Manche Dinge ändern sich nie

Jetzt werde ich hier wohl erstmal den Staub abklopfen müssen, ehe ich was (hoffentlich) Sinnvolles  schreibe, was?

*holt den Staubwedel raus und wirbelt einmal kräftig über die Seiten*

*hust*

Okay, die Sache mit dem Staub ist demnach keine gute Idee, aber so ist das halt, wenn man sich monatelang nur gedanklich mit diesem Blog beschäftigt.

Egal.

Die Hauptsache ist: Es gibt mich noch! (möchte jemand das mit Konfetti feiern? Nein? Na, gut, weniger zum Staubsaugen… verflixt! Da sind meine Gedanken schon wieder beim Saubermachen. Ich glaube, ich prokrastiniere jetzt auch schon bei meinen Blog-Einträgen!)

Nochmal EGAL.

Neben der Tatsache, dass ich noch da bin, noch an diesen Blog und vor allem an das Schreiben denke, hat sich leider nicht viel geändert.

Ich schreibe nicht.

 

In meinem Kopf sind immer noch ganz viele Storyideen, ich liebe es Schreibratgeber zu lesen oder immer wieder auf den verschiedenen Autoren-Blogs zu stöbern, vor einigen Wochen habe ich mich sogar auf einer Facebookseite angemeldet, in der es ums Schreiben geht, aber ich tu es nicht.

Sogar mein Schreibtisch ist inzwischen so oft aufgeräumt und staubgewischt worden (ich bin schon wieder bei dem Thema oder?), dass ich jederzeit ohne lange Vorrede zu halten, anfangen könnte. Und dennoch.

Ich schreibe nicht.

 

Zumindest weiß ich jetzt, dass dieses Verhalten keiner Schreibblockade entspringt. Auch keiner Faulheit. Ich glaube, ich bin schlicht und ergreifend von meiner eigenen Überzeugung es irgendwann einmal schaffen zu können, so verunsichert, dass ich mich nicht mehr traue zu schreiben. Denn wenn ich mich hinsetze und Worte zu Papier bringe, sind sie gut genug für einen rohen Entwurf, für eine Art erweiterter Ideensammlung, aber sie sind zu schlecht, um den Weg in einen gedruckten Roman zu finden.

Ja, ich weiß, man nennt das „First Draft“ und dem folgt immer, selbst bei den begnadetesten Schriftstellern, eine Zeit der Überarbeitung. Das ist so und es ist vernünftig so. Aber ich glaube dennoch, dass diese Angst vor meiner eigenen Überzeugung es schaffen zu können mich bei jedem Schreiben lähmt. Denn wenn ich es schaffen könnte, muß ich dann nicht perfekt sein? Und wenn schon nicht von Anfang an, dann wenigstens nach dem ersten Überarbeiten? Aber was ist, wenn ich bei dieser Überarbeitung schlecht bin? Dann muß doch mein erster Versuch schon grandios sein, oder?

Ihr seht mein Problem oder?

Wenn es keine Krankheit ist, keine materiellen Ursachen hat oder in ist (wie die jeweilige Schreibblockade), dann scheitere ich in letzter Instanz an meiner eigenen Blödheit.

 

Aber noch ist nicht alles verloren, hoffe ich.

Immerhin habe ich mich an mein Passwort für diese Seite erinnert (okay, ich habe in meinem Passwort Block nachgeschaut) und ich bin in die Facebook Gruppe eingetreten (war auch nicht wirklich schwer, wofür ich sehr dankbar bin!) und ich habe sogar schon mal wieder ein paar Absätze geschrieben (ich schweige über den Stil oder die nicht vorhandene Menge an Absätzen). Ach, ja, und meine Gedanken beim Lesen eines Schreibratgebers, hier auf diesem Blog unter Ratgeber und Schreiben für die Ewigkeit eingefroren, habe ich auch schon wieder begeistert gelesen. Allein das Lesen meiner Gedanken zu diesem Ratgeber haben mir Lust aufs Schreiben gemacht – und was mach ich stattdessen? Schreibe diesen Post. Prokrastiniere bis zur Unendlichkeit.

Wie gesagt, manche Dinge ändern sich nie…

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