Ziel erreicht

Gestern Abend hatte ich knapp 6000 Wörter und habe nur aufgehört, weil die Familie mich auch mal sehen wollte (als wenn wir keine Fotos hätten…).

Heute morgen fing ich also mit einem super guten Gefühl an und kam prompt nicht von den Spieleseiten los. Dann habe ich sämtliche Blogbeiträge von Bekannten und Unbekannten gelesen und mir zum wiederholten Mal Tee gemacht und all das nur, weil die Szene, die ich schreiben wollte, einen großen Streit beinhalten sollte. Ich mag es nicht Streit zu schreiben. Das ist einfach nicht mein Ding, weil ich immer beide Seiten sehe und für beide Streitenden irgendwie Verständnis habe.

Ich drückte mich also um die Szene herum, ich las Blogs, spielte, kochte noch mal Tee und schließlich kniff ich die Augen zusammen und öffnete mein Schreibprogramm. Todesmutig stürzte ich mich in die Szene und ganz ehrlich: Sie wird in der Überarbeitung bestimmt ein Miststück sein, aber sie ist trotzdem um einiges besser geworden als ich es jemals erwartet hätte. Meine Heldin kriegt sogar soviel ab, dass ich mich stellenweise gefragt habe, ob ich nicht ein wenig übertreibe. Aber von Übertreibungen lebt so manch eine Geschichte und anschließend fühlte sich einiges in Bezug auf die Handlung gleich viel besser an (ich bin gerade bei 70 k in der Geschichte, es sollte sich langsam besser anfühlen, oder???).

Am Ende meines Schreibpensums für dieses Wochenende (die Geschichte mit den Fotos und den nahen Verwandten spielt hier schon wieder eine Rolle) kann ich jetzt also satte 11324 Wörter mehr auf dem Geschichtenkonto vorweisen und bin damit siegreich aus meinem 10 k am Wochenende Vorhaben herausgegangen.

Im Moment habe ich das Gefühl, durch diese Geschichte, egal wie lange sie jetzt angefangen auf meiner Festplatte geschlummert hat, mehr über all die Charaktere vorher zu lernen. Das ist irgendwie verwirrend. Vielleicht liegt es daran, dass mir diese schreibtechnische Ruhepause von fast einem Jahr *hust* gut getan hat und sich mein Schreiben verändert hat, vielleicht liegt es an was anderem. Ich kann es nicht sagen.

Fest steht, ich freu mich darauf, dass sie langsam Form annimmt und dass das nächste Problem, die bösen Jungs in der Geschichte, immer näher rückt (ja, sie waren schon vorher da, aber die entscheidende Szene kommt jetzt bald und dagegen ist ein einfacher Streit so etwas wie das Schreiben einer Einkaufsliste). Außerdem freu ich mich tatsächlich darauf, diese Geschichte irgendwann zu editieren.

Eine kleine Randbemerkung noch: Während meines Ruhejahres (gibt es für sowas nicht einen speziellen Ausdruck? Sabbatjahr?) sind mir kaum neue Geschichten eingefallen. Sämtliche Storyideen waren mit einem Mal aus meinem Kopf verschwunden. Jetzt schreibe ich seit zwei, drei Wochen wieder intensiver und plötzlich tauchen Ideen wieder auf, neue Ansätze für alte Fragestellung und komplett neue Figuren. Sie kommen wie aus dem Nichts, erwischen mich, wenn ich gerade Bahn fahre oder wenn ich mit den Hunden unterwegs bin und plötzlich muß ich wieder ständig Notizblöcke und Stifte mit mir rumschleppen. Das war ich jetzt schon gar nicht mehr gewohnt, aber es gefällt mir sehr, sehr gut!

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