Schreibtag Teil 3 – Ergebnis?

Nach einer großen Unterbrechung fiel es mir schwer überhaupt wieder ins Schreiben zu kommen. Glücklicherweise half Solveigs Schreibspiel da. Es ging um Wendegedichte. Kleine Fünf-Zeiler, in denen man in kurzen Sätzen eine Spannung aufbaut, die man dann in der letzten Zeile wieder auflöst (meistens ins Gegenteil verkehrt). Sie waren lustige und abwechslungsreiche Mini-Geschichten. Man mußte sich über Rechtschreibung und Grammatik nicht so viel Gedanken machen und irgendwie war das genau das Richtige nach meiner Pause.

Mir fielen auch spontan einige Wendegedichte ein, aber danach? Was sollte ich dann tun? Schreiben? Meine eigenen Geschichten?

Es ging nicht. Ich wußte wieder nicht, warum. Es ist ja nicht so, als wären die zu bearbeitenden Geschichten irgendwie langweilig oder überhaupt nicht meine Sache. Ich verstand es also überhaupt nicht.

Auf der Suche nach Antworten (und nach ganz viel Ablenkung) bin ich durchs Netz gesurft. Immerhin bin ich auf Schreibseiten hängen geblieben (anstatt wie sonst auf Spieleseiten). Das konnte ich dann schon mal getrost als „Recherche“ verbuchen, aber so richtig zufrieden war ich damit nicht.

Schlußendlich hab ich mir eine meiner älteren Stories geschnappt. Eine Geschichte, die ich auf Englisch geschrieben habe und die ich eigentlich einer australischen Freundin zum Gegenlesen schicken wollte. Das Vorhaben ist schon ewig her. Ich wollte die Geschichte nämlich vorher nochmal überarbeiten. Ich kenn ja meine Englischkenntnisse *schäm* Diese Geschichte hat nur zehn Seiten und darum habe ich sie mir jetzt mal eben zum Abschluss des Schreibtags vorgekramt. Und was soll ich sagen? Sogar das Überarbeiten macht Spaß! Meine Gedanken wandern automatisch in die Richtung, die fragt, was als Nächstes in der Geschichte passiert (nur blöd, das sie eigentlich mal als Einteiler ohne weiteres Ende geplant war und jetzt steh ich da und kann mich fragen, ob ich sie auf Englisch oder doch auf Deutsch weiterführe oder ob überhaupt)

Aber immerhin hat es mich einer Antwort auf meine Frage zu Beginn des Schreibtags weitergebracht. Ich glaube, ich kann noch Schreiben. Ich bin noch nicht aus der Schreibphase raus *gg* und ich glaube, ich könnte auch schreiben, wenn ich mich hinsetze und einfach Word öffne und es tue. Mein Problem ist nur, das ich das nicht mache. Das ich faul bin. Unmotiviert. Mir fehlt der Drang zu Schreiben. Das Feuer, das mich antreibt. Etwas, was ich früher immer hatte. Ich kann mich daran erinnern, daß mir mal eine Idee für eine Geschichte einfiel, als ich dabei war das Bad zu putzen. Ich konnte es gar nicht erwarten mit der leidigen Hausarbeit fertig zu werden und endlich schreiben zu können. Heute würde ich wahrscheinlich nach dem Bad noch die Küche aufräumen, Fenster putzen und die Hunde bürsten…

Kann mir einer mal Feuer geben, bitte?

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