Zitate: terribleminds

Aus gegebenen Anlaß präsentiere ich erneut ein hübsches Bildchen:

writing shitty

Ich habe das Bild auf einer netten kleinen Webseite eines ebenso netten, mit Sicherheit auch sehr unterhaltsamen Autoren gefunden: terribleminds.com

Ich weiß gar nicht mehr genau, wie ich auf seine Webseite gestossen bin, aber da mich das Thema Editieren im Moment genauso interessiert wie das Thema Plotten bin ich natürlich auf der Seite hängen geblieben und ich kann nur sagen: Wenn Euch ein teilweise heftiger  (aber trotzdem sehr unterhaltsamer) Ton nicht abschreckt, solltet Ihr mal einen Blick auf seinen Blogbeitrag bzgl. Editieren wagen (er ist oben verlinkt).

Bisher hatte ich es was Editieren anging immer sehr leicht. Zuerst einmal habe ich nur für mich geschrieben und ich bin da ein ziemlich einfacher Kunde. Ich schreibe, was mir gefällt und demzufolge gab es da höchstens mal ein Rechtschreibproblem zu editieren.
Dann habe ich angefangen für andere zu schreiben. Ich wollte ein Buch an den Verlag bringen. Wieder habe ich nur für mich geschrieben, es Betalesern in die Hand gedrückt, deren Kommentare entweder verarbeitet oder ignoriert und schon war ich wieder sehr einfach zufrieden zu stellen.
In der Welt der Fanfiction, in die ich irgendwann eingetaucht bin, ging es noch einfacher. Da habe ich geschrieben, was ich geliebt habe, habe es meinem Mann zur Rechtschreibkorrektur in die Hand gedrückt und jedes Mal, wenn er gesagt hat „Äh, das hier finde ich aber komisch“, konnte ich behaupten „Du hast auch keine Ahnung davon. Das macht man so im Fandom“ und schon war ich raus aus der Nummer. Ihr seht, auch da war editieren eher ein kurzer schmerzloser Prozess.

Nichtsdestrotrotz habe ich irgendwann angefangen und wollte meine Geschichten besser machen. Ich las ein paar nützliche und ganz viel sinnlose Schreibratgeber und ich hängte mir eine Liste mit Punkten über den Schreibtisch, die ich immer dann anstarrte, wenn ich mal wieder etwas editieren wollte. Diese Liste sah so aus:

Gleich nach dem Schreiben des ersten Entwurfs:

  • Rechtschreibung und Grammatik prüfen
  • Passivsätze entfernen
  • Adverben / Adjektive entfernen

Pause von mindestens 2 Wochen:

  • Logikfehler suchen
  • Nichts doppelt schreiben (keine doppelten Erklärungen für den selben Sachverhalt)
  • Szenen hinzufügen, Szenen streichen

Ergebnis: Erster Entwurf minus 10% gleich zweiter Entwurf.

Ich weiß nicht, wie es Euch geht, aber ich habe diese Liste hier zwar hängen (und frage mich jedes Mal aufs Neue was genau ein Adjektiv und was ein Adverb ist), ich benutze sie aber höchst ungern. Es sind einfach zu viele Dinge darin, die mich irgendwie stören und dabei rede ich nicht mal von dem letzten Satz (das mit den 10%).

Wenn also mal wieder so eine Editierei bei mir ansteht, schau ich mich immer ganz planlos im Netz um. Ich bin mir sicher, da müßte es etwas besseres als diese Liste geben, etwas, was auch mich glücklich macht. Auf einer dieser Suchen bin ich auf die besagte oben genannte Webseite gestossen und ich muß sagen, ich bin immer noch nicht glücklich, aber wesentlich zufriedener. Die Tipps, die er gibt (von wegen den Text ausdrucken oder die Schriftart ändern, um sich selbst zu betrügen), erschienen mir sehr gut und vor allem einfach umzusetzen und auch der Vergleich mit den eigenen Kindern und denen der anderen, hat etwas. Ich denke, wenn ich das nächste Mal editiere, werde ich versuchen meine eigenen Kinder mal ein wenig zu erziehen 😉

Habt Ihr sonst noch gute Tipps zum Thema Editieren?

 

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