und ich fürchte fast, dass ich seine Rolle in der späteren Geschichte noch gebraucht hätte, aber in diesem Moment war es das Richtiges. Es wird mir wohl nie Spaß machen, so etwas direkt zu schreiben, aber heute ist es mir, glaube ich, sehr gut gelungen.

 

Insgesamt geschriebene Worte: 59213

Form: Schmerzender Nacken. Zu langsame Finger. Schreibrausch!

Leseprobe:
(1 x 2; und weil ich mich jetzt in der zweiten Hälfe des NaNos befinde, kommen die Sätze jetzt nicht mehr vom Anfang meines jeweiligen Schreibtages, sondern vom Ende)

„Kommt, Kinder, es gilt immer noch einen Geburtstag zu feiern.“
(Und wenn Bösewicher Geburtstag feiern, können die Guten sich selten freuen…)

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