Vorhaben fürs Wochenende

Yepp, ohne Druck geht so gar nichts.

Und wenn ich schon keinen Druck seitens des NaNos habe, dann muß ich mir also selber welchen machen. So war auf jeden Fall heute morgen um 7.30 Uhr als mein verrückter Hund meinte, die Zeit würde zum Ausschlafen reichen, mein Plan. Mein Ziel war: Dieses Wochenende 10 000 Wörter zu schreiben.

Klang eigentlich ganz einfach, schließlich lag außer einem kurzen Weg zum Schuster (Arbeitsschuhe reparieren lassen) und einem hoffentlich ebenso kurzen Weg in die Bücherei nichts weiter an. Okay, einkaufen war auch noch dran, die Hunde mußten raus und Mittag wollte auch gegessen werden (ganz zu schweigen von dem Frühstück nach dem Hundespaziergang), aber das klang trotzdem alles noch ganz durchführbar.

Und dann war es plötzlich 17 Uhr und ich hatte noch kein Wort geschafft. Da klingt 10 000 Wörter, wenn man nebenbei noch Familie hat echt viel. Aber gut. Ich beschloss eine dieser Schreibspieltouren für mich selber zu machen (es wollte aus der Facebookgruppe keiner) und setzte mich tapfer ans Werk.

Meine beiden Helden hatten sich, ich glaube noch zu NaNo Zeiten (also vor Ewigkeiten) in eine blöde, langweilige, dämliche Situation geschrieben (ja, ich weiß, ich habe sie dahinein geschrieben, aber sie waren Schuld – irgendwie). Jedenfalls hörte ich ständig eine Stimme in meinem Kopf, die sagte „Wenn du schon keine Lust hast, das zu schreiben, wer soll denn dann erst die Lust haben, das zu lesen???“

Und wenn ich schon Stimmen höre, dann haben sie definitiv Recht. Es mußte also etwas passieren.

Nun habe ich mich an den schönen Ausspruch von einer anderen Autorin erinnert, die ganz trocken gesagt hat „Dann schreibst du einfach Hier steht im zweiten Entwurf etwas Spannendes“ und das wollte ich eigentlich machen, aber gleichzeitig war mir das zu blöd. Ich habe mich also einfach tapfer mit Hilfe der Gasthaustour durch die Szene gequält im vollen Gewissen, dass die beim ersten Korrekturlesen sofort gestrichen oder zumindest umgewandelt wird. Aber das war mir egal, weil mir mittendrin eine Idee für eine weitere Szene kam, die ich noch in die Geschichte einfügen muß (und auf die ich mich auch schon freue) und insofern war selbst die langweilige, dämliche Szene kein kompletter Verlust.

Dazu hat sie mir noch 3312 Wörter gebracht und das gute Gefühl, meinem eigenen Vorhaben näher zu sein.

Das nenn ich Erfolg, oder?

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