Fortschritt, Rückschritt, Seitwärtsschritt – Ich fühl mich wie im Tanzunterricht

Und den mochte ich nicht einmal!

Also, mal gleich vorneweg: Mein Kalender hängt immer noch neben dem Schreibtisch… allerdings ist der Monat März leer. Null rotes Erfolgskreuzchen. Und wenn ich so weiter mache wie heute, wo ich schon seit drei Stunden Schreiben will, aber noch nichts getan habe, wird das wohl auch nichts mehr 😦

Der gute Start ins Jahr 2013 ist also gleich wieder zusammengebrochen, aber ich gebe ja nicht auf und bleibe zumindest gedanklich am Ball bzw. am Plot.

Ich denke, mich stört nicht mein derzeitiger Plot (den ich ja jetzt schon im dritten Jahr bearbeite *seufz*), sondern mich stört, meine Umsetzung. Irgendwie sind meine Charas im ersten Drittel der Geschichte super sympatisch und ich mag ihre Art und dann ganz plötzlich sind sie doof und langweilig. Beim ersten Drüberlesen habe ich gemerkt, dass ich plötzlich ganz viel Zeitenfehler im Text habe und ich beschreibe Szenen von einem völlig falschen Blickwinkel. Vielleicht war ich zu unkonzentriert zum Schreiben? Ich weiß es nicht, aber die NaNo-Technik „Überarbeiten kannst Du später noch – Schreib erst mal“ hilft mir gerade nicht weiter. Im Gegenteil. Ich habe das Gefühl, ich schreibe den Text, er ist schlecht und ich werde wesentlich mehr Arbeit beim Überarbeiten haben, als jetzt beim eigentlichen Schreiben… das fühlt sich für mich, die zurzeit einfach wenig freie Zeit hat, wie Zeitverschwendung an. Und ehe ich meine Zeit verschwende, verbringe ich sie doch lieber gleich auf der Couch. 😦

Mittlerweile bin ich soweit, dass ich diese Geschichte einfach liegen lasse. Ich warte bis es mich richtig beißt, sie zu schreiben.

Aber ganz ohne Schreiben oder über Storyideen nachzudenken? Das geht doch gar nicht, oder? Ich meine, was machen eigentich nicht-Autoren mit ihrem Kopf, wenn sie z.B. unterwegs zum Bus sind oder mit dem Hund rausgehen oder Abwaschen? Woran denken nicht-Autoren? Denken nicht-Autoren überhaupt? Und wenn sie nicht denken, wie schaff ich es das auch nicht zu tun? Ich bin ein Mensch, der entweder seine Geschichten im Kopf hat oder Probleme wälzt. Letzteres führt dazu, dass meine Depression sich verstärkt und darauf hab ich nun absolut keine Lust, also versuch ich das zu vermeiden. Ich spiel also alle möglichen Storyideen in meinem Kopf durch und höre mir an, wie sie klingen.

Gestern Abend waren wir dann im Kino und haben „Hänsel und Gretel“ gesehen. Ich bin eigentlich in den Film gegangen, weil mich der Schauspieler gereizt hat *kicher* und weil der Trailer lustig aussah. Aber dann war die Rede von Hexen im Film und ich dachte mir, dass ich noch nie einen Film gesehen habe, in dem die Hexen wirklich böse waren… ich meine, wenn man mal von Anjelica Housten absieht. In den Filmen, die ich gucke, sind die Hexen immer gut und freundlich (und rothaarig – ein fürchterliches Klischee, oder?)

Tja, die Hexen im Film waren schwarzhaarig und böse. Die Kämpfe waren… blutig *prust* und prompt taucht die rothaarige gute Hexe auf (Hallo Klischee, erfreut Dich auch hier zu sehen!) und mit ihr hatte ich plötzlich eine meiner älteren Stories im Kopf. Das war ganz witzig. Ich glaube, zu der Zeit habe ich diesen Blog schon geführt, ich muß mal nachsehen. Jedenfalls hatte ich kurz vor NaNo einen Traum. Die Geschichte war komplett lebhft in meinem Verstand und da ich eigentlich was anderes im NaNo schreiben wollte, war ich sehr unentschlossen, was ich tun sollte. Schlußendlich hatte ich diese Traumgeschichte angefangen (und sie noch im ersten NaNo-Drittel gegen das ursprüngliche Vorhaben ausgetauscht). In dieser Traumgeschichte ging es um eine Hexe, die flieht. Ich wußte so ungefähr, vor wem sie flieht und wohin, aber weder warum, noch zu wem, noch wer ihr hilft… Kurz und gut: Mir fehlt ein kompletter Spannungsbogen für die Geschichte. Der Anfang war zwar sehr gut (und liegt auch noch auf meiner Festplatte), aber er füllte eben nicht 400 Buchseiten, und schon gar nicht 30 NaNo-Tage.

Im Kino jedoch fragte ich mich plötzlich, ob vielleicht böse Hexen die gute Hexe jagen? (An dieser Stelle begrüßen wir alle ein weiteres Klischee…). Und heute morgen, kurz nach dem Aufwachen hatte ich ein Dorf vor Augen oder eine Kleinstadt, in der die guten und bösen Hexen nebeneinander leben. Quasi eine neutrale Zone oder so. Jeder in dem Dorf ist eine Hexe und wenn sie mal ein Normaler in das Dorf verirrt, machen sich alle einen Spaß daraus ihn zu ärgern. Wenn ich mir die Beschreibung jetzt so durchlese, klingt sie für mich noch dämlicher als der Storyanfang ohne Spannungsbogen… *grumpf*

Jedenfalls habe ich mehrere dieser vielversprechenden Storyanfänge rumliegen und ich frag mich, wo deren Spannungsbogen bleibt. Vielleicht ist das auch mein Problem it dem Plot, den ich seit November bearbeite? Das mir der Spannungsbogen fehlt?

Schreiben ist echt schwer!

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