Schreibtag Teil 2 – Erste Erkenntnisse

So, die erste Schreibsitzung hätte ich erfolgreich geschafft.

Nachdem ich ja im vorherigen Post schon ausführlich auf mein „nicht schreiben“ Problem eingegangen bin, habe ich es auch prompt geschafft, am heutigen Schreibtag (eine Aktion aus dem Nanowrimo Forum) mich anstatt mit dem Schreiben eines Textes, mich mit dem drumrumdrücken zu beschäftigen.

Ich hatte eigentlich vorgehabt den heutigen Tag in drei Teile zu unterteilen. Erfahrungsgemäß weiß ich, daß es schwierig ist, Dinge zu planen und dann zu hoffen, das meine Familie und der Rest der Welt bei meiner Planung mitspielt. Also hatte ich vor, eine Stunde am Vormittag mit dem Schreiben einer neuen Geschichte zu verbringen. Dann zu pausieren. Am Nachmittag eine Stunde mit dem Überarbeiten einer älteren Geschichte und dann, nach einer Pause, den Schreibtag mit dem Fortsetzen eines längst begonnen Geschichte zu beenden.

Alle drei Geschichten faszinieren mich. Sie liegen mir am Herzen und wenn ich mal einen ganz langen Urlaub habe (gefühlte 100 Jahre ungefähr), würde ich sie sofort bearbeiten wollen. Aber irgendwie komm ich nicht dazu, wenn ich diesen Urlaub nicht habe. Oder ich würde dazu kommen, wenn ich mich aufraffen würde. Mein Plan klang in meinen Ohren also ziemlich gut.

Trotzdem habe ich den Vormittag mit bloggen und sinnlosem Surfen verbracht. Ich hatte Word nicht mal geöffnet!

Enttäuschend.

Dafür habe ich, dank Solveigs kleiner Schreibübung, den Nachmittag mit einer sehr intensiven Schreibübung verbracht. Man nehme vier wahllos herausgesuchte Worte und schreibe eine Kurzgeschichte dazu. Das Ziel waren 253 Worte. Ich stoppte bei 555 und hätte noch 1000 schreiben können (und so wie ich meine Leser verstehe, hätte ich sie auch schreiben sollen *gg*). Jetzt mußte ich das tun, was ich hasse. Wirklich. Ich hasse es, Texte zu kürzen. Ich finde, meine Texte sind lang. Das geb ich zu. Aber sie ergeben in meinen Augen auch nur lang einen Sinn. Es gibt einfach Texte, die zu Kurzgeschichten passen und die dort auch sehr gut klingen und es gibt das, was ich schreibe.

Ich glaube, ich habe 1,5 Stunden mit Kürzen verbracht (und die Twitterwelt damit genervt), aber ich habe das Ziel erreicht. Die Geschichte „klingt“ in meinen Ohren nicht mehr so gut wie vorher, aber sie ist noch lesbar.

Dabei habe ich aber noch etwas anderes bemerkt. Ich meine, außer der Tatsache, das ich offenbar zum sinnlosen Schwafeln und füllen mit unnützen Wörtern neige.

Es macht mir noch Spaß zu Schreiben. Selbst, wenn die Geschichte keinen anderen Sinn hat, als sich mit anderen über den kurzen Text auszutauschen oder wohlmöglich nicht mal auszutauschen, aber wenigstens die geforderte Wortzahl zu erfüllen. Es machte mir Spaß sobald ich den ersten Satz geschrieben hatte.

Vielleicht sollte ich also weniger im Netz surfen und mich einfach vor den großen, weißen Monitor hocken und es tun?

Schreiben?

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