Es knackt ein einsames Lagerfeuer…

… oder auch: Die Bekloppten der Welt treffen sich wieder auf den NaNo-Seiten und nennen das dieses Mal „Camp NaNoWriMo„.

2013-Participant-Facebook-Cover

Das  Ziel kann sich jeder selbst aussuchen (Wordcount, Revisionen, tägliches Schreiben, gegen die Wand rennen, was auch immer) und schon geht es los.

Nachdem ich im letzten Jahr im Camp in einer Hütte mitgemacht habe, also eine lose Schreibgruppe hatte, und damit sehr erfolgreich war, wollte ich das dieses Jahr eigentlich auch wieder machen und dann, als es los ging, habe ich doch gekniffen und mich allein ans Lagerfeuer begeben. Ich weiß nicht mal, warum. Doch eigentlich schon: Ich war mir nicht sicher, ob ich nicht wieder einen NaNo vergeigen würde (wie November 2012 *seufz*).

Die Entscheidung jetzt im Juli mitzumachen, war also teilweise spontan und teilweise gut geplant. Das einzige, altbekannte Problem war natürlich, was ich machen wollte.

Eine Story überarbeiten? Okay, da hätte ich einige, die es verdient hätten, aber dazu habe ich einfach keine Lust im Moment.

Eine Story schreiben? Gerne, und was?

Ich hatte vor gut sechs Wochen einen Plot im Kopf, der mich total gereizt hat. Anders als sonst, habe ich mir nicht ein paar Sachen dazu aufgeschrieben, sondern über Plotlöcher schweigend gegrübelt, und dann ist das passiert, was natürlich nie passieren darf: Ich habe den kompletten Plot vergessen *jammer*

Natürlich nicht richtig vergessen. Es ist so, wie ein Wort, das einem auf der Zunge liegt. Man kommt nicht drauf.

So geht es mir mit dem Plot.

Ergebnis: Ich steh mal wieder Plotlos da…

Aber ich war ja am Wochenende im Kino. Superman – Man of Steele. Die Figur ist eine meiner liebsten Kindheitserinnerungen. Yepp, Ihr lest richtig. Zu meiner Zeit *Staub abklopft* *hust* ging man noch nicht alle zwei Wochen ins Kino und gerade für Kinder war es etwas besonderes, von daher erinnere ich mich ganz genau an meine drei ersten Filme: Planet der Affen (nein, ich kann unmöglich bei der Erstausstrahlung im Kino gewesen sein, aber ich weiß, dass ich den Film im Kino gesehen habe… keine Ahnung, wann, aber bestimmt nicht mit 3 Jahren), Grease (den Soundtrack habe ich immer noch und ich schwöre, ich kann jedes Lied mitsingen… sollte ich aber besser nie tun *kreisch*) und Superman.

Seit diesen Kinobesuchen finde ich Affen nicht ganz so witzig wie andere Kinder, liebe die 50er Jahre und habe definitiv einen rote Unterhosen-Fetisch *gröhl*

Neben diesen Erinnerungen habe ich aber noch etwas: Ich habe bestimmt 100 Superman Comics gelesen (zusammen mit Batman etc) und von daher habe ich mir ein bestimmtes Bild vom Schwarm meiner Jugend gemacht *kicher* und wenn dieses Bild von etwas und jemandem zerstört wird, werde ich ausgesprochen zickig.

Brandon Roughs Superman war schon nicht der Brüller, aber das lag eher daran, dass ich zu hohe Erwartungen hatte.

Henry Cavills Superman? Ist unter aller Sau!

Punkt.

Das Erste, was mich stört, war die riesige Vorhandlung: Boah, so intensiv wollte ich seine Eltern nun wirklich nie sehen *grusel*

Dann der Schauspieler selber: Henry Cavill sieht richtig „lecker“ aus, wenn er sich ein paar Tage nicht rasiert, wenn die Haare offen sind und er einfach nur Clark, den Fischer spielt (den Fischer? Hallo? Hat der Macher jemals ein Superman Comic gelesen?). Frisch rasiert, mit hervorstechenden Wangenknochen und gelackten Haaren? Widerlich. Sorry. Das ging gar nicht.

Das Schlimmste aber war, das sie den Hauptreiz der Superman Geschichte weggenommen haben: Das Geheimnis seiner Existenz. Hallo? Hat der Macher jemals überhaupt irgendeinen Comic dieser Art gelesen? Und wenn ja, in welchem hat Peter Parker verraten, wer er ist – auf der ersten Seite? Oder in welchem hat Bruce Wayne das sofort und sehr freizügig zugegeben? Das passiert einfach nicht! Niemals! Der alte Superman hat drei Filme gebraucht, um seiner Lois das zu verraten und es war herrlich anzusehen, wie er sich ständig beinah verraten hat. Wen interessieren die ganzen Bösewichter, die eh immer besiegt werden, wenn man diese Spannung zwischen Lois und Superman hat? Und dann schmeißen sie diese ganze Spannung in einem Film über den Haufen und erhoffen sich einen Dreiteiler aus dem Film zu machen? *blinzel*

Jedenfalls habe ich mich nach dem Film aufgeregt. So aufgeregt, dass mein Mann grinsend meinte „Dann schreib es doch besser“

Und was soll ich sagen?

Ich mag meine Lois und ich finde meinen Clark sehr niedlich *g* Mal sehen, ob ich mit den Beiden den gesamten Juli campe… Im Moment fühlt es sich sehr gut an. Es macht Spaß zu schreiben und ich bin von dem, was da immer aus meinem Kopf gesprudelt kommt, wieder fasziniert und begeistert. Das war sehr lange nicht der Fall!

Will jemand Marshmellows?

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