Camp NaNoWriMo – die ersten sechs Tage

Anders als beim letzten NaNo bin ich nicht dazu gekommen tägliche Berichte zu schreiben. Der Grund war einerseits der Besuch, den wir hatten (meine Schwägerin schlief bei uns), andererseits unser neues Wohnzimmer (wir haben jetzt 8 Tage lang Möbel umgeräumt, aussortiert, weggeworfen etc) und dann war da auch noch meine unausgegorene Geschichtenidee, die mich eigentlich über das Camp bringen sollte.

 

Hatte ich nicht in einem Post die letzten Wochen gesagt, dass ich in Zukunft mal wieder etwas spontaner schreiben wollte? Einfach so ins Blaue hinein?

Offenbar ist das nicht mehr meine Welt, denn gleich am ersten Tag hat meine Hauptchara nur eigenartige, unsinnige und vor allem langweilige Dinge getan, sodass ich da saß und mich fragte, warum ich den Kram überhaupt schrieb. Ergebnis: Knapp 1700 Wörter, also ein Tagesgewinn, aber gleichzeitig auch das Gefühl, es komplett falsch anzufangen.

Tja, und dann habe ich mir ein Buch zum Lesen genommen und in diesem Buch ging es um etwas, was einer Handlungssequenz aus dem vierten Teil meiner „Brüder Saga“ ganz ähnlich ist. Teil 1 hatte ich mal so geschrieben, Teil 2 hat mich die letzten beiden NaNos beschäftigt. Naja, und nun les ich von der Sequenz und es reizt mich in den Fingern diesen 4. Teil zu schreiben. Es reizt und juckt und drängelt und nervt… Bis Samstag habe ich daraufhin den Schreibfluß unterbrochen, dann waren wir Samstag den neuen Tisch abholen (er kam später als die Couch) und zusammen mit dem neuen Tisch reifte bei mir die Entscheidung, nicht den 4. Teil zu schreiben, sondern den 3. Alles ganz der Reihe nach. Schließlich hat auch der dritte Teil etwas, was mich mal gereizt hat (sonst hätte ich ihn mir ja nicht ausgedacht).

Also habe ich mich Samstag Abend und Sonntag hingesetzt, meine Skizzen durchgelesen, den zweiten Teil nochmal quer gelesen und mich dann Sonntag auf die Geschichte gestürzt. Lustigerweise weiß ich jetzt, warum ich sie noch nicht geschrieben habe. Ich mag Rhena, meine Hauptdarstellerin. Sie ist ein typischer Nerd, intelligent und ein wenig über den Wolken schwebend. Ich mag auch Corinne, ihre beste Freundin, der ich zwar rote Haare gegeben habe, die aber dem Urbild einer blonden Dumpfbacke entspricht *g* Von Zaark, dem Helden meiner Geschichte kann ich noch gar nicht viel sagen. Er ist noch sehr geheimnisvoll, aber das gefällt mir. Ich weiß auch wohin die Reise die nächsten Tage führen wird. Ich habe den Weg sozusagen perfekt aufgezeichnet und es macht Spaß ihn abzulaufen. Tja, und dann steht da „Sie trennen sich, weil er zurück muß“, und ich mach große Augen. Sie trennen sich? Weil er zurück muß? Wohin und wie? Und wieso trennen sie sich? Im Moment ist er doch gerade am Überlegen, ob er ihr den Kopf abreißt!

Soviel also zu gut ausgedachten Geschichten und ihren sicheren Pfaden. Da hab ich mir wohl ohne es zu wollen doch eine „ich schreib mal ganz spontan“ Geschichte ins Haus geholt, was?

 

Bin gespannt, wie sich das entwickelt!

 

Oh, und Wortzahlmäßig bin ich schon übers Ziel hinausgeschossen. Jedenfalls über das Tagesziel, aber das liegt nur daran, dass ich den Anfang schon fertig hatte und ihn jetzt nur noch überarbeite. Also habe ich noch gar nicht so viel geschrieben, rechne aber auch nicht damit, dass die Geschichte nur 50.000 Wörter haben wird. Insofern zähl ich meine  20240 Wörter tatsächlich… und geh mich gleichzeitig ein wenig schämen. Ist das mogeln? Ich finde nicht. Schließlich überarbeite ich den Text ja und übernehme ihn nicht einfach nur.

Oder?

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