Einfach wäre auch langweilig…

Es ist jedes Jahr zum NaNo dasselbe. Wo andere sich um Plotideen Gedanken machen, ihre Hamsterkäufe und Wäscheberge strategisch planen, Freunde ausquartieren und wohlmöglich Urlaub einreichen, dreht sich bei mir alles um völlig andere Dinge.

Im Normalfall kümmert sich ein Teil meines kreativen Unterbewußtseins um die Plotidee (was ungefähr so abläuft: Mir fällt etwas ein, ich finde es toll und versuch ganz verzweifelt nicht mehr an diese Idee zu denken, weil sonst will ich sie schon früher schreiben und kann den November nicht mehr erwarten oder ich grübel viel zu viel über die Idee und habe am Ende das Gefühl, ich wüßte schon alles und das Buch wäre eh langweilig usw) und in der Zeit des bemühten Nicht-Nachdenkens passieren andere kleine oder größere Katastrophen.

In einem Jahr war das die überraschende Arbeitsstelle, im nächsten Probleme mit meinem Sohn (nichts unbedingt Ernstes, aber für eine Mutter ist alles dramatisch und beschäftigt einen unentwegt). Tja, und in diesem Jahr ist es meine süße, kleine Blockade. Dachte ich.

Aber warum einfach, wenn es auch kompliziert geht?

Wir haben eventuell Aussicht auf eine Wohnung. Wir haben sie noch nicht mal gesehen, lediglich den Grundriss bisher, aber da wir verzweifelt suchen, sie sehr schön geschnitten ist und in einer sehr guten Gegend liegt, müßte sie schon echt grottig sein, das wir sie nicht nehmen. Vor allem, da wir bisher die einzigen Interessenten sind.

Diese Wohnung wäre zum 01.11. und unrenoviert. Gleichzeitig fängt mein Mann eine neue Stelle im November an (er arbeitet auf der alten Stelle allerdings auch noch an jedem zweiten WE) und wir müssen, wenn wir nicht drei Monate doppelt Miete zahlen wollen, unsere jetzige Wohnung so schnell wie möglich räumen und renovieren. Das bedeutet, daß ich innerhalb des Monats November mich um die beiden Hunde kümmern darf, mein Kind zum Handball fahre, zwei Wohnungen nacheinander renoviere, einen Haushalt komplett einpacken und umziehen darf und nebenbei noch versuche am NaNo teilzunehmen, denn den geb ich einfach nicht auf. Ich kann ihn jetzt getrost verlieren, aber versuchen werde ich es. Schließlich könnte ich eine mögliche Arbeitsstelle auch nicht einfach mal kurz für vier Wochen beiseite schieben, nur weil alle anderen keine Zeit haben oder so.

Tja, und nun zum NaNo direkt.

Ich hatte ja so einige Dinge, die ich vorher noch erledigen wollte, u. a. einen Soundtrack oder zumindest eine Songliste. Ich muß gestehen, ich tu mich etwas schwer damit. Ich bin jemand, der beim Schreiben Musik anmacht und sie in der Regel spätestens ab dem zweiten Lied nur noch hört, wenn sie echt schrecklich ist, ist sie gut, bemerke ich das nicht. Aus dem Grund hat der Gott der Stereoanlagen wahrscheinlich die Dauerrepeatschleife erfunden 🙂

Aber ich habe mir zumindest Gedanken gemacht, welche Musik ich mir neben meine kleine Anlage legen werde, so daß ich im Notfall gewappnet sein werde. Mal sehen, ob ich die dann auch wirklich höre.

Der Kalender. Ich habe endlich einen richtig Schönen gefunden. Und jetzt stell ich fest, daß ich ihn wahrscheinlich sowieso nicht auf den PC packen werde, weil 1.) liebe ich mein jetziges Desktop-Bild und 2.) wenn ich schreibe, sehe ich sowieso nur die Schreibseite und wenn ich nicht schreibe, hilft mir auch kein Kalender mit schönen Zahlen und lustigen Sprüchen.

Die Zeitleiste. Ich war eben unterwegs und habe mir eine gesucht. Ich konnte sogar die Farbe so einstellen, daß sie schön in mein Blog Layout gepaßt hätte – und dann habe ich sie nicht eingebaut bekommen. Aus irgendeinem Grund erschien immer nur ein Teil der Leiste und danach irgendwelches unverständlichs HTML. Ich habe nun die Wahl, mich da ganz intensiv hineinzuknien und herauszufinden, wo das Problem liegt oder auf die Leiste bis nächstes Jahr zu verzichten. Die Wahl fällt wohl zugunsten aller anderen Probleme aus.

In Chris Batys Buch bin ich nicht sonderlich viel weiter gekommen. Nach den ersten paar lustigen Kapiteln fängt er irgendwie an, all die Dinge zu erzählen, die ich schon seit gefühlten Ewigkeiten weiß. Es ist nichts Neues dabei und auch nichts besonders Lustiges. Sehr schade. Aber immerhin hat er geschrieben, das man auch gerne vorbereitet in den NaNo starten darf. Erwähnte ich schon, daß ich keine Ahnung habe, was ich schreiben soll? Da sind solche kleinen Fakten nicht hilfreich!

Als Nächstes fiel mir noch ein, daß mein Programm vom letzten Jahr, Scrivener, das mir so gut gefallen hatte, seit einer kleinen Ewigkeit ungenutzt auf meinem Rechner liegt. Wenn ich in diesem Jahr geschrieben habe – was ich getan habe! – dann habe ich nur Word benutzt und irgendwie möchte ich für den NaNo Scrivener wieder reaktivieren, weil es mir wirklich sehr gut gefallen hat. Problem ist nur: Ich habe absolut keine Ahnung mehr von dem Programm!

Ich weiß, daß alles relativ einfach zu erlernen war und dann auch super einfach in der Bedienung war, aber ich habe absolut Null Ahnung mehr davon. Vielleicht sollte ich mich damit in der nächsten Woche mal beschäftigen? Wäre ja mal eine Idee…

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2 Antworten zu “Einfach wäre auch langweilig…

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