Schreibwerkzeug

Heute ist Sonntag und im Gegensatz zu meinen sonstigen Sonntagen häng ich nicht in einer Handballhalle rum und versuch keine zu peinliche Mutter zu sein (oder nicht peinlicher als die anderen Mamas…). Ich habe auch schon wie eine Wilde den Bügelberg bewältigt und drei Maschinen Wäsche gewaschen (jawohl, jeder der sich jetzt an den Bibelspruch erinnert: Am 7. Tag sollst Du ruhen, hat weder Kinder noch einen Vollzeitjob) und es sogar schon geschafft mich mit meinem neuesten Spielzeug fürs Schreiben zu beschäftigen 🙂 Dabei fiel mir auf, dass so etwas in diesem Blog noch fehlt: Ein Betrag über Schreibwerkzeuge!

Tja, dann fang ich mal an, was ich so alles benutze:

1. Feder und Tinte… okay, nicht ganz. Mir reicht ein super teures, winzig kleines Moleskine, was ich überall mit mir rumschleppe und in dem ich plötzliche auftauchende Ideen mit einem Kugelschreiber oder Bleistift vermerke. Warum ich ein Moleskine dafür nehme? Weil es gerade auf dem Schreibtisch meines Mannes leer und herrenlos rumlag 😉 vorher hatte ich einen kleinen Block aus dem Supermarkt. Ich bin da absolut nicht wählerisch. Jedenfalls ist das meine aktuelle Ideensammlung und Kugelschreiber o.ä. habe ich eigentlich immer dabei.

2. Ein Din A 5 Blog, kariert, mit 160 Seiten. In dem arbeite ich meine im Moleskine gesammelten Ideen zu Geschichten aus, dort kommen erste Rechercheergebnisse hinein und mit ein paar selbst gebastelten, farbigen Seitenmarkierungen umfasst der Blog zurzeit 23 Geschichten, einige schon perfekt ausgearbeitet, andere nur Skizzenhaft. Auch hier wird stiftemäßig genommen, was gerade zur Hand ist.

3. Mein Laptop. Meine Quelle der Ablenkung, der Inspiration, der guten Laune, der Spielewelt, der miesen Laune, der Speicherort für alles und jedes und hoffentlich noch ewig so zufriedenstellend wie bisher.

4. Scrivener. Mein Lieblingsschreibprogramm. Ich habe es mal durch den NaNo entdeckt und auch wenn ich zu dem Zeitpunkt (und eigentlich auch noch heute) der Meinung bin, dass man zum Schreiben auf dem PC nur ein normales Word oder so benötigt, liebe ich mein Scrivener doch. Es ist einfach ein kleines bischen Luxus (hat mich knapp 20€ gekostet, also nicht so viel Luxus wie normale Windows Programme) und ein bischen mehr Spielerei, weil man so viele Dinge damit anstellen kann, die man eigentlich zum Schreiben nicht benötigt, die aber echt viel Spaß machen.

5. Aeon Timeline. Ebenfalls ein Schreibprogramm. Gerade ganz neu von mir entdeckt. Ich hatte einfach das Problem, das ich über die letzten Jahre hinweg eine fünfbändige Reihe von Büchern schreibe (gerade beim 4.ten Teil) und inzwischen eigentlich alle main events *augenroll* vergessen habe. Als ich die Serie ausgearbeitet habe, hatte ich mir ein Blatt aus dem Zeichenblock meines Sohnes genommen, Din A 2, und dort alles wichtige vermerkt, aber wie das beim Schreiben nun mal so ist, es kommt immer mehr hinzu, andere Dinge werden gestrichen und plötzlich gibt es eine Bombenexplosion in Band 1, die ganz offensichtlich noch Nachwirkungen in Band 4 hat, aber da hat die Bombenexplosion noch nicht stattgefunden, weil ich inzwischen alles umgestellt und daran nicht mehr gedacht habe… Letzte Woche steckte ich also schreibtechnisch in einer Klemme, weil meine Zeittafel durcheinander geraten ist, und da fiel mir ein, dass irgendjemand mal dieses Programm erwähnt hat. Auf der Webseite gab es eine Trial Version, die ich mir gestern besorgt habe, und dann durfte ich meine ganzen Bücher im Schnelldurchlauf durcharbeiten, um die einzelnen wichtigen, bücherübergreifenden Ereignisse zu vermerken. Es war ein ganzer Haufen doofer Arbeit, aber ich liebe dieses Programm. Es macht alles so übersichtlich und einfach! Ich hoffe, die diesjährigen NaNo Gewinner bekommen es wieder (wie die vom letzten Jahr) vergünstigt. Dann werde ich mir definitiv die volle Version kaufen.

 

Was benutzt Ihr zum Schreiben?

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5 Antworten zu “Schreibwerkzeug

  1. Bis auf die Schreibprogramme sieht es bei mir ähnlich aus: Notizbüchlein oder Blöcke zum Schreiben, Stifte die gerade da sind (okay, es gibt auch eine Geschichte, die ausschließlich mit Füller geschrieben wird) und immer mindestens ein Notizbuch dabeihaben – oder wenigstens einen Zettel, wenn man mal keine Tasche dabeihat.

    Ansonsten bin ich aber eher der Word-Fan und nutze auch nur das.

      • Ich habe mich mal gefragt, wie es als Schriftsteller gewesen sein mag, bevor es Computer gab – oder Schreibmaschinen. Ob es ein anderes Gefühl war, wenn man seine Texte verfasste. Deshalb startete ich auf meinem Blog eine kleine Reihe dazu. Es reizte mich das auch mal ein wenig nachzuempfinden. Deshalb die Geschichte, die nur mit Füller geschrieben wird (sogar mit Konverter, um ein Tintenfass zu verwenden). Mittlerweile hat sich ein befreundeter Autor angeschlossen und wir haben ein kleines Duell 🙂

      • Ich glaube, das verrät mein Alter 😉
        Als ich anfing zu schreiben, hatte ich weder PC noch Schreibmaschine und mir blieb nur meine eigene Schrift und meine Ungeduld, weil ich immer langsamer und undeutlicher schrieb als ich eigentlich wollte. Ich glaube, ich bin die einzige Zehnjährige gewesen, die sich selbst Schreibmaschineschreiben beigebracht hat, weil sie ihre eigene Sauklaue nicht mehr lesen konnte. Und Ihr seid richtig im Wettstreit miteinander?

      • Kann ich sehr gut verstehen.

        Ich habe auch viel von Hand geschrieben, quasi in jeder freien Minute, vor allem in der Schulzeit – nur eben kaum mit Füller – und schon gar nicht mit Tintenfass 🙂

        Das mit der Sauklaue, ja das gab es bei mir auch mal, mittlerweile komme ich mit meiner Schrift wieder klar. Das mit viel zu langsam, das geht mir noch heute so. Das tolle beim Tippen ist ja, neben der Möglichkeit die Datei immer wieder zu verändern, dass man so schnell ist.

        Ja. Obwohl ich viel schneller bin. Aber er meint noch aufholen zu können – ich lasse mich gern überraschen! 😀

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